Pink

Funhouse

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 07.11.2008
Jahr: 2008

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Funhouse, Sony BMG, 2008
PinkVocals
Jimmy HarryGuitars, Keyboards
Tony KanalBass
Joey WaronkerDrums
Stevie BlackeStrings
ShellbackGuitars, Drums, Bass, Guitar, Omnichord
Max MartinGuitars, Bass, Keyboards
Eg WhiteDrums Percussion, Hammond, Guitars, Moog Bass, Fake Strings
Kinnda HamidBackground Vocals
Billy MannGuitars, Keyboards, Background Vocals
Robin Mortenson LynchGuitars
Niklas OlovsonBass
Butch WalkerKeyboards, Guitars, Programming, Bass
Roger ManningKeyboards, Piano
Chris Galland, Pete Wallace, Peter ParenteGuitars
Josh Kane, John Yarling, Darren DoddDrums
Produziert von: Pink (Executive) Länge: 48 Min 41 Sek Medium: CD
01. So What08. Crystal Ball
02. Sober09. Mean
03. I Don't Believe You10. It's All Your Fault
04. One Foot Wrong11. Ave Mary A
05. Please Don't Leave Me12. Glitter In The Air
06. Bad InfluenceBonus Track:
07. Funhouse13. This Is How It Goes (feat. Travis McCoy)

So, jetzt noch schnell das Review vom letzten Pink-Album rüberkopiert und fertig. Und so verkehrt läge ich damit nicht einmal, aber das Mädel hat natürlich ein genaueres Ohr verdient. Erstaunlich genug, dass sie bereits mit einem neuen Album aufwartet, wo doch Dear Mr. President noch so wohltönend in unserer Erinnerung verweilt und sie hat damit ja auch vielleicht ein ganz kleines bisschen an der Demontage von George W. Teil gehabt und demzufolge auch daran, dass die meisten Amerikaner nun auf eine andere Politik setzen.
Wie auch immer: Kurz vor der 30 hat Pink nichts von ihrer Frische und Power verloren. Trotzdem, sag ich schon jetzt, ziehe ich "I'm Not Dead" vor. Stilistisch ähnlich wie die Vorläufer, aber es hapert etwas an Ideen. "Funhouse" ja, aber ich hab schon mehr gelacht.
Die Hit-Single So What wartet ja gleich mit einer vermeintlich albernen Melodie (kann leicht auf die Nerven gehen!) auf. Wie schon mit "Stupid Girls bekommt auch hier erst einmal die Konkurrenz einen deftigen Seitenhieb mit, der auch im Refrain richtig Gas gibt und einem bereits zu diesem Zeitpunkt die Power von zigtausend stampfenden und springenden Füßen auf Hallenböden spüren lässt. Knallt gut, wir aber nicht mein Lieblingssong.
Sober hätte da größere Chancen. Zum einen wegen der unvergleichlich schnurrenden Stimme von Pink, zum anderen, wegen der geschmackvollen Gitarren - in Nachbarschaft zu den PEPPERS. Die geschickt eingefügten, leicht orientalischen, Melodiefetzen sorgen für das Verführerische in diesem Song, der, wie nahezu alles hier, natürlich umgehend auf die Tanzfläche einlädt.
Ebenso natürlich, die große Schmachtballade, die hier I Don't Believe You heißt. Mit dieser Stimme wickelt sie den Hörer problemlos um den Finger, wenngleich der Song an sich, in ähnlicher Form, von nahezu allen großen Pop-Interpreten schon präsentiert wurde.

An allen gängigen und bewährten Elementen wird nicht gespart. Ob Pro Tools, Computerprogramming, Streicheruntermalung (auch mal als "fake strings") oder Bläser-Zusätzen. Davon ist auch One Foot Wrong durchsetzt, das mich, mit seinem Jazz-Groove, wiederum nur durch die fauchende Stimme der Sängerin anspricht. Ansonsten ist mir das zu ziellos.
Und auch Please Don't Leave Me plätschert mir etwas zu sehr. Sicher, nicht schlecht gemacht, aber ... nee, so hältst du mich nicht zurück.
Mit Bad Influence kehrt nicht unbedingt der Rock'n'Roll in dieses Album zurück, aber etwas mehr Spaß anhand von fröhlich-modernem Pop-Groove. Dieser Spaß verstärkt sich mit den Dub und Reggae-Anleihen in Funhouse. Ist für mich mit die potenziellste Single dieses Albums. Die massivere (Rock-) Gitarrenabteilung vom Vorgängeralbum lag mir halt mehr.
Klar, dass auch hier die Akustischen eine Nummer dominieren: Crystal Ball. Feine Folk-Geschichte und mit Billy Mann auch ein ganz passabler Duettpartner. Der kann die INDIGO GIRLS verständlicherweise nicht ersetzen und im Endeffekt, fehlt auch der Wiedererkennungs-Refrain.

Etwas Entschädigung betreibt Pink - für mich - mit Mean. Zum einen erhöht sich der Gitarren-Anteil hier deutlich und dann, trotz Power-Balladen-Stil, glänzt sie hier mit dem engagiertesten und ausgereiftesten Gesang. Dazu noch ein richtig guter Text - also da passt so ziemlich alles. Womöglich fehlt nur das Solo eines Ultra-Star-Gitarristen zum Hit.
Mehr Power gibt's wieder in It's All Your Fault, das mir aber wieder zu sehr zwischen den Stühlen hängt. Cool abgrooven und Zwischen-Rock-Sprint, ist auf die Dauer weder Fisch noch Fleisch. Und die Plastik-Drums sind auch nicht gerade mitreißend.
Peppiger empfinde ich da schon die gerappten Vocals und das dynamische Ave Mary A. Schlussendlich jedoch ein weiterer Song, der nur zusammen mit einem entsprechenden Videoclip funktioniert.
Die Schwächen des Albums zeigen sich auch in der Piano-Ballade Glitter In The Air: Hört man sich ganz gern an, bleibt aber nicht sonderlich lange frisch. Und ähnlich geht's dem "Bonus Track". Dessen Titel, This Is How It Goes Down halte ich allerdings nicht für programmatisch, denn zuviel Substanz steckt in Pink und schimmert auch oft genug durch. Live wird die problemlos abräumen. Wenn sie dazu noch mehr Lieder von "Stupid Girl" bringt, freu ich mich auch schon aufs nächste (Live-?)Album.

Epi Schmidt, 07.11.2008

 

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