Volbeat

Outlaw Gentlemen & Shady Ladies

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 12.04.2013
Jahr: 2013
Stil: Metal, Punk

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Redakteur(e):

Marc Langels


Volbeat
Outlaw Gentlemen & Shady Ladies, Universal Music, 2013
Michael PoulsenGesang & Gitarre
Rob CaggianoGitarre
Jon LarsenSchlagzeug
Anders KjolholmBass
Produziert von: Jacob Hansen & Rob Caggiano Länge: 58 Min 38 Sek Medium: CD
01. Let's Shake Some Dust08. My Body
02. Pearl Hart09. Lola Montez
03. The Nameless One10. Black Bart
04. Dead But Rising11. Lonesome Rider (Feat. Sarah Blackwood)
05. Cape Of Our Hero12. The SInner Is You
06. Room 24 (Feat. King Diamond)13. Doc Holliday
07. The Hangman's Body Count14. Our Loved Ones

Die Karriere der Dänen von VOLBEAT verlief bisher vor allen Dingen in eine Richtung – und zwar steil bergauf. Seit 2005 haben die Männer um Michael Poulsen ein Erfolg-Album nach dem anderen veröffentlicht, immer größere Clubs und Hallen bespielt und vor allen Dingen, ihre Mischung aus Metal, Punk und Country als eigenen Stil etabliert, so dass VOLBEAT inzwischen zu einer weltweiten Marke geworden sind.

Da besteht irgendwann natürlich die Gefahr, dass auch mal etwas schief läuft und die letzten anderthalb Jahre schien dann auch etwas Sand in das ansonsten so gut geschmierte Getriebe der Band gekommen zu sein. Zunächst musste Gitarrist Thomas Bredahl die Band verlassen und die Suche nach einem geeigneten Nachfolger gestaltete sich so schwierig, dass für einige Zeit Hank Shermann (MERCYFUL FATE, DEMONICA) bei Live-Aktivitäten aushelfen musste. Auch mit dem Nachfolger für das letzte Studiowerk “Beyond Hell/Above Heaven“ dauerte es dieses Mal ein wenig länger.

Nun liegt “Outlaw Gentlemen & Shady Ladies“ vor und die Band ist auch wieder komplett. Dabei hat das eine ganz viel mit dem anderen zu tun. Denn der Neue an den sechs Saiten ist Rob Caggiano (früher ANTHRAX, THE DAMNED THINGS), der als Co-Produzent zusammen mit Jacob Hansen das Album betreute. Und diesen Wechsel an der Lead-Gitarre merkt man dem Album im Vergleich zu den Vorgängern natürlich an, denn Caggianos Art Soli zu spielen hat etwas typisch „Metalisches“.

Die Songs sind wieder typisch für VOLBEAT. Diese ureigene Mischung aus verschiedenen Stilen kombiniert mit Michael Poulsens typischer Art zu singen. Damit wären wir auch direkt bei der einzigen wirklichen Schwäche des Albums, es klingt einfach zu typisch und bietet dabei leider zu wenig Abwechslung. Und das ist etwas, was die vergangenen Alben zur Genüge im Angebot hatten.

Ein Ausreißer ist jedoch dabei: Room 24, der Track, den VOLBEAT zusammen mit der dänischen Metal-Legende KING DIAMOND aufgenommen haben. Eine Auszeichnung fürwahr, denn normalerweise macht der König mit der Mehr-Oktaven-Stimme so etwas nicht. Für dieses Stück schrieb er sogar seinen Teil der Lyrics selber. Herausgekommen ist ein wahrlich hervorragender Song mit der richtigen Atmosphäre, das er sowohl zu VOLBEAT als auch zu KING DIAMOND passt. Und auch Dead But Rising kommt herrlich heftig daher und zeigt, wo die Harke hängt. Zudem zeigt das Duett Lonesome Rider (zusammen mit Sarah Blackwood) das VOLBEAT auch mit Stand-Up-Bass und einer gewissen Zurückhaltung bei den Gitarren hervorragend funktionieren.

“Outlaw Gentlemen & Shady Ladies“ ist mit Sicherheit kein Reinfall oder auch nur ein mittelmäßiges Album, dafür machen die Dänen ihre Sache auch hier wieder einfach zu gut. Denn schließlich gibt es ja genügend Gründe dafür, warum VOLBEAT eine solche Karriere hingelegt haben, wie sie es bisher taten. Aber ein Track wie zum Beispiel das erste Video Cape Of Our Hero oder My Body sind einfach zu flach, zu unspektakulär, zu uninspiriert. Zudem fehlt mir einfach das Überraschungsmoment, die Vielfalt, wie sie die früheren CDs auszeichnete. Das ist kein Beinbruch, weil die meisten Songs ja nach wie vor mächtig Spaß machen. Und es konnte ja nicht wirklich immer nur bergauf gehen, manchmal muss man auch auf einem hohen Niveau kurz verharren, bevor man den nächsten Anstieg in Angriff nimmt.

Marc Langels, 09.04.2013

 

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