Volbeat

Rewind - Replay - Rebound: Live In Deutschland

( English translation by Google Translation by Google )

LP-Review

Reviewdatum: 26.11.2020
Jahr: 2020
Stil: Metal
Spiellänge: 124:00
Produzent: Volbeat

Links:

Volbeat Homepage

Volbeat @ facebook

Volbeat @ twitter


Plattenfirma: Universal Music


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

AC/DC

Johnny Cash

Titel
Seite A:
01. Intro/Lola Montez
02. Pelvis On Fire
03. Doc Holliday
04. Sorry Sack Of Bones
Seite B:
01. The Garden‘s Tale
02. Ring Of Fire
03. Sad Man‘s Tongue
04. When We Were Kids
05. Slaytan
06. Dead But Rising
Seite C:
01. Fallen
02. Die To Live
03. Seal The Deal
04. For Evigt
 
Seite D:
01. 7:24
02. Cheapside Sloggers
03. Lonesome Rider
04. Parasite
05. The Everlasting
Seite E:
01. Cloud 9
02. Last Day Under The Sun
03. The Devil‘s Bleeding Crown
04. Leviathan
Seite F:
01. Let It Burn
02. Pool Of Booze, Booze, Booza
03. BOA (JDM)
04. Still Counting
Musiker Instrument
Michael Poulsen Gesang & Gitarre
Jon Larsen Schlagzeug
Rob Caggiano Gitarre
Kaspar Boye Larsen Bass & Gesang

Es erfüllt den Hörer schon ein wenig mit Wehmut und Melancholie, wenn sich die Nadel auf die erste der drei LPs herabsenkt und dann das Geräusch einer ekstatischen Menschenmenge zu hören ist, die da der Ankunft ihrer musikalischen Heroen entgegenfiebert. Und man kann sich den Moment sehr gut vorstellen (und daran erinnern), wenn das Saallicht erlischt und die Scheinwerfer nur noch auf die Bühne fokussiert sind, dicht an dicht mit anderen Fans, die genauso empfinden wie man selbst. Und es ist tatsächlich erst ein Jahr her, dass dieses Konzert in der Stuttgarter Hans-Martin-Schleyer-Halle stattfand.

Der Mitschnitt der erfolgreichen – und meist ausverkauften “Rewind – Replay – Rebound“-Tournee – wurde vor knapp 13.000 Fans in Deutschland mitgeschnitten. Eine Entscheidung, die Frontmann Michael Poulsen mit der langen und tiefen Verbundenheit zwischen VOLBEAT und ihren Fans in Deutschland begründet, die bis in die Anfangstage der Band Anfang der 2000er zurückreicht: „Das deutsche Publikum nimmt schon immer einen besonderen Platz in unserem Herzen ein. Die Fans haben uns von Beginn an großartig unterstützt, und sie tun es noch. Mittlerweile sind wir zu ihren Fans geworden. Deutschland wurde damals zu unserer zweiten Heimat. Unsere Musik kam unglaublich schnell und gut beim Publikum an, und plötzlich hatten wir eine riesige Fangemeinde.

Dafür wollen sie sich mit ihrem jüngsten Live-Mitschnitt auf ihre Art und Weise bedanken. Dafür haben sich Poulsen, Lead-Gitarrist Rob Caggiano, Bassist Kaspar Boye Larsen und Schlagzeuger Jon Larsen eine Setlist zusammengestellt, die neben der kurzen Johnny Cash-Hommage Ring Of Fire sage und schreibe 26 Songs von allen bisher erschienen sieben Studio-Alben umfasst. Natürlich werden sich gerade die Fans der Anfangstage ein wenig vernachlässigt fühlen, hat es doch einzig Pool Of Booze, Booze, Booza vom Debüt “The Strength/The Sound/The Songs“ in die Setlist geschafft. Dafür gibt es aber immerhin gleich drei Nummern vom Nachfolger “Rock The Rebel/Metal The Devil“ zu hören. Und allen Fans könnten es die Dänen nur dann Recht machen, wenn sie mindestens doppelt so lange spielen würden.

Aber die Band zog ihr Ding an diesem Abend wirklich mit einer beinahe unwirklichen Präzision durch. Kaum ein schiefer Ton findet sich auf den Scheiben und Michael Poulsen präsentiert sich in bestechender gesanglicher Form. Das nötige Charisma, auch die größten Bühnen der Welt zu füllen, hatte er ja schon eigentlich immer. Und die Fans genießen auch diese Show (wenn auch vielleicht an der einen oder anderen Stelle etwas leiser gemischt als es bei einer Live-Platte empfehlenswert wäre), denn sie bekommen genau das, wofür sie bezahlt haben. Nun kann man an dieser Stelle sicherlich lange und vortrefflich darüber streiten, ob die Band mittlerweile nicht musikalisch zu sehr auf Nummer Sicher geht und das erfolgreiche Konzept nicht vielleicht schon etwas überstrapaziert hat. Aber sie haben sich diese Nische geschaffen – und genauso wie AC/DC - entscheiden zum Glück nur VOLBEAT und ihre Fans darüber, wie lange das so weitergehen kann und soll.

Und genau wie bei der neuen Scheibe der australischen Rocker weiß man genau, was man bekommt, wenn auf der Scheibe der Name VOLBEAT draufsteht. Mittlerweile vielleicht etwas hochpolierten Metal, mit Country- und Punk-Einflüssen sowie immer noch einer ganzen Menge Straßen-Attitüde und zahllosen Mitsing-Hymnen. Und da gerade alle Konzerte ausfallen müssen, bietet sich dieser Mitschnitt geradezu an, immer wieder in das Live-Feeling einzutauchen und sich an diese Momente zu erinnern, wenn das Saallicht erlischt und die Menge in freudiger Antizipation zum ersten Jubel ansetzt. Hoffentlich, können wir alle diese Momente bald wieder richtig „live“ erleben.

Das Album erscheint neben dem mittlerweile üblichen Download auch als Dreier-LP, Doppel-CD und für alle, die das aktuelle Album “Rewind – Replay – Rebound“ noch nicht im Schrank haben als Doppel-CD mit dem jüngsten Studio-Album und einer Best-of-Auswahl von “Live in Deutschland“.

 

(C) 2008 - 2022 by Hooked on Music