Goodbye June

See Where The Night Goes

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 10.02.2022
Jahr: 2022
Stil: Hard Rock
Spiellänge: 40:29
Produzent: Paul Moak

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Plattenfirma: Earache Records

Promotion: Oktober Promotion


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

AC/DC

Rival Sons

The Temperance Movement

ZZ Top

Titel
01. Step Aside
02. See Where The Night Goes
03. Breathe And Attack
04. Take A Ride
05. What I Need
06. Stand And Deliver
 
07. Baby, I’m Back
08. Everlasting Love
09. Nothing
10. Three Chords
11. Black
Musiker Instrument
Landon Milbourn Gesang, Gitarre & Bass
Brandon Qualkenbush Gitarre, Piano, Bass & Gesang
Tyler Baker Gitarre, Talk Box & Gesang
Gastmusiker:
Paul Moak Gitarre, B3, Clavinet, Moog, Mellotron, Bass, Percussion & Gesang
Kevin Smith Schlagzeug, Percussion & Gesang
Hannah Hampton Gesang
Rodney Milbourn B3

Etwas mehr als zwei Jahre liegt es nun zurück, dass wir uns an den Sounds der drei Cousins Landon Milbourn (Gesang, Gitarre und Bass), Brandon Qualkenbush (Gitarre, Piano, Bass und Backing Vocals) und Tyler Baker (Gitarre und Backing Vocals) auf dem Album “Community Inn“ erfreuen durften. Zusammen mit zahlreichen Gastmusikern vereinen GOODBYE JUNE Rock-Licks mit Südstaaten-Blues und Gospel-Swing und lassen aus dieser zeitlosen Melange eingängige und hymnische Rocksongs entstehen. Und auf dem neuesten Werk, “See Where The Night Goes“, geht es sogar noch ein wenig rockiger und direkter zu Werke als beim Vorgänger.

Dabei sind die ersten Töne des Openers Step Aside noch recht verhalten, ehe es nach rund einer Minute dann ordentlich Fahrt aufnimmt. Musikalisch fühlt man sich stellenweise etwas an 70er Jahre ZZ TOP erinnert, aber im Refrain ist das klassische Hard Rock, wenn auch immer mal wieder mit eicht psychedelischen Momenten. Und Frontmann Landon Milbourn kann hier mal richtig die sprichwörtliche „Rampensau“ rauslassen und sich die Seele aus dem Leib schreieb. Der folgende Titeltrack ist dann weniger vielschichtig, überzeugt dafür mit straightem Rock-Feeling, auf das ein wenig AC/DC (man achte im Hintergrund auf die Lead-Gtarren-Passage in der Strophe, die sehr nach Angus Young klingt) abgefärbt zu haben scheinen.

Photo-Credit: Brayln, Kelly & Rachel Deeb

Eine echte kleine Rock-Hymne hat die Band aus der Musikhauptstadt der USA, Nashville, dann mit Breathe And Attack im Angebot. Diese Nummer wird bei den Konzerten der Band in Zukunft sicherlich zu den Highlights gehören, so mitreißend wie der Song im Refrain abgeht. Und da das Album nun ja wirklich so richtig in Fahrt gekommen ist, satteln GOODBYE JUNE mit Take A Ride noch einen infektiösen Kracher oben drauf, bevor sie dem Hörer in Form von What I Need eine dreiminütige „Verschnaufpause“ gönnen und so ganz nebenbei unter Beweis stellen, dass sie auch Balladen „können“.

Aber die Stärke der Band bleiben weiter geschmeidige Rocker mit wunderbarem Ohrwurm-Potenzial wie Stand And Deliver, mit dem “See Where The Night Goes“ fortgesetzt wird. Etwas mehr Schmutz unter den Fingernägeln besitzt dann das dem Alkoholkonsum und seinen Auswirkungen gewidmete und nicht minder eingängige Baby, I’m Back und in der Folge auch noch Nothing. Spätestens dann fällt auch auf, dass die meisten Stücke auf dem neuen Album einen guten Teil ihres Reizes daraus gewinnen, dass die Band immer wieder geschickt, mit den Dynamiken spielt, stellenweise geschickt das Tempo verzögert, um dann im nächsten Part wieder richtig Gas zu geben.

Das eher durchgängig straighte Everlasting Love ist da die Ausnahme von der Regel, bietet sich aber auf Grund seiner wunderbaren Atmosphäre aber ganz prima als Single an. Mit dem bereits erwähnten Nothing wird dann so langsam das Finale eingeläutet, das von der Ode an den Hard Rock (und künftige Party-Hymne) Three Chords und dem Groove-betonten Stampfer Black gebildet wird. Damit enden 40 Minuten feinster zeitgenössischer Hard Rock, der sich vor den aktuellen Werken etwa von den RIVAL SONS oder THE TEMPERANCE MOVEMENT nicht zu verstecken braucht.

GOODBYE JUNE wollen uns – nach eigenen Angaben – den „Audio-Hintergrund für ausgelassene Feiern“ anbieten. Und das ist ihnen nun wahrlich rundherum gelungen, denn “See Where The Night Goes“ ist ein wunderbar abwechslungsreiches Hard Rock-Album mit Melodien, die man so schnell nicht wieder aus dem Kopf bekommt. Auf der nächsten Party kann man diese ohne Probleme durchlaufen lassen, ohne dass sich die Gäste darüber beschweren werden, vorausgesetzt sie wissen gute Musik mit Südstaaten-Aroma, feurigen Gitarren und leidenschaftlichem Gesang zu schätzen. “See Where The Night Goes“ ist definitiv das Hard Rock-Album, das man in diesem Jahr nicht verpassen sollte.

 

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