The Soul Of John Black

Black John

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 15.02.2009
Jahr: 2009
Stil: Soul, Hip Hop, R&B

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Black John, Eclecto Groove Records, 2009
John BlackVocals & Guitar
Adam McDougalKeyboards
Shawn DavisBass
Jake NajorDrums
Scott SeiverDrums
Oliver CharlesDrums
Davey ChegwiddenPercussion
Satnam RamgotraBowed Cymbals
Kandace LinseyBackground Vocals
Laura J. JonesBackground Vocals
Produziert von: John A Bigham Länge: 51 Min 09 Sek Medium: CD
01. Black John07. White Dress
02. Betty Jean08. Never Givin' Up
03. Ever Changin' Emotions09. Better Babe
04. Forever10. Push Into The Night
05. Bottom Chick11. Holiday Inn
06. I Knew A Lady12. Thinking About You

Sind das schon die ersten Auswirkungen - in musikalischer Hinsicht - die der neue amerikanische Präsident mit sich bringt? Dessen afrikanische Wurzeln sind lang und breit getreten worden und wenn sich eine Gruppe wie THE SOUL OF JOHN BLACK dann dermaßen in den afro-amerikanischen Bereich begibt, könnte man da schon Vergleiche ziehen.
Was natürlich nur hierzulande der Fall sein könnte, den über den großen Teich macht man sich diesbezüglich keine Gedanken. Da gehört die schwarze Musik zum Tagesgeschäft, in all ihren Variante. Ob Soul, Gospel, R&B, Funk, Hip Hop, Rap ... und natürlich Blues! Und da, womit wir wieder bei Wurzeln wären, heraus wuchert auch die Musik von John "JB" Bigham, dem Mastermind mit dem "Pseudonym" John Black. Aber die Musik bleibt da nicht stecken, sondern sie treibt Äste und Blüten und hebt den Blues, und all die genannten Stile, auf eine aktuelle Ebene, wo sie nahezu jeden Hörer fasziniert.
Ich bin ja beileibe kein sonderlich moderner Hörer und weder MTV noch VIVA noch irgendwelche Fernseh-Casting-Shows interessieren mich. Im Autoradio sind mir die Verkehrsnachrichten das einzig Wichtige. Aber diese Scheibe lässt aufhorchen.
Eine Akustikgitarre schlägt einen Akkord an und schon gesellen sich ein paar Gospelstimmen, der einfühlsamsten Art, hinzu und bald setzt auch schon die Rhythmusabteilung ein und bringt Black John auf Ultra-Groove-Basis. Da sind Hip Hop-Elemente genauso zu finden wie Soul und R&B, aber alles so toll verwoben, dass es richtig Spaß macht. Man kennt so etwas, in ähnlicher Form, von Leuten wie Ben Harper. Klasse wie sich Stimmen und Gitarrensoli in ein feuriges Finale schrauben.

Groovig-entspannt geht es in Betty Jean weiter. Da finden sich auch massiv Reggae-Anteile, wie man sie u.a. auch ein Correy Harris gerne unterbringt. Der hat eine ähnliche moderne Sichtweise wie "JB". 'A whole lotta soul' durchzieht die Ever Changin' Emotions und auch hier locker unterfedert von einem tollen, anmachenden Groove-Rhythmus, der einem zu den ausgelassensten Bewegungen verleitet. Aufgepasst, falls ihr euch das Teil per Kopfhörer in der Öffentlichkeit reinzieht! In Amerika oder Afrika käme eure Körpersprache dann vielleicht cool, aber in good ol' Germany an der Bushaltestelle?
Als absoluter Ohrwurm entpuppt sich Forever. Soulig, bluesig, scharf, gefühlvoll, aber nie glatt. Dafür sorgt schon John Blacks schrille Lead-Gitarre.
In seiner gesamten Stimmung, bei der man sich keine Gedanken über Musikstile macht, sondern einfach fröhlich grinsend mitwippt, erinnert mich das Album auch an die Arbeiten von Eric Lindell. Bei dem ist zwar mehr New Orleans-Stil drin, aber dem kommt I Knew A Lady eigentlich auch recht nahe. Sollten sich gut verstehen, die Beiden.
Es ändert sich natürlich "Geschwindigkeitsmäßig" hier nur wenig, alles bleibt in einem coolen Midtempobereich, aber es ist die Klasse mit der Stimmen und Rhythmiker agieren und fast immer eine außergewöhnliche Stimmung schaffen. Songs wie Better Babe werden zusätzlich durch eine raue Slide-Gitarre gepusht. Da würde ich dann auch gern mal etwas länger zuhören.
Langsame "Schleicher", wie Holiday Inn sind mir zwar etwas zu seicht, aber das beschließende, folkig, nur mit Akustikgitarre gespielte, Thinking About You bezaubert dann wieder. Nicht zuletzt mit John Blacks sympathischer Stimme.
Ein Album mit herrlicher Black Music, fernab von Goldketten, für die entspannten Stunden, das einen aber durchaus auch gut in Schwung versetzen kann.

Epi Schmidt, 14.02.2009

 

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