Various Artists

The Guitar Collection

( English translation by Google Translation by Google )

Buch-Review

Reviewdatum: 19.12.2014
Jahr: 2014
Stil: Bildband
Verlag: Edel

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Various Artists
The Guitar Collection, Edel, 2014
von: Tony Bacon
ISBN: 978-3-943573-11-4
Umfang: 192 Seiten
Preis: 49,95 € zzgl. Versandkosten

Nun aber los! Das Weihnachtsfest ist nicht mehr weit und wenn man den 6-Saiten-Fanatiker noch beglücken will, dann ärgert man ihn ja am besten nicht mit etwas, wo sich noch andere Musiker (sofern man Nicht-Gitarristen überhaupt so nennen kann) tummeln, sondern überlässt ihn dem, was er am liebsten hat: In seiner eigenen drahtigen Welt zu schweben und vor sich hin zu dudeln. Oder zu schwelgen, in dem er sich Bilder von Gitarren ansieht und Geschichten darüber liest. Und weil es so leicht ist, einen Menschen glücklich zu machen, hat sich Tony Bacon – seines Zeichens ebenfalls Gitarrenfanatiker und Publizist diverser Gitarren- und Musikartikel – an “The Guitar Collection“ gemacht.
Kurz werden die Ursprünge der modernen Gitarre gestreift, aber dann geht es schon ins 19. und vor allem 20. Jahrhundert und dieses wohlgeformteste aller Instrumente (das glauben Sie nicht? Da fragen Sie mal Keith Richards!) erfreut unser Augen und inneres Ohr. Über die frühen Klassischen Gitarren bis zu aktuellen Akustikgitarren, in all ihren Macharten schlängelt sich das erste “Chapter“ unter dem Titel “Flattops“. Dem folgen dann noch die Abteilungen “Hollowbodys“, “Solidbodys“ und ein Kapitel mit “Informationen“.

Da leuchten natürlich allein anhand der gut 200 Bilder die Augen des Sympathisanten! So eine Gretsch-Gitarre kann man stundenlang betrachten, oder nicht? Oder die Gibson Les Paul, in all ihren Mutationen? Ein Traum!
Natürlich sind diese Instrumente auch und in erster Linie durch diejenigen bekannt geworden, die sie gespielt und teils Welthits darauf komponiert haben. Entsprechend sind neben den ganzen Fenders, Gibsons, Ibanez‘, usw. auch die zugehörigen Saiten-Virtuosen mit Bild und Text vertreten. Letzterer ist in Deutsch und Englisch abgedruckt, sodass man sich in beiden Sprachen informieren kann. Hin und wieder gibt’s eine kleine Schlamperei bei der Übersetzung, sodass man sich nach Möglichkeit an die Originalsprache halten sollte, aber das tut letztlich der Freude keinen Abbruch.
Zumal neben den Klassikern auch jede Menge Exoten mit an Bord sind. Die “Burns Marvin“ etwa, die natürlich dem Instrumental-König Hank Marvin gewidmet ist. Oder das “Mosrite Ventures Model“, auf das Joey Ramone zeitlebens eindrosch. John Lennons “Rickenbacker” darf ebensowenig fehlen, wie die “Red Special” von QUEEN-Gitarrero Brian May.

In der “Info” kann man sich die Instrumente nochmal als Galerie ansehen und die Künstler sind aufgelistet und ein paar Dutzend “Recommended Albums“ – also Höranregungen – sind auch noch, inkl. Bild, angehängt.
Und weil man nach so viel gesehener und gelesener Musik und etwas müde gewordenen Augen doch auch was für die Ohren braucht, klebt in dem sehr schön gemachten und hochwertig eingebundenen Buch noch eine Vinyl-EP mit vier Aufnahmen des Klassikers Smoke On The Water. Diese kennen Eingeweihte allesamt aus den ROCK AID ARMENIA-Sessions, aber nicht jeder hat die entsprechende Scheibe. Und wer seinen Plattenspieler einst frühzeitig fahrlässig verschrottete, muss sich auch nicht grämen, den für den liegt ein Download-Code bei, um sich die Songs digital herabzuladen.
Also auch mit dem eckigen Format ist das Buch eine runde Sache und selbstverständlich funktioniert der Spaß auch, wenn man sich “The Guitar Collection“ selbst auf den (Gaben-, Coffee-, Wohnzimmer-) Tisch legt. Kompakter und schöner verpackt kriegt man diese Menge an Gitarren (-Schönheiten) jedenfalls wohl kaum.

Epi Schmidt, 17.12.2014

 

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