Elvis Presley

Way Down In The Jungle Room

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 19.08.2016
Jahr: 2016
Stil: Rock′n′Roll, Country, R&B

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Elvis Presley
Way Down In The Jungle Room, RCA/Sony, 2016
Elvis PresleyVocals
James Burton, Charlie Hodge, John Wilkinson, Chip Young, Bill SanfordGuitar
Jerry Scheff, Norbert Putnam, Dennis LindeBass
Glen Hardin, David BriggsPiano
Ronnie TuttDrums
J.D. Sumner & The Stamps, Myrna Smith, Kathy Westmoreland, Sheryll Nielsen, Dolores Edgin, Wendellyn Suits, Hurshel Wiginton
Shane KeisterMoog Synthesizer
Bobby EmmonsElectric Piano
Produziert von: Ernst Mikael Jorgenson & Rob Santos (Compilation) Länge: 131 Min 23 Sek Medium: CD
Disc One - The Masters:
01. Way Down09. Hurt
02. She Thinks I Still Care10. Never Again
03. Bitter They Are, Harder They Fall11. Danny Boy
04. Pledging My Love12. Solitaire
05. For The Heart13. Moody Blue
06. Love Coming Down14. It's Easy For You
07. He'll Have To Go15. I'll Never Fall In Love Again
08. Blue Eyes Crying In The Rain16. The Last Farewell
Disc Two - The Outtakes:
01. Bitter They Are, Harder They Fall - Take 110. Never Again - Take 9
02. She Thinks I Still Care - Take 1011. Love Coming Down - Take 3
03. The Last Farewell - Take 212. Blue Eyes Crying In The Rain - Take 4
04. Solitaire - Take 713. She Thinks I Still Care - (alternate version) Take 2
05. I'll Never Fall In Love Again - Take 514. It's Easy For You - Take 1
06. Moody Blue - Take 115. Way Down - Take 2
07. For The Heart - Take Take 116. Pledging My Love - Take 3
08. Hurt - Take 317. For The Heart - Take 4
09. Danny Boy - Take 9

Ich hab Marc Cohns Walking In Memphis immer gemocht. Einer der besten Songs, die Anfang der 1990er Jahre herauskamen. Und besonders, in dem Hit, hat mir immer die Zeile “ there's a pretty little thing, waiting for the king, down in the Jungle Room” gefallen. Weil sie so toll gesungen wurde, und weil es um Elvis’ legendären “Jungle Room” geht, um den sich Geschichten ranken, die mit denen von Atlantis oder dem Bernstein-Zimmer konkurrieren.
Tatsächlich war jenes “Rückzugsgebiet“ eine Spielwiese für den King, die er gerne für Sessions, fern von jeglichem Druck oder Einmischung einer Plattenfirma oder anderer Interessen, nutzte. Da wurden Songs probiert, an ihnen gefeilt und auch aufgenommen, die auf seinen späten Alben “From Elvis Presley Boulevard, Memphis, Tennessee“ und “Moody Blue“ erschienen.
40 Jahre ist das nun her und somit ausreichend Grund auch in diesem Jahr eine Elvis-Scheibe zu veröffentlichen. Im nächsten Jahr, zu seinem 40. Todestag, wird das mit Sicherheit noch ausgiebiger “gefeiert“.

Diese Doppel-CD wartet auf dem ersten Silberling mit den fertigen Masters für besagte Alben auf. Wer diese also über Jahrzehnte hinweg abgespielt hat, bekommt hier perfekten Klang um sich erneut zu erfreuen. Es ist nämlich keineswegs so, dass der King of Rock’n’Roll in seinem vorletzten Lebensjahr vor sich hinvegetiert und außer einem zunehmenden Leibesumfang nichts mehr zustande brachte.
Da braucht man sich nur die treibende, an Glam Rock erinnernde, Eröffnungsnummer Way Down anzuhören, oder den munteren Rock’n’Roll von For The Heart. Da haben aber die meisten seiner Kollegen, die einst mit ihm aufbrachen, sich längst auf die Ruhebank gesetzt und sich mit dem reproduzieren ihrer einstigen Hits begnügt, wohingegen Elvis hier immer noch die Party steigen lässt. Wer solch tolle Musiker um sich versammeln kann, provitiert davon natürlich sehr, aber die Stimme ist immer noch klasse und unnachahmlich.
Was in solch 50’s-Reminiszenzen, wie Pledging My Love und Hurt naturgemäß am genialsten kommt. Wer mit diesem Sänger bisher nix anfangen konnte, wird auch hier nicht bekehrt, aber einfach auf gut gemachte Rock- und Popmusik, mit dem gewissen Old-School-Faktor, steht, der lauscht hier sicher gebannt zu.
Klar, die Breitwand-Schinken hat’s hier auch. Love Coming Down etwa, wo man einen Grand Canyon für die aufwallenden Gefühle braucht. Ja, und The Last Farewell natürlich auch.

Auf der zweiten CD gibt’s verschiedene Takes (Aufnahmen) jener Songs, die hauptsächlich dadurch Spaß machen, dass man manches Studio-Geplapper zu hören kriegt. Da hört man sehr deutlich, mit welcher Freude und Enthusiasmus die Beteiligten hier bei der Sache waren. Diese Aufnahmen sind allesamt hier und da bereits erschienen, aber wohl noch nie in dieser Zusammenstellung und evtl. auch nicht in dieser Soundqualität. Da wurde hier also schon gute Arbeit geleistet.
Zum Teil, wie bei She Thinks I Still Care, fallen die Songs gitarrenbetonter – unpolierter – aus und werden teilweise auch unterbrochen und neu begonnen. Da kriegt man schon ein bisschen ein “Mäuschen im Studio“-Feeling, wenn man hier lauscht.
Auf jeden Fall ist es so, dass man hier einen Entertainer hört, der stimmlich immer noch zu faszinieren weiß und noch richtig mit Elan diese Songs angegangen ist. Umso mehr schmerzt der Verlust, den die Welt ein Jahr später ertragen musste. Sicher wären da noch einige tolle Alben und Songs von Elvis Presley möglich gewesen.

Epi Schmidt, 17.08.2016

 

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