Helloween

Gambling With The Devil

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 20.10.2007
Jahr: 2007

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Redakteur(e):

Jörg Litges (* 1965, ✝ 2015)


Gambling With The Devil, SPV/Steamhammer, 2007
Andi Deris Vocals
Michael Weikath Guitar
Sascha Gerstner Guitar
Markus Grosskopf Bass
Dani Löble Drums
Produziert von: Helloween Länge: 57 Min 40 Sek Medium: CD
1. Crack The Riddle7. The Bells Of The 7 Hells
2. Kill It8. Fallen To Pieces
3. The Saints 9. I.M.E.
4. As Long As I Fall 10. Can Do It
5. Paint Of A New World 11. Dreambound
6. Final Fortune 12. Heaven Tells No Lies

Meine Güte, "Gambling With The Devil" ist sicherlich einer der Anwärter auf den Hauptpreis für das schäbigste Albumcover 2007. Mit welcher innovativen Technik wurde denn das Bild gerendert? Eine 486 mit 3DFX Karte aus den frühen Neunzigern? Leute, vor 15 Jahren hätte das tief beeindruckt, heute wirkt es irgendwie lächerlich. Wer sich allerdings seine CDs nach dem Cover kauft, würde in dem vorliegenden Fall eine gute bis sehr gute Platte verpassen. Also Augen zu und durch!

Für die Intro-Texte konnte man Biff Byford gewinnen. Warum der Gute aber mit einem Voicecoder derart verfremdet wurde? Ich hätte ihn nicht erkannt. Und ich glaub auch nicht, dass der Teufel so spricht. Aber gleich der erste Song versöhnt, Kill it! knallt ganz HELLOWEEN-untypisch aus den Boxen, Andi Deris gibt den Halford und der Rezensent ist erstmal hin und weg.

Bitte weiter so, denke ich noch und werde nicht enttäuscht, der Halford ist aber wieder im Schrank. The Saints kommt mit HELLOWEEN-typischen Trademarks, und wie As Long As I Fall mit schönem Ohrwurm-Refrain daher. "As Long As I Fall I Don't Hit The Ground", Danke Jungs. Wäre mir diese Weisheit schon am 24.4.2006 bekannt gewesen, ich würde jetzt noch in der Zeche schweben. Paint A New World (Doublebass-Nackenbrecher), Final Fortune (Synthie-überladener Song mit netten Riffs; jede Wette die nächste Single) läuten dann (im wahrsten Sinne des Wortes) eine Songtrilogie ein, die thematisch dem Albumtitel folgt.

The Bells Of The Seven Hells, Fallen To Pieces (Powerballade) und I.M.E. (Deris gibt während des Chorus den Klaus Meine) fallen zwar nicht so heftig aus wie der Opener, weisen aber auch nicht so viele Hinweise auf HELLOWEEN- typische Riffs auf. Sehr schön!

Wenn jetzt das Album beendet wäre: Genial.
Leider bringt man aber noch 3 weitere Songs (16 wurden aufgenommen, 12 sind auf dem Album, 14 auf der Limited Edition), die den bisher gehörten nicht das Wasser reichen können. Can Do it (belangloser Schunkel-Metal im schlimmsten HELLOWEEN-Stil, Dreambound (klasse Rocker, erinnert an die Kiske-Ära) und Heaven Tells No Lies (schon tausendmal gehört!) hätte es nicht gebraucht, oder sagen wir so: Dreambound gegen Final Fortune tauschen, und die CD bei I.M.E. beenden. Dann wäre es das perfekte HELLOWEEN-Album geworden. 9 hochkarätige Songs, zwar im HELLOWEEN-Stil, aber mit Mut zum Experiment. Aber wozu gibt es die Programmfunktion am CD-Player?

Sehr, sehr gutes Album der Hamburger Fischköppe.
So, und jetzt will ich hören wie Andi den Halford live macht!!!

Jörg Litges, 20.10.2007

 

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