Various Artists

Ohne Filter - Frank Laufenberg - Meine persönlichen Favoriten

( English translation by Google Translation by Google )

DVD-Review

Reviewdatum: 08.06.2009
Jahr: 2009
Stil: Rock, Pop, Funk

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Various Artists
Ohne Filter - Frank Laufenberg - Meine Persönlichen Favoriten, in-akustik, 2009
Produziert von: Michael Au Länge: ca. 85 Min 00 Sek Medium: DVD
01. Mark King - Lessons In Love10. Joe Cocker - You Are So Beautiful
02. Tower Of Power - You Strike My Main Nerve11. Shakatak -
03. America - A Horse With No Name12. Phoebe Snow - Let The Good Times Roll
04. Terence Trent D'Arby - Wishing Well13. Sarah Jane Morris - Me And Mrs. Jones
05. Curtis Mayfield - People Get Ready14. John Miles - Magic
06. Long John Baldry - Hoochie Coochie Man15. Incognito - Don't You Worry About A Thing
07. Johnny "Guitar" Watson - Gangster Of Love16. Bill Wyman's Rhythm Kings - Anyway The Wind Bloews
08. Tony Joe White - Even Trolls Love Rock'n'Roll17. Edgar Winter & Rick Derringer - Hang On Sloopy
09. Southside Johnny & The Asbury Jukes - Walk Away Renée

Klar steht "Frank Laufenbergs Pop & Rock Almanach" in meinem Bücherregal. Sowohl die 1980er Erstauflage, als auch die 87er Aktualisierung. Der Mann hat schließlich was zu erzählen und seine Verdienste sind nicht gering. Bekannt natürlich auch für die "Ohne Filter" Musiksendung, die uns einige grandiose Konzerte bescherte.
Ich darf da nur mal an das ALLMAN BROTHERS BAND-Konzert, vom Beginn der 90er, erinnern. Von 1984 bis 2000 lief die Reihe und etliche weitere Stars standen auf der Bühne. Da ist mittlerweile, als "In Concert - Ohne Filter", auch einiges als DVD erhältlich. Wer aus dem Angebot wissen möchte, welche die "persönlichen Favoriten" vom Meister selbst sind, der kann das auf dieser Ausgabe erfahren.
Allerdings gehe ich da wenig konform mit dem Gastgeber. Liegt's doch daran, dass ich Gitarre spiele, Gitarrensoli - wenn auch keine ausufernden - mag? Jedenfalls ist es ganz am Ende erst Rick Derringer, der mich vor dem Einschlafen rettet. Da haut doch der alternde Typ eine richtig geile Version von Hang On Sloopy heraus! Gesanglich top und gekrönt von einigen geilen Gitarrensoli! Edgar Winter ist auch dabei, fällt aber nur durch seine weißen Haare und eine zweifelhafte Bluse auf.
Ansonsten möchte ich den Frank schon fast in "Funk" Laufenberg umbenennen, so viel Funk und Soul ist hier vertreten. Mark King nervt, zum Glück, nicht mit endlosem Basssaiten-Gehämmere, sondern unterhält mit dem eingängigen Lessons In Love noch ganz ansprechend, aber mit TOWER OF POWER geht’s dann schon los. Groove, Groove, ja, schön und gut, aber man merkt auch dem Publikum an, dass mehr für ausgelassene Stimmung nötig ist. Mehr auch, als ein lahmes A Horse With No Name, selbst wenn AMERICA mit drei Gitarren antreten. Nett fürs Lagerfeuer, aber hier passiert nix.
Nicht mal bei Terence Trent D'Arby (heutzutage Sananda Maitreya). Der war mal die große Hoffnung des Pop, Soul und R&B - nicht nur von mir - aber außer seinem Debütalbum brachte er nix zustande. Das allerdings ist eine von vorn bis hinten geile Scheibe und auch das damalige VHS-Video war voller Power, Schweiß und Rock'n'Roll. Hier ist bei Wishing Well schon kaum mehr was davon übrig.

Curtis Mayfield und sein unsterbliches People Get Ready - ja, da hört man immer wieder gern mit einem Ohr hin. Johnny "Guitar" Watson sorgt immerhin für Stimmung. In seinen Namen gehört schon von jeher das Wort "Guitar" durch "Entertainer" ersetzt. Das Publikum singt sogar einigermaßen gewillt bei Gangster Of Love mit.
Aber dann wird’s immer öder. Tony Joe White und Southside Johnny spielen und singen sicher tolle Songs, aber alles langsame balladeske Geschichten. Joe Cocker nicht anders! Da seht man den Sheffield-Shouter mit vorne nassem Hemd, als hätte ihm einer 'ne Maß Bier drüber gekippt, und dann kommt das langweilige You Are So Beautiful. Gähn.
Zwischen SHAKATAK, Sarah Jane Morris und John Miles (auch bei dem alle Hoffnung vergebens) weiß lediglich Phoebe Snow mit einem flotten Let The Good Times Roll nochmal für Aufmerksamkeit zu sorgen.
INKOGNITO? Ja, aber sicher wieder was Funkiges! Diesmal mit lateinamerikanischem Einschlag. Bill Wyman, alter Rolling Stone, wenigstens du! Aber auch da geht nix. In Anyway The Wind Blows spielt zwar Albert Lee bei den RHYTHM KINGS mit, aber am auffälligsten ist seine hässliche Music Man Signature-Gitarre. Weitaus ansprechender sind die Fills und Soli von Terry Taylor.
Lediglich die kopflose Steinberger Gitarre von Rick Derringer ist noch hässlicher als Alberts Gitarre, aber der weiß hier darauf richtig zu fetzen und - wie gesagt - sorgt immerhin zum Schluss noch für Begeisterung. Wem die vertretenen Künstler allesamt gefallen, der kann sich Funk, ähem, Frank Laufenbergs Favoriten gern am Stück reinziehen und im schmalen Booklet verrät der Herr auch einige nette Informationen oder Anekdoten. Die meisten anderen werden mit kompletten Konzerten, vom Musiker ihrer Wahl, besser beraten sein. Und lesen, wie ich, lieber in seinem "Kalender für 365 Tage". Damit werden seine Verdienste weit besser gewürdigt

Epi Schmidt, 07.06.2009

 

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