Lil Ed And The Blues Imperials

The Big Sound Of

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 15.10.2016
Jahr: 2016
Stil: Blues, Blues Rock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Lil' Ed And The Blues Imperials
The Big Sound Of, Alligator Records, 2016
Li' Ed WilliamsLead Guitar and Vocals
Michael GarrettRhythm and Lead Guitar
James P"Pookie" YoungBass
Kelly LittletonDrums
with
Sumito "Ariyo" AriyoshiKeyboards
Produziert von: Ed Williams & Bruce Iglauer Länge: 52 Min 46 Sek Medium: CD
01. Giving Up On Your Love08. Is It You?
02. Raining In Paris09. I'm Done
03. Poor Man's Song10. Deep In My Soul
04. Shy Voice11. I Want It All
05. Black Diamond Love12. I Like My Hot Sauce Cold
06. Whiskey Flavored Tears13. Troubled World
07. I'll Cry Tomorrow14. Green Light Groove

So schnell vergeht die Zeit! Sind doch schon wieder 10 Jahre her, seit meiner Besprechung von Lil‘ Ed’s ”Rattleshake”-Album. Nun, gute Alben sind zeitlos und die Scheibe macht auch heute noch richtig Spaß.
In der Zwischenzeit gab es natürlich ein paar weitere Alben, die sich natürlich auch nie allzu weit von Ed’s bevorzugtem Boogie-Chicago-Slide-Blues entfernt haben. Und seinen “Big Sound“ hat er auch auf seinem neuen Album nicht verloren, zumal er mit seiner eingespielten Truppe, den BLUES IMPERIALS, im Studio war.
Dabei hat er ganz wundervollen Blues-Gitarren-Sound, wie schon die ersten Töne von Giving Up On Your Love verdeutlichen. Was mir bei dieser Band besonders gefällt: sie groovt und swingt und hat trotzdem einen rauen Unterton, der sich an den Vätern des elektrischen Blues orientiert.

Man sagt ja immer, die Amerikaner – oder zumindest ein Großteil von ihnen – wissen gar nicht wo Europa liegt. Nun, das es, wenn Raining In Paris angesagt es überall regnet, das scheinen sie zu wissen. Die Feuchtigkeit macht aber nirgends jemand etwas aus, wenn die Regentropfen mit so einem herrlichen Boogie-Rhythmus ans Fenster klopfen. Unterstützt von der wundervollen Slide-Gitarre.
Und den Gesang darf man auch nicht vergessen! Auch wenn er sich nach wie vor als “Little Ed“ verkauft, so ist Ed Williams auch nicht mehr der Jüngste. Was seiner Blues-Stimme nur zugute kommt. Da ist auch ein Schuss mit Soul drin, aber das hat er ja mit fast allen großen Blues-Sängern gemein.
Der Jumpy-Blues von Shy Voice erinnert an den großen Hound Dog Taylor, während der 12-Takter Whiskey Flavored Tears stark an Dust My Broom angelehnt ist. Macht aber ebenso viel Spaß! Klar, die Tränen tropfen nicht nur heute in den Whiskey, sondern sind auch morgen noch nicht getrocknet. Den zugehörigen Schmerz-Slow-Blues gibt’s dazu mit I’ll Cry Tomorrow.

Richtig Spaß machen natürlich solche Up-Tempo Stücke, wie I’m Done, bei dem ich direkt an Luther Allison denken muss.
Immer wieder ergötze ich mich an dem sehr direkten, effektfreien, rohem Gitarrensound. Das klingt mal nach Muddy Waters, mal nach frühem George Thorogood und auch der Rhythmus kommt immer fett und druckvoll, wie man besonders gut in I Like My Hot Sauce Cold hören kann.
Klar, Blues-Scheiben erscheinen auch heutzutage noch jede Menge, aber so Old-School und trotzdem “fresh“ kriegt man es nur von den Besten geboten. Und Lil‘ Ed gehört mit seiner Truppe dazu. Und wird viel zu oft übersehen und selten gewürdigt. Ich meine, man muss sich doch nur mal in eine Nummer, wie Troubled World vertiefen, um die Klasse dieser Band zu erkennen! Was soll’s? Hört’s euch einfach an und lasst euch von Ed’s “Big Sound“ begeistern.

Epi Schmidt, 13.10.2016

 

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