Matthew Good

Arrows Of Desire

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 03.10.2013
Jahr: 2013
Stil: Alternative Rock

Links:

Matthew Good Homepage



Redakteur(e):

Marc Langels


Matthew Good
Arrows Of Desire, Frostbyte Media, 2013
Matthew GoodGesang & Gitarre
Milos AngelovBass
Jimmy ReidGitarre
Anthony WrightPiano & Keyboards
Pat StewardSchlagzeug
Produziert von: Matthew Good Länge: 78 Min 21 Sek Medium: CD
CD 1:
01. Arrows Of Desire06. Garden Of Knives
02. Via Dolorosa07. Mutineering
03. Had It Coming08. Hey Hell Heaven
04. We're Long Gone09. Guns Of Carolina
05. So Close10. Letters In Wartime
CD 2:
01. Truffle Pigs06. Advertising On Police Cars
02. Tripoli07. Hello Time Bomb
03. Generation X-WIng08. Strange Days (Live)
04. Apparitions09. True Love Will Find You In The End (Live)
05. North American For Life

Na das ging jetzt aber mal schnell. Nur wenige Wochen sind vergangen, seitdem Matthew Good unter dem Titel "Old Fighters" eine äußerst gelungene Retrospektive seines bisherigen Schaffens vorgelegt hatte. Dabei fand sowohl seine Zeit mit der nach ihm benannten Band Rücksicht wie auch sein Schaffen als zumindest in seiner Heimat viel beachteter Solo-Künstler. Ja und nun steht schon sein neuestes Solo-Album "Arrows Of Desire".

Dafür war er sehr fleißig, denn bei "Arrows Of Desire" verteilen sich insgesamt 19 Songs auf zwei kleinen Silberscheiben. Musikalisch bleibt sich der Kanadier weiter treu. Nachdenkliche Rock-Musik mit leicht alternativer Schlagseite zum einen und ruhige, nachdenkliche Stücke auf der anderen Seite grenzen seinen Bereich ein. Durch seinen Gesang bleiben – kombiniert mit der musikalischen Ausrichtung - die Parallelen zu gemäßigteren LIVE oder rockigeren R.E.M. natürlich ebenso bestehen wie die simple Feststellung: dieser Mann schreibt einfach gute Lieder.

Das unterstreicht erneut "Arrows Of Desire". Dabei zeigt Good auf der ersten CD seine rockige Seite und klingt zumindest stellenweise (zum Beispiel bei We're Long Gone) musikalisch ein wenig nach der kanadischen Antwort auf Bruce Springsteen. Aber auch Stücke wie das eröffnende Titelstück und das folgende Via Dolorosa machen klar, was für ein weitgehend unentdeckter Diamant dieser Matthew Good doch ist. Auf ein Had It Coming wären sicherlich auch die TALKING HEADS zu Recht stolz. Mit Guns Of Carolina hat die erste CD zudem eine phantastische Ballade zu bieten.

Auf dem zweiten Silberteller präsentiert Good sich dann ganz von seiner anderen, nämlich ruhigen Seite und lädt den Hörer dabei noch mehr als auf der ersten CD dazu ein, Feinheiten und Inhalte der Stücke zu entdecken. Um mal in seiner Bildsprache zu bleiben, könnte man Matthew Good als eines der Truffle Pigs bezeichnen, das sich mit zielsicherem Gespür und gutem Näschen zu den wundervollen Melodien vorarbeitet. Hier wären neben der bereits erwähnten Ode an die Schweine noch das wunderbar heruntergebrochene Generation X-Wing, bei dem Good nur von einer Akustik-Gitarre begleitet wird. Gleiches gilt aber natürlich auch für das darauf folgende Apparitions. In gewisser Weise erinnert das Album von der Aufteilung und stellenweise von der Atmosphäre stark an "In Your Honour" von den FOO FIGHTERS. Abgerundet wird die zweite CD durch die zwei Live-Songs Strange Days und True Love Will Find You In The End. Dabei sollte der Applaus auch mal ein dezenter Hinweis darauf sein, wie populär Good in seiner Heimat ist – und das aus meiner Sicht völlig zu Recht.

Das einzige Manko der beiden Scheiben ist denn auch höchstens der Umstand, dass "Arrows Of Desire" keine offensichtliche potenzielle Hit-Single zu bieten hat und von daher wohl wieder nahezu komplett an der deutschen Öffentlichkeit vorbeigehen wird. Das ist insbesondere deswegen schade, weil hier definitiv auch nicht schlechter, sondern im Gegenteil sogar meist besser und abwechslungsreicher musiziert wird als bei einigen der genannten Bands. Insofern bleibt die sträfliche Nichtbeachtung im weiten Rest der Welt wohl das Los des Matthew Good. Also bleibt er wahrscheinlich weiter ein internationaler Geheimtipp.

Marc Langels, 30.09.2013

 

(C) 2008 - 2022 by Hooked on Music