Various Artists

Trouble - A Tribute To Lynyrd Skynyrd

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 02.09.2012
Jahr: 2012
Stil: Southern Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Various Artists
Trouble - A Tribute To Lynyrd Skynyrd, Cherry Red Records, 2012
Hughie ThomassonGesang & Gitarre
Billy SherwoodGitarre, Bass, Piano, Orgel & Gesang
Jay SchellenSchlagzeug
Lou MolinoSchlagzeug
Thane ShearonGesang
The Original HonkettesGesang
Artimus PyleSchlagzeug
Ed KingGitarre
Lee BoganGitarre
Stevie Ray AndersonBass
Jim "Turbo" KirbyKeyboards
Walter TroutGesang & Gitarre
Pat TraversGesang & Gitarre
Jim DandyGesang
Hal McCormackGitarre
Jason McMasterGesang
Sky SaxonGesang
Joey CovingtonSchlagzeug
Rick DerringerGesang & Gitarre
Jack RussellGesang
Mark KendallGitarre
Michael LardieGitarre & Keyboard
Sean McNabbBass
Audie DesbrowSchlagzeug
Robert LucasGesang
Barry LevensonGitarre
Greg KageBass
Bobby BarthGitarre
Charlie HargrettGitarre
Greg T. WalkerBass
Michael SollarsSchlagzeug
Produziert von: Diverse Länge: 64 Min 03 Sek Medium: CD
01. Sweet Home Alabama08. Gimme Back My Bullets
02. Saturday Night Special09. What's Your Name
03. Double Trouble10. Simple Man
04. That Smell11. Swamp Music
05. Free Bird12. You Got That Right
06. Gimme Three STeps13. Call Me The Breeze
07. Seasons

LYNYRD SKYNYRD sind sicherlich eine der bekanntesten und meistgecovertsten Bands dieses Planeten. Stücke wie Sweet Home Alabama oder Free Bird gehören sicherlich zum Grundgerüst einer jeden guten Cover-Band, die auf Parties und Stadt-Festen für Stimmung sorgen will. Aber auch bei Musiker-Kollegen erfreut sich die Band schon seit vielen Jahren einer großen Anhängerschaft und diese hat nun der Southern Rock-Band schlechthin mit "Trouble - A Tribute To Lynyrd Skynyrd" ein Album gewidmet. Dabei dürften die Versionen bekannt sein, denn das Album wurde 2007 bereits unter dem Namen “Top Musicians Play LYNYRD SKYNYRD“ mit etwas anderer Reihenfolge der Songs veröffentlicht.

Dabei hatte sich wieder einmal eine namhafte Auswahl zusammengefunden, die bei Rockfreunden jeglicher Couleur zu freudiger Erwartung führt. Als da wären Ex-LYNYRD SKYNYRD- und –THE OUTLAWS-Mitglied Hughie Thomasson, Billy Sherwood (Ex-YES), GREAT WHITE (noch mit Jack Russell am Mikrofon), Pat Travers, Walter Trout, BLACKFOOT, DANGEROUS TOYS, CANNED HEAT, MOLLY HATCHET oder Rick Derringer, dazu noch Mitglieder von THE SEEDS und JEFFERSON AIRPLANE. Da kann doch nix schief gehen, oder etwa doch?

Leider fällt die Antwort auf diese Frage eher negativ aus. Dabei besteht an der Qualität und dem Können der beteiligten Musiker kein Zweifel. Das Problem ist zum einen eher die Herangehensweise oder vielleicht auch fehlende Zeit. Es dürften wohl kaum mehr als ein paar Takes für die jeweiligen Aufnahmen zur Verfügung gestanden haben, da kann schon mal das Feeling drunter leiden, denn klingen tun die Aufnahmen allesamt sehr gut.

Das Hauptproblem der meisten Versionen ist denn auch der fehlende Groove, die nicht so tiefgehende Leidenschaft im Vortrag. Ein gutes Beispiel dafür ist direkt der Opener Sweet Home Alabama, der wohl größte Hit der Band. Das Original lebt neben seiner eingängigen Melodie vor allen Dingen von seinem fast swingenden Groove und der Leidenschaft im Gesang. Sänger Van Zandt liebt seine Südstaaten und das, wofür sie stehen. Und wenn jemand sie attackiert (und dabei ist es egal ob zu recht oder nicht), empfindet er das als persönlichen Affront, der entschieden zurückgewiesen werden muss. Das ist hier im Cover nicht der Fall. Viel mehr wird die Textzeile "I hope Neil Young will remember, a southern man don't need him around anyhow" beinahe lapidar dahergesungen. Aber auch die Musiker zeigen - bei all ihrer Klasse -, dass es eben nicht reicht, das Stück Note für Note exakt nach dem Notenblatt nachzuspielen. Dabei kommt das Innenleben - die Seele - eines Stückes nicht zum Vorschein. Es fehlt einfach der Groove, der die Noten zum Leben erweckt, das Feeling, das die Note nicht ganz exakt auf den Takt platziert, sondern genau dahin, wo es der Song und nicht das Papier verlangt. Häufig ist das ein Resultat davon, wenn sich die Band nicht gemeinsam im Studio befindet, sondern jeder Musiker einzeln seinen Part aufnimmt. Leider gibt es aber von dieser Sorte Cover mehrere auf dem Album.

Auch die MOLLY HATCHET-Version von Free Bird schwimmt sich eigentlich erst im instrumentellen Schlussteil so richtig frei und weiß dann zu überzeugen. Vorher plätschert das Ganze auch auf Grund des Gesangs doch ein wenig belanglos vor sich her. Außerdem ist mir hier, wie auch bei vielen anderen Stücken dieser CD, die Produktion einfach zu glatt. Da fehlt einfach der nötige Dreck, die rauen Ecken und Kanten im Klang – Southern ist schließlich kein Progressive Rock. Dem sollte auch der Sound der Aufnahme Rechnung tragen.

Aber es gibt auch Beispiele dafür, wie es richtig geht. Dabei tun sich insbesondere GREAT WHITE hervor, die spätestens seit ihrem LED ZEPPELIN Tribut-Album als exzellente Cover-Künstler bekannt sind. Sie rocken das Saturday Night Special so herrlich frisch, fromm, fröhlich, frei daher, als wäre es der eigene Song. Hier groovt die Rhythmus-Sektion, dort shoutet Russell frei von der Leber weg und Mark Kendall verpasst dem Stück mit ohnehin genug Gitarren-Power noch ein zünftiges Zocker-Solo. Ebenfalls gelungen sind die Beiträge von Walter Trout (Gimme Three Steps), BLACKFOOT (ein gefühlvolles Seasons) und Pat Travers (Gimme Back My Bullets). Dabei kommen diese Stücke qualitativ zumindest mal in die gleiche Liga wie das Original, während die meisten anderen Versionen eher Regionalliga-Niveau erreichen.

So bleibt unter dem Strich das Fazit: gute Absicht, aber nicht immer gekonnt umgesetzt. Dass LYNYRD SKYNYRD absolut ehrungswürdig sind, steht außer Frage. Ob das mit diesem Album aber gelungen ist, steht auf einem anderen Stück Papier. Einige Versionen sind ohne Frage gelungen, aber andere Lieder kennt man von der lokalen Cover-Truppe schwungvoller.

Marc Langels, 30.08.2012

 

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