Walter Salas-Humara

Curve & Shake

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 04.10.2014
Jahr: 2014
Stil: Indie-Rock

Links:

Walter Salas-Humara Homepage



Redakteur(e):

Holger Müller


Walter Salas-Humara
Curve & Shake, Blue Rose Records, 2014
Walter Salas-Humaravoice, guitar, bass, percussion
Jerry Jospehguitar
JR Ruppelbass
Steve Drizosdrums, percussion
Jason Victorguitar
Sarven Manguiatguitar, voice
Ryan Williamspiano, organ
Charlie Salas-Humarasynths, guitar
Marius Libmansynths
Amy Daggettvoice
Manny Sanchezdrums
Ronnie Sanchezbass
Wally Ingramconga
Aaron Englishpiano, synths, voice
Produziert von: Walter Salas-Humara Länge: 41 Min 57 Sek Medium: CD
01. Counting On You06. Hoping For A Comeback
02. The Craziest Feeling07. I Love That Girl
03. Curve And Shake08. Uncomplicated
04. Satellite09. Way Too Heavy To Float
05. What We Can Bring10. Two Inches Two Hours

Mit dem Alter kommt die Gelassenheit – das gilt auch für Independent-Helden wie Walter Salas-Humara. Mit den SILOS hat der New Yorker Songwriter mit kubanischen Wurzeln und der prägnanten Nicht-Stimme immer wieder kraftvolle Alben im Grenzgebiet von Rock, Alt.Country und Indie-Fuzz-Klängen ersonnen, am klarsten gespielt wohl auf dem Album "Susan Across The Ocean" mit dem Trademark-Song Let’s Take Some Drugs And Drive Around.

Sein drittes Soloalbum (und das erste nach 18 Jahren) ist dagegen eine „mellow“ Scheibe, ohne dass Salas-Humara dabei an irgendeiner Stelle peinlich würde. Aber die alten Fans werden eine Weile brauchen, um sich zum Beispiel an die „spacigen“ Synthesizer-Klänge zu gewöhnen, die sein Neffe Charlie Salas-Humara auf einigen der 10 Songs von "Curve & Shake" beisteuern darf. Ein Rocker, der sich in The Craziest Feeling fast schon mystisch angehaucht auf den Wellen im warmen Wasser treiben lässt?

Es spricht für die Klasse von Salas-Humara, dass daraus kein großer Kitsch wird. Aber der Grat, auf dem der mittlerweile in Flagstaff angekommene Amerikaner wandert, ist schmal. Und deshalb war es eine kluge Entscheidung, mit Jerry Joseph und Jason Victor gleich zwei versierte Gitarristen an Bord zu holen, die immer wieder kleine, feine Soli einstreuen, die den Rock durch die Hintertüre auf das Album bringen. Besonders schön klingt das auf dem Track What We Can Bring, wo die beiden sich ein sparsames Duell vom Feinsten liefern. Keine Angeberei, keine Sprintduelle, einfach nur der rauhe Sound zweier E-Gitarren.

Dass Salas-Humara ein paar Jahre älter geworden ist, hört man auch seiner Stimme an, die inzwischen doch ein gutes Stück tiefer erklingt. Auch das bekommt den eher gemächlichen, nachdenklichen Songs gut. „Like strong black coffee, lika a long hot shower, I’m hoping for a comeback“ singt er im gleichnamigen Track, und man weiß nicht so recht, ob das nun Koketterie ist oder schon ein bisschen Resignation. Way Too Heavy To Float klagt er in einer der schönsten Balladen des Albums. Hoffentlich hat Walter Salas-Humara damit nicht sich selbst gemeint.

Holger Müller, 29.09.2014

 

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