Warrant

Most Wanted

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 06.06.2004
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Warrant
Most Wanted, Mausoleum Records, 2004
Jani Lane Vocals, Acoustic Guitars, additional Keyboards
Jerry Dixon Bass
Rick Steier Lead & Rhythm Guitar, Acoustic Guitar, additional Keyboards
Erik Turner Rhythm Guitar
Danny Wagner Keyboards, Background Vocals
Mitch Dynomite Drums & Percussion
Länge: 62 Min 19 Sek Medium: CD
1. Cherry Pie10. Thin Disguise
2. The Jones11. I Saw Red
3. Downboys12. Bad Tattoo
4. Southern ComfortBonus Tracks:
5. Hollywood (So Far So Good)13. Lay Your Hands On Me
6. Uncle Tom's Cabin14. Photograph
7. Sometimes She Cries15. I Want You To Want Me
8. Thirty-Two Pennies16. Free For All
9. Heaven

Was hab ich damals den Kopf grinsend geschüttelt über diese Typen, die auf den Knien ihre Haare schüttelten und dazu auch noch einen Song namens Downboys sangen - kann zu der Zeit eigentlich nur bei MTV gewesen sein.
Naja, von dem affigen Gehabe mal abgesehen war's auch nicht schlechter als das was ähnliche Vertreter der L.A.-Szene von sich gaben und mit den Jahren lieferten sie ein paar Hits die mir auch heute noch gern über die Lippen gehen. Uncle Tom's Cabin etwa, mit seinem akustischen Intro und dem, fast schon brutalen, Übergang in eine richtig gute Rocknummer. Auch I Saw Red gehört für mich zu den besten Balladen die aus jener Zeit stammen.
Sänger Jani Lane hat ja erst letztes Jahr bewiesen, dass er immer noch ein prima Sänger ist und sein Solo-Album kann sich durchaus hören lassen.

Auf diesem Album hier werden manche vielleicht überrascht sein, dass die Songs nicht genauso klingen wie sie der ein oder andere in Erinnerung hat. Das liegt ganz einfach daran, dass alle Songs Neueinspielungen sind. Aufgenommen wurden sie mit der oben angegebenen Besetzung bereits 1999. So viel verändert ist da natürlich nicht worden, aber manche Neuerungen sind doch gewöhnungsbedürftig.
Cherry Pie rockt und stampft trotzdem wie in den alten Zeiten und lässt auch heute noch die Haare wackeln.
Die Einflüsse durch DEF LEPPARD brechen sich bei The Jones bahn. Downboys scheint mir etwas "erdiger" zu klingen, als ich es im Kopf habe, was natürlich erfreut.
Die Akustische wurde auch bei WARRANT gern mal eingesetzt und so kriegen Songs wie Southern Comfort ein entsprechendes Country-Intro, bevor die E-Äxte zuschlagen. Mir fällt wieder mal auf, dass im Gegensatz zu, sagen wir... Vince Neil, Jani Lane singen kann und das noch mit einer echt sympathischen Stimme. Das kommt besonders gut heraus bei der Mega-Stadion-Ballade Sometimes She Cries, in dem auch wieder ein DEF LEPPARD-Chor für Fülle sorgt. Ansonsten klingt das aber nicht so überzogen pathetisch, wie bei manch anderer Glamrock-Band.
Gute Party-Rocker sind mit Thin Disguise und Thirty-Two Pennies ebenso zu finden wie weitere Balladen, z.B. Heaven (hat nix mit Bryan Adams zu tun).
I Saw Red hat mir in der früheren Version besser gefallen. Da war, so weit ich weiß, nicht so viel Pianogeklimper drin.

Haben wir im "alten Europa" wieder Glück gehabt: In Amerika erschien diese CD als "Greatest And Latest" und hatte Cherry Pie, Downboys und Thirty-Two Pennies als "Dance Remix"-Versionen (!) als Bonus-Tracks.
Hier gibt's immerhin vier Coverversionen von Jani Lane, teilweise mit Mitgliedern von WARRANT aufgenommen.
BON JOVIs Lay Your Hands On Me klingt dem Original sehr nahe. Hätte vielleicht etwas mehr Druck vertragen können. Naja, macht trotzdem Spaß.
DEF LEPPARDs Einfluss auf die Band war schon immer hörbar, da bietet sich eine Coverversion an: Photograph klingt denn auch gleich powervoller und da sehe ich eigentlich sogar ein paar Vorteile zur Vorlage. I Want You To Want Me hätte man sich allerdings wirklich sparen können! Mit Drumloops und sonstigen Computer- und Keyboardsounds sowie mit einem schwachsinnigen Techno-Disco-Rhythmus versehen... nein Danke!
Da kommt Ted Nugent's Free For All schon etwas besser, auch wenn der "Motorcity Madman" nicht erreicht wird, ist's doch ganz nett den Song wieder mal zu hören.

Wie gesagt, manche Songs haben mir in der ursprünglichen Version besser gefallen, aber ansonsten kann man sich mit "Most Wanted" eine unangestrengte Stunde lang in Erinnerungen und fröhlichem Auf- und Abwippen ergehen.
Übrigens gibt es unter dem Titel "Under The Influence" eine WARRANT-Scheibe aus dem Jahr 2001 mit etlichen Coversongs, von NAZARETH bis BADFINGER und QUEEN, plus zwei neuen Songs. Die Band existiert also noch/wieder und will in kurzer Zeit ein neues Album herausbringen. Jani Lane bevorzugt allerdings seine Solo-Karriere. Für ihn schwingt das Mikro Jaime St. James (von BLACK AND BLUE).

Epi Schmidt, 06.06.2004

 

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