Ramones

Live, January 7, 1978

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 14.06.2004
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Ramones
Live, January 7, 1978 At The Palladium, NYC, Sanctuary Records, 2004
Joey Ramone Lead Vocals
Johnny Ramone Guitar
Dee Dee Ramone Bass
Tommy Ramone Drums
Länge: 55 Min 52 Sek Medium: CD
1. Rockaway Beach15. Listen To My Heart
2. Teenage Lobotomy16. California Sun
3. Blitzkrieg Bop17. I Don't Wanna Walk Around With You
4. I Wanna Be Well18. Pinhead
5. Glad To See You Go19. Do You Wanna Dance?
6. Gimme Gimme Shock Treatment20. Chainsaw
7. You're Gonna Kill That Girl21. Today Your Love, Tomorrow The World
8. I Don't Care22. Now I Wanna Be A Good Guy
9. Sheena Is A Punk Rocker23. Suzy Is A Headbanger
10. Havana Affair24. Let's Dance
11. Commando25. Oh Oh I Love Her So
12. Here Today, Gone Tomorrow26. Now I Wanna Sniff Some Glue
13. Surfin' Bird27. We're A Happy Family
14. Cretin Hop

So, jetzt stellt sich mir erneut die Frage, warum man so eine Scheibe wie die hier braucht. Schließlich gibt es von den RAMONES schon ein paar offizielle Live-Scheiben und deren erste, "It's Alive", wurde gerade mal eine Woche, nämlich an Silvester 1977, vor dieser Show hier aufgenommen. "It's Alive" ist natürlich eine Kult-Platte die man einfach haben muss, aber jetzt kommt's: Während die einem freundlich in den Bauch und den Arsch tritt, schlägt einem "Live, January 7, 1978 The Palladium, NYC" mit dem Handrücken direkt ins Gesicht. Genau das ist das Gefühl, wenn man die beiden nacheinander auflegt.
Das klingt auf der "neuen" Scheibe vielleicht etwas wilder und die Stimme steht nicht so im Vordergrund, aber es ist schlicht hammermäßig wie das aus den Boxen knallt.
Liegt's daran, das "It´s Alive" im englischen London und diese Show hier in ihrer ureigensten Brutstätte New York aufgenommen wurde, oder was? Na ja, wohl kaum. Damals hat man sich bei der Produktion wohl nicht so viel Mühe mit dem Sound gegeben. Warum auch? Is' doch nur Punk.

Die Setlist ist logischerweise fast identisch, lediglich Suzy Is A Headbanger fehlt auf dem "neuen" Album, welches somit einen Song kürzer ist. Ansonsten weiß wohl jeder was ihn erwartet: "One, two, three, four", rauf auf die Überholspur und nicht mehr runter vom Gas.
Die alte Vogelscheuche Joey Ramone führt die Band durch einen Set ihrer eigenen Klassiker (schon damals) wie Blitzkrieg Bop, Sheena Is A Punkrocker und Rockaway Beach sowie von genialen Coverversionen wie Surfin' Bop, California Sun, Let's Dance, etc.

Als Joey im April 2001 im Alter von 49 Jahren an Krebs starb, verlor die Rockwelt wirklich eine ihrer herausragendsten Persönlichkeiten. Welch einzigartige Band die RAMONES waren, wird hier wieder mal deutlich. Das klingt alles so einfach und doch hat es sonst keiner geschafft mit ein paar Akkorden so abwechslungsreich zu klingen und trotzdem immer Power zu machen. Wahnsinn - hier schepperts und knallt und man fühlt sich schon fast mitten in der Menge und Pogo tanzen.
Die deutschen STRASSENJUNGS waren ja auch sehr von den RAMONES beeinflusst. So wurde aus Here Today, Gone Tomorrow bei denen Einer ist immer der Arsch, von Wir hams satt zu Commando ist der Weg nicht weit und woher Komm tanz' kommt brauch ich nicht weiter zu erläutern. Unzählige weitere Bands könnte man noch anführen die ebenfalls von den New Yorkern inspiriert wurden und als Jason Ringenberg letztes Jahr nur mit Akustikgitarre I Wanna Be Sedated im Frankfurter Sinkkasten spielte, sprach der Beifall Bände.

Noch mal kurz zum Klang: Auch das 1991er Live-Album "Loco Live" hält von der Power nicht mit dieser CD hier mit, auch wenn die Songs dort alle noch um einige Beats schneller gespielt werden.
Selbst wer also die bisherigen Live-Alben im Schrank hat, kommt an dieser CD nicht vorbei.
Hey, Ho - Let's Go!!!

Epi Schmidt, 14.06.2004

 

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