Trucker Mouth

Trucker Mouth

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 30.09.2009
Jahr: 2009
Stil: Southern Rock

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Trucker Mouth Homepage



Redakteur(e):

Epi Schmidt


Trucker Mouth
Trucker Mouth, Eigenvertrieb, 2008
Tim AtkinsVocals, Guitar
Chad RaleighGuitar
Patrick BarrettDrums
Steve SofronasBass
Produziert von: Eric Welsh Länge: 59 Min 39 Sek Medium: CD
01. Black Cat07. For The Take
02. Nothing To Hide08. Sugar Brown
03. Likeness09. Wasted Mind
04. Love & A Shotgun10. Simple Things
05. Take Me Home11. Lithography
06. Jimmy Lee12. Degenerate Friend

Wenige Musikrichtungen sind geeignet, die Meinungen der Fans so zu spalten wie der Southern Rock. Das liegt bestimmt zum Teil an den immer noch (über-) präsenten Gralshütern, wie LYNYRD SKYNYRD oder der ALLMAN BROTHERS BAND - und deren Ablegern.
Bestimmt aber auch daran, dass man diesem Begriff fast mehr geografisch denn musikalisch einsetzen kann. So groß ist die Bandbreite und die Anzahl der Einflüsse - von Rock, Country, Blues zu Jazz, Soul und weiteren Stilen - dass man nahezu an jede andere Musik angrenzt. Und das ist ja auch gut so. Im letzten Jahr legten TRUCKER MOUTH ihr Debütalbum vor, welches nun auch hierzulande erhältlich ist. Bereits die ersten Töne bringen dem Hörer die Südstaaten vor die Augen: Slidegitarre, ganz gute Röhre beim Sänger und eine treibende, leicht nervöse Leadgitarre. Dabei kommt die Band aus Boston.
Der Rhythmus leicht funky, aber druckvoll, sorgt für locker werdende Beine und im Solopart geht’s schon einigermaßen 'dirty' ab. Nicht übel. Erinnert mich ein bisschen an die BLACK CROWES bzw. an BROTHER CANE.

An die "Krähen" erinnert der zweite Song, Nothing To Hide noch deutlicher. Besonders Remedy kommt mir in den Sinn, allerdings flotter, treibender, dafür nicht ganz so groovend. TRUCKER MOUTH sind mehr die, die den Highway entlang rauschen, denn locker dahin bummeln.
Das geht mit dem nächsten Song ähnlich: Im Hintergrund recht fette Gitarren, CROWES- und ZEPPELIN-ähnliche Slideparts und ein treibender Rhythmus und im Solo wird noch eine Schippe drauf gelegt. Gefällt mir gut, nur der Schlagzeuger könnte manchmal 'ne Pause machen.
Irgendwo erinnert mich die Band auch öfter an Southern-Bands wie JUPITER COYOTE. Besonders in Songs wie Love & A Shotgun, wenn eine leicht flirrende Desert-Atmosphäre kreiert wird.
Die Jungs können aber auch ganz gut rocken. In Take Me Home sind schöne Riff- und Lick-schleudernde Gitarren am werkeln und zusammen mit dem Gesang von Tim Atkins muss ich hier desöfteren an die deutschen DAJANA LOVES PAISLEY denken. Geht gut ab und gut ins Ohr.

Wer's mehr Up-Beat, ab auf die punkige Überholspur, braucht, dem wird mit Jimmy Lee gedient, wenn einfach aufs Gaspedal gelatscht wird, ein paar Rock'n'Roll-Licks gedroschen und ab dafür.
Ich hatte es ja fast schon vermisst, da wird mit For The Take entlang der Akustikschiene geschlittert, aber die elektrischen Gitarren geben doch überwiegend den Weg vor. Das ganze harmoniert aber bestens und man atmet doch ganz gern mal durch.
Richtige Klasse haben solche Intros, wie das von Sugar Brown. Der Song hält dann zwar nicht ganz, was er eingangs verspricht, aber wie sich das hier gegenseitig umwebt und -schlingt macht schon richtig Spaß. Schade, dass der Sänger nicht ganz der große Charismatiker ist, denn dann würden TRUCKER MOUTH gleich ein paar Stufen auf einmal nehmen können.
Ja, ich bin ein BLACK CROWES Fan und wohl deshalb gefällt mir Simple Things von den restlichen Songs am besten. Und weil es ein richtig geiler Song ist! Leicht schleppend, voller toller Gitarren und auch am Gesang gibt’s hier nichts auszusetzen. Könnte ein Hit sein.
Wie ich finde, ein völlig überzeugendes erstes Album von TRUCKER MOUTH. Die Band ist für ihr Zweitwerk bereits im Studio und man darf zurecht gespannt sein. Ich werde da jedenfalls gerne wieder hinhören.

Epi Schmidt, 19.09.2009

 

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