Queen

Days Of Our Lives

( English translation by Google Translation by Google )

DVD-Review

Reviewdatum: 06.12.2011
Jahr: 2011
Stil: Glam Rock, Pop

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Queen
Days Of Our Lives, Universal Music, 2011
Freddie Mercury
Brian May
John Deacon
Roger Taylor
Produziert von: Simon Lupton & Rhys Thomas Länge: 164 Min 00 Sek Medium: CD
Documentary
Interviews, Unseen Archive Footage
Additional Videos:
Seven Seas Of Rhye
Killer Queen
Somebody To Love
We Are The Champions
Crazy Little Thing Called Love
Radio Ga Ga
Additional Suquences:
From Magic To Miracle
Going Slightly Mad
Made In Heaven

Bei kaum einer zweiten Band, der Rock- und Popgeschichte, war der visuelle Aspekt von solcher Bedeutung wie bei QUEEN und so ist es nur folgerichtig, dass mit "Days Of Our Lives" eine DVD/BlueRay uns die finsteren Winternächte aufhellt.
Weit über zwei Stunden kann man der zeitweise "biggest Rockband in the world" vom Start bis zum Ende folgen. Sogar ein paar verpixelte Live-Szenen der Vorgängerband SMILE finden sich hier, aber so richtig geht’s natürlich erst ab Anfang der 70er los. Aus heutiger Sicht sagt man sicher "das musste ein Erfolg" werden, aber lange Zeit hatte gerade die - durchaus berüchtigte - britische Presse kaum ein gutes Wort für die Band übrig. Nur einer wusste von Beginn an, wo er hin wollte: Freddie Mercury. Popstar? Nein! "Ich werde eine Legende sein", verkündete er schon ganz zu Beginn seiner Karriere. Und so geschah es.
In erster Linie sind es Brian May und Roger Taylor - etwas zurückhaltender John Deacon - die durch diese Aufzeichnungen führen. Mann, die sind ganz schön alt geworden, denkt man unwillkürlich, wenn sie erstmals in heutigem Outfit ins Bild kommen. Liegt natürlich auch daran, dass bei den alten Filmen und Bildern die Band immer besonders gestylt und auch geschminkt war. Da wurde nichts dem Zufall überlassen.

Dass Sänger Freddie Mercury häufig im Zentrum steht, bringt seine Rolle und sein Charakter einfach mit sich. Und es ist wirklich und erneut und auch heute noch beeindruckend, wie charismatisch er von Beginn an war. Wenn er von der Bühne ins Publikum blickt und seinen Arm langsam hebt, erinnert mich diese Faszination schon an Michael Jackson. In seinem Bereich stand Mercury dem wohl kaum nach.
Und er war sich für nichts zu schade! Er spielte den Clown genauso wie den Rocker. Kein Outfit war ihm zu extrovertiert. Sehr schön in all diesen Videos und Aufzeichnungen zu verfolgen. Dazu gehören auch selten bis nie gesehene Videos, wie etwa aus der nicht gesendeten "Top of the Pops" BBC-Sendung von 1974. Auch die Schnipsel aus dem 76er Hyde Park Konzert oder der "unseen recording session" zu We Are The Champions 1977. Historische Aufnahmen und absolut faszinierend.
Das kann man jederzeit über die Stimmen der Band sagen. Brian May ist auch heute noch sehr angetan, dass sich mit Mercury, Taylor und ihm drei perfekt harmonierende Stimmen gefunden hatten. Und was man damit anstellen konnte und wie, kann man zum Beispiel bei den Aufnahmen von Somebody To Love sehen und hören.
Die Bilderflut ist schier auf einen Rutsch nicht zu bewältigen. Ständig gibt es Rares zu sehen: im Studio, Backstage, bei Videos, Interviews, im Privatbereich und, und, und ....
Klasse natürlich die Promo-Aufnahmen zu Bicycle Race mit den Mädels auf den Fahrrädern, ebenso wie die Videos. Allen voran wohl I Want to Break Free. Das hat Amerika allerdings nie richtig begriffen. Zunächst eine Band aus vier Männern, die sich QUEEN nennt, dann eine Rockband, die ein Album "Jazz" nennt, und später dann noch dieses Drag-Video. Spätestens ab da ging es in den Staaten mit der Band etwas zurück.

Andernorts blieb der Erfolg und weitere Faszination ist, für mich, dass immer dann, wenn man denkt "jetzt haben sie den Gipfel erreicht" und es kann nicht mehr höher gehen, sie immer wieder noch eins oben draufgelegt haben. Klar, gab es auch die Rückschläge, wie die Zeit von "Hot Space", aber nach Bohemian Rhapsody kam Somebody To Love, danach kam We Will Rock You/We Are The Champions usw. Immer wurde noch eine Steigerung gefunden. Natürlich erst recht, als immer mehr die Musikvideos in Mode kamen. In den 80ern kamen die Erfolge mit Radio Ga Ga und Under Pressure und One Vision und die Auftritte in Südamerika und beim Live Aid Festival. Überall wurden sie gefeiert und hinterließen überwältigte Massen. Lediglich über den Auftritt in Sun City in Südafrika scheinen sie heute geteilter Ansicht zu sein. Wo Brian May diesen verteidigt und auch heute noch dazu steht, sieht es Roger Taylor doch eher als Fehler an, da gespielt zu haben.
Unweigerlich steuert man irgendwann auf den grandiosen Endspurt hin, der natürlich auch sehr beklemmend wird. Wie Freddie praktisch bis zuletzt noch alle Kraft aufbrachte und die Videos zum Album "Innuendo" drehte, kann man fast nur mit Kopfschütteln kommentieren. Aber so war und so war die Band, die sich nie mit dem Zweitbesten zufrieden gab.
Diese Sorge muss man mit dieser DVD nicht haben: Interessant und informativ und unterhaltsam von der ersten bis zur letzten Sekunde.

Epi Schmidt, 04.12.2011

 

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