Leif De Leeuw Band

Where We‘re Heading

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 04.06.2020
Jahr: 2020
Stil: Southern Jam Rock
Spiellänge: 82:36
Produzent: Jasper Ras

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Plattenfirma: CRS Continental Europe


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

The Allman Brothers Band

Titel
01. Baby James
02. James
03. Playing In A Band
04. Do Me Wrong
05. Running
 
06. Funky Gumbo
07. Where I‘m Heading
08. All You Do
09. Drive On
10. The Gypsy Flies
Musiker Instrument
Leif de Leeuw Guitar & Backing Vocals
Sem Jansen Vocals & Guitar
Tim Koning Drums & Percussion
Joram Bemelmans Drums & Percussion
Boris Oud Bass Guitar & Backing Vocals
Additional Musicians:
Sven Figee Hammond & Wurlitzer
Berthil Busstra Rhodes
Jasper Ras Percussion
Djoke Boomsma, Maaike Adegeest Backing Vocals
Alex Labrie Guitar on Drive On

Die Band um den holländischen Ausnahme-Gitarristen Leif de Leeuw hat uns erst Ende letzten Jahres mit ihrem ALLMAN BROTHERS BAND-Tribute erfreut und legt nun mit ihrem nächsten Studioalbum nach. Schließlich handelt es sich hier nicht um eine Cover-Band, sondern eine eigenständige Truppe, die seit 2014 regelmäßig Alben rausbringt.

Auf “Where We‘re Heading“ wurden alle Songs selbst verfasst und wohin es geht, deutet das Cover ebenso, wie der erste, knapp einminütige, Titel namens Baby James. Leicht psychedelisch angehaucht, lockt uns de Leeuws Slide-Gitarre auf südliche, leicht mystische Straße. Irgendwie kommt es mir vor, als würde Ry Cooder einen Wim Wenders-Streifen einleiten. Diese “Einleitung“ mündet in das angefunkte James, welches an Bands wie die eben genannte ABB (hauptsächlich durch die Lead-Gitarre) oder die BLACK CROWES, bzw. deren Nachfolgebands, (wegen des Gesangs und des Grooves) verweist. Fette Hammond-Einschübe wissen hier ebenso zu gefallen, wie  inspirierte Gitarrensoli. Steigert sich in eine feine Jam-Rock-Stimmung mit Live-Charakter.

Also, da weiß man schon ziemlich, wohin der Hase läuft. Direkt hinüber geleitet in die flotte Country-Rock-Nummer Playing In A Band und ab geht‘s über den Highway. Das rockt im Mittelteil sehr ansprechend hat auch ordentlich Drive. Wird wahrscheinlich live auch noch etwas schmissiger und die Double-Leads werden da sicher auch noch länger und ausufernder.

Wie schon beim ABB-Tribute fällt mir der – für meinen Geschmack – etwas zu schwache Gesang auf. Das passt schon gut zu den countrymäßigen Stücken. Eine “Blues-Röhre“ a la Gregg Allman könnte Songs wie Do Me Wrong aber sicher noch etwas mehr “Tiefe“ verleihen. Anyway, der schwere Groove der Blues-Ballade und wieder de Leeuws Solo-Ausflüge machen auch diesen Song zu einer wahren Freude für Jam-Rock-Fans.

Running ist dann eher was zum chillen und den Abend, oder was auch immer, ausklingen lassen. Gekrönt durch die gefühlvolle Slide-Gitarre.

Bei Funky Gumbo kann man sich schon vorstellen, was einen erwartet. Nachdem es obendrein ein Instrumental ist, kann man sich hier voll auf die Instrumente konzentrieren (ich muss ab und zu an JUPITER COYOTE denken). So kommen die beiden Schlagzeuger auch mal etwas mehr zur Geltung und auch Bassist Boris Oud darf kurz in den Vordergrund treten. Vielleicht schenkt man deren Leistung in den anderen Songs anschließend etwas mehr Beachtung. Hier hättes ruhig etwas mehr, als die 2:43 Minuten sein dürfen.

Das gleicht sich in siebeneinhalb Minuten Where I‘m Heading dann ziemlich aus und hier nähert man sich wieder stark den ABB-Übervätern oder auch Mr. Haynes‘ GOV‘T MULE. Da hebt man doch gerne mit ab. Beim folgenden All You Do wird‘s gar nicht mal so viel anders.  Wer sich an den seligen Neal Casal erinnern kann, der hat, wenn er so jammäßig unterwegs war, ähnlich geklungen. Coole Nummer und ein richtiger Ohrwurm.

Okay: Drive On gibt sich gar nicht die Mühe igendwas zu verschleiern. Das ist fast pure ABB im Stile von Jessica und Ramblin Man. Also dann, wenn‘s etwas country-lastiger wird. Schöne Twin-Lead-Gitarren und Feel-Good-Flair. Könnte man, gerade beim aktuellen Sommerwetter, stundenlang hören.

Und auch im letzten, leicht sphärischen, Titel – erneut  ein Instrumental, namens The Gypsy Flies – lehnt man sich stark an die Herren Allman an und orientiert sich an deren langen Instrumentalstücken ebenso, wie an jazzigen Jam-Stücken. Wie üblich steigern sich solche “Jams“ um dann wieder auszugleiten. Wird deswegen nicht gleich zu einem In Memory of…, aber unterhält doch sehr angenehm.

Also, wer mit genannten Bands, oder auch LITTLE FEAT und Konsorten, etwas am Hut hat, sollte hier unbedingt mal rein hören. Egal wohin man dann unterwegs ist, es wird auf jeden Fall eine angenehme Reise.

 

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