Dick Rivers

Holly Days In Austin

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 27.06.2004
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Dick Rivers
Holly Days In Austin, Last Call Records, 2004 (1991)
Dick Rivers Vocals
Charlie Sexton Acoustic & Electric Guitar, Bass, Piano
John Reed Acoustic & Electric Guitar
Chris Spedding Electric Guitar
Speedy Sparks Acoustic Guitar, Bass
Casper Rawls Electric Guitar
Joe Gracey Acoustic Guitar
Floyd Domino Piano, B3 Organ
Marcello Guana Accordion
John Mills Saxophon
Steve Doerr Harmonica
Mike Buck Drums
Wes Starr Drums
Dale "Cowboy Dick" Dennis Acoustic Bass
Produziert von: Joe Gracey Länge: 45 Min 38 Sek Medium: CD
1. Oh Boy7. True Love Ways
2. Well All Right8. Take Your Time
3. Heartbeat9. Wishing
4. It Doesn't Matter Anymore10. Maybe Baby
5. Everyday11. Reminiscing
6. Not Fade Away12. Crying, Waiting, Hoping

Was ist jetzt das wieder für einer: Dick Rivers?? Nur ein paar Längengrade westlich kann man für so eine Frage in Rotwein ertränkt werden (... auch nicht der schlechteste Tod).
In Frankreich ist der Typ eine lebende Legende. Geboren als Hervé Fornieri, 1945, wurde er in den späten Fünfzigern, wie das damals so war, vom Rock'n'Roll infiziert, benannte sich nach der von Elvis Presley gespielten Figur (Film "Loving You") und war in den 60ern zusammen mit Johnny Hallyday und Eddy Mitchell die Creme des französischen Rock'n'Rolls.
Die üblichen ups and downs einer so langen Karriere folgten und diese Scheibe hier stammt bereits aus dem Jahre 1991, als er mit einer ganzen Riege texanischer Musiker dieses "Buddy Holly Tribute"-Album aufnahm.

Klar kennt man das alles, tausendmal gehört, tausendmal hat's einen berührt, oder eben auch nicht. Mir macht's Spaß und das hat es den Interpreten offensichtlich auch getan.
Mit Oh Boy geht's gleich richtig treibend los, mit einem leichten Rockabilly-Touch und schon hier wird deutlich, dass sich Dick viel mehr am Gesang eines Elvis Presley denn an dem Original orientiert.
Mit Well All Right wird einem in Erinnerung gerufen, wer diese Nummer lange vor SANTANA und Konsorten zu einem Hit machte. Da gibt's auch mal ein paar verzerrte E-Gitarren-Licks im Hintergrund. Hach, ich bin halt doch ein Romantiker und so kann ich mich immer noch an Heartbeat erfreuen, welches hier, u.a. mit Accordion, ein leichtes Tex-Mex-Flair entwickelt.
Bei It Doesn't Matter Anymore klingt's verstärkt nach Carl Perkins und dazu "jammert" eine herrliche Pedal-Steel.

Durchwegs ist zu hören, dass hier wirklich erstklassige Instrumentalisten am Werke waren und wer Elvis' Gesang mochte, dessen Ohren werden hier aufs Beste verwöhnt.
Der Sound geht auch voll in Ordnung und so gefällt mir diese Scheibe weit besser als so viele anderen Tribute-Scheiben die in die selbe Richtung gehen und z.T. von namhafteren Musikern eingespielt wurden.

Not Fade Away kennen ja viele erst seit den ROLLING STONES und diese Version hier hat eigentlich auch mehr von deren "Stripped"-Aufnahme. Nur ist bei Dick Rivers ein noch stärkerer Bo Diddley-Beat zu verzeichnen, und: Diese Aufnahme wurde vier Jahre vor "Stripped" gemacht.
Vollends nach Presley klingt die Ballade True Love Ways, die mit Streichern und so etwas kitschig wirkt, aber: those where the days...
Danach kann man sich an weiteren Holly-Hits erfreuen und hat knapp über eine halbe Stunde richtig Spaß beim Mitsingen.

Übrigens: Ist schon mal jemand aufgefallen, dass der Anfang von Wishing und von Venus (SHOCKING PINKS) verdächtig ähnlich klingt? [Pinks? Die hießen doch Reds, Greens oder so ähnlich - Red., farbenblind]
Ach ja, eine Frage hab ich aber doch noch: Wo ist eigentlich Peggy Sue abgeblieben?!

Epi Schmidt, 27.06.2004

 

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