The Kentucky Headhunters

Meet Me In Bluesland

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 11.08.2015
Jahr: 2015
Stil: Roots Rock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


The Kentucky Headhunters
Meet Me In Bluesland, Alligator Records, 2015
Richard YoungRhythm Guitar, Vocals
Doug PhelpsRhythm Guitar, Vocals
Greg MartinLead Guitar, Backing Vocals
Anthony KenneyBass
Fred YoungDrums, Backing Vocals
Johnnie JohnsonPiano, Vocals
Produziert von: The Kentucky Headhunters Länge: 43 Min 35 Sek Medium: CD
01. Stumblin'07. King Rooster
02. Walking With The Wolf08. Shufflin' Back To Memphis
03. Little Queenie09. Fast Train
04. She's Got To Have It10. Sometime
05. Party in Heaven11. Superman Blues
06. Meet Me In Bluesland

Eine leicht obskure Veröffentlichung erreicht mich vor einiger Zeit: THE KENTUCKY HEADHUNTERS. Von der Band besitze ich seit geraumer Zeit zwei Alben, die mir absolut gut gefallen, aber die Band ist mir dann – Internet war noch nicht so angesagt – nicht mehr über den Weg gelaufen.
Und jetzt erscheint plötzlich diese Scheibe mit alten Aufnahmen, die als bisher verschollen und unveröffentlicht angepriesen werden. Also vorsichtig, wer die alten Scheiben bereits besitzt.
An der Qualität ändert das natürlich nichts, zumal mit Johnnie Johnson hier der einstmalige Pianist von Chuck Berry die Tasten bearbeitet. Jener Johnnie mag nicht nur Inspiration für Johnny B. Goode gewesen sein, sondern hat recht wahrscheinlich auch einige Hits von Chuck Berry mitverfasst, ohne den verdienten Lohn dafür zu kassieren.
Den wird er auch für diese Aufnahmen nicht erhalten haben, den bereits 2005 verstarb der Rock’n’Roll-Pianist.

Die Band hätte das Zeug gehabt, die elektrische Version von HAYSEED DIXIE zu werden. Das macht einfach Laune, wenn so eine lockere Roots’n’Boogie Ohrwurm-Nummer wie Stumblin‘ dahinwackelt. Würde auch gut ins Repertoire eines Dan Baird passen.
Gefolgt von deinem Slide-Boogie in bester CANNED HEAT -Manier. Die Ähnlichkeit zu Sweet Home Chicago schadet Walking With The Wolf in keinster Weise und erneut erfreut man sich am rohen Sound und Johnnie Johnsons Pianospiel. Das perlt!
Wer so lange für Chuck Berry in die Tasten gehauen hat, der sollte auch ein Stück daraus präsentieren und so gibt’s hier ein feine Version von Little Queenie. Mit dem rauen Gesang und den dreckigen Gitarren und – nicht zuletzt! – Johnsons Pianosolo, macht das mindestens so viel Spaß, wie beim Rock’n’Roll Ur-Vater.
“Bluesland“ steht nicht zufällig im Albumtitel dazu passen singt Johnson einen Chicago-Blues namens She’s Got To Have It. Stimmlich natürlich eher reservierter, aber Klavier und auch das Gitarrensolo sind wieder vom Feinsten.
Für die Party In Heaven klinkt man sich wieder in den Groove von Stumblin‘ ein. Geht zwar nicht so tief ins Ohr, aber absolut in Beine und Hüften und lässt bestimmt manchen einen flotten Country-Honk hinlegen.

Der Titelsong des Albums kommt dann als Blues-Ballade, ohne zu ruhig oder gar glatt zu werden. Das klingt nach Late-Night, tief in irgendeinem Blues-Keller, mit immer noch jeder Menge Adrenalin im Blut.
King Rooster erinnert mich etwas an die FABULOUS THUNDBIRDS. Was dort die Mundharmonika ausmacht, übernimmt in diesem Shuffle Piano und Gitarre.
Dann gibt’s noch ein paar (Slide-) Boogies, etwas Roots Rock und natürlich Rock’n’Roll.
Das ist jetzt alles nicht die Erleuchtung schlechthin, aber eine ¾ Stunde Gute-Laune-Musik, die man jederzeit vertragen kann und der man über Jahre hinweg immer wieder lauschen kann. Ich schau dann doch mal, was sich inzwischen bei den “Kopfjägern“ getan hat. Die gibt’s nämlich immer noch.

Epi Schmidt, 09.08.2015

 

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