Zoot Moneys Big Roll Band

It Should've Been Me

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 04.12.2005
Jahr: 2005

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Zoot Moneys Big Roll Band Homepage



Redakteur(e):

Epi Schmidt


Zoot Money's Big Roll Band
It Should've Been Me, Repertoire Records, 2005 (Columbia, 1965)
Zoot MoneyVocals, Hammond Organ
Andy SomersGuitar
Collin AllenDrums
Paul WilliamsVocals, Bass
Nick NewellSax, Flute
Clive BurrowsBaritone Sax
Produziert von: Rik Gunnell Länge: 79 Min 59 Sek Medium: CD
01. I'll Go CrazyBonus Tracks:
02. Jump Back13. Uncle Willie
03. Alone Came John14. Good
04. Back Door Blues15. Bring It Home To Me
05. It Should've Been me16. Please Stay
06. Sweet Little Rock And Roller17. You Know You'll Cry
07. My Wife Can't Cook18. Something Is Worrying Me
08. Rags And Old Iron19. Stubborn Kind Of Fellow
09. The Cat20. Big Tiime Operator
10. Feelin' Sad21. Zoot's Sermon
11. Fina22. It Should've Been Me (Alternate Take)

Es verwundert nicht wirklich, das George Bruno Money - mit Künstlernamen ZOOT MONEY - mit seiner Band häufig in einem Club namens "Flamingo" gespielt hat. Damals zu Beginn der 60er. Denn ein besonderer Vogel ist er zweifellos und seine Kollegen, zu damaliger Zeit, waren ob der verrückten Ideen und Spielereien oft im Zweifel, ob man mit dem Mann überhaupt auf Tour gehen konnte.
Große Künstler bergen halt auch immer einen Schuss Wahnsinn in sich und natürlich können sie unmöglich nur einem musikalischen Stil verfolgen.
Trotzdem kann man die Musik von ZOOT MONEY'S BIG ROLL BAND mit einem fetten R&B übertiteln.

Der Name der Band ist bereits ein Versehen, denn Zoot hörte aus Chuck Berry's Johnny B. Good die Zeile "...you will be the leader of a big old band" falsch heraus und die BIG ROLL BAND war geboren.
(Also glaubt nicht, Engländer oder Amerikaner würde alles verstehen, was ihre Landsleute singen. Ich hab mal mit einem Amerikaner in einer Band gespielt und glaubt ihr vielleicht der hätte mir den Text zu Jealous Again raushören können? No Way!

Nun, wie es bei REPERTOIRE RECORDS üblich ist, hat man sich des ersten Albums dieser Band angenommen und das Ding auch gleichmal um zehn Songs - Single A- und B-Seiten - aufgestockt.
I'll Go Crazy ist der richtige Einstieg um einem gleich Feuer unterm Hintern zu machen und die Band brennt ein R&B-Feuerwerk ab, das einen Eindruck von ihrer Liveshow gibt.
Der Titel ist durchaus Programm und ähnlich vehement gingen damals nur wenige Bands in England an den Start. Und selbst in Amerika waren solche Bläser-gepushten Begleitbands wohl nur bei Leuten wie James Brownund Mitch Ryder zu finden.

Ein Vorteil von ZOOT MONEY'S BIG ROLL BAND war sicherlich, mit dem Bandleader und Paul Williams zwei Leadsänger zu haben, die beide mit einer rauen und druckvollen Stimme versehen waren.
Neben der peitschenden Bläserabteilung fällt auch der versierte Gitarrist Andy Somers auf, der einige Zeit später als Andy Summers bei THE POLICE zu Erfolg kommen sollte.
Zoot Money fühlte sich offenbar mit seiner Hammond in einem Sound zu Hause, der auch bei Brian Auger und BOOKER T. in vorderster Linie stand, wie man bei dem Instrumental-R&B Alone Came John deutlich hören kann. Eindrucksvoll auch in diesem Lied, die jazzigen Gitarrenläufe von Andy Summers, ääh..Somers.
Bei Back Door Blues steigt man tief in den, na ja... Blues eben, ein. Da scheint ein weiteres Vorbild von Zoot Money durch: Ray Charles.

It Should've Been Me klingt in etwa wie Chuck Berry's No Money Down mit R&B-Einspritzung.
Und wo wir schon beim Rock'n'Roll-Meister sind: Sein Sweet Little Rock And Roller bekommt den selben Anstrich wie der vorige Song und durch den aufgekratzten Gesang zusätzlich Feuer. Swingt richtig cool und ist eine echte Alternative zum Original.
Der Live-Favorit My Wife Can't Cook grooved in lockerem Big Band Swing und ist auch in dieser Studioaufnahme ein Spass.
Etwas aus der Reihe tanzt Rags And Old Iron, welches wie eine Mischung aus Blues und Gospel klingt - sparsam instrumentiert und vom eindringlichen Gesang Paul Wiliams' dominiert.

Feelin' Sad ist ein weiteres Instrumental, das aber stark an die "Detroit Wheels" von MITCH RYDER erinnert und eine starke Leistung von Zoot Money an der Hammond Orgel präsentiert.
Bright Lights Big City kennt man in zahllosen Versionen und in den 60ern hat das wahrscheinlich jede zweite Kapelle aufgenommen. Hier bekommt der Song ein Big Band Swing Gewand, wie man es auch bei Candye Kane hin und wieder zu hören bekommt, und zusätzlich wieder ein tolles Jazz-Solo von Andy Somers. Macht wirklich Spass diesen Titel mal mit diesem Blue-Note-Anstrich zu hören.

Wie die Songs der Original-LP, sind auch die folgenden Bonus Tracks alle in Mono aufgenommen.
Hier stechen vor allem die locker-flockige Good Time Nummer Good und, obwohl schon so oft gehört, der Sam Cooke Song Bring It On Home To Me - in Slow Blues Fassung - , sowie Marvin Gaye's Soulstück Stubborn Kind Of Fellow hervor.
Aber auch die anderen Lieder könne sich mit den Albumtracks messen.
"It Should've Been Me" ist jedenfalls eine schwungvolle Scheibe die SpaSS macht und einem das perfekte 60's Feeling verpasst. Wenn man sich müde getanzt hat, wäre eine Folge einer englischen Krimiserie aus jener Zeit genau das richtige Chill-Out.

Epi Schmidt, 04.12.2005

 

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