Various Artists

Bass Along - 10 Hard Rock Classics

( English translation by Google Translation by Google )

Buch-Review

Reviewdatum: 24.06.2012
Jahr: 2012
Stil: Bass-Lehrheft

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Various Artists
Bass Along - 10 Hard Rock Classics, Bosworth Edition, 2012
von: Bosworth Edition
ISBN: 978-3-86543-720-4
Umfang: 50 Seiten
Preis: 14,95 € zzgl. Versandkosten

Bassisten teilt man gemeinhin in zwei Kategorien ein. Erstens: Die mindertalentierten Musikanten, die mit den sechs Saiten einer Gitarre nicht zurechtgekommen sind und/oder für die in der Band nur noch der Job des Tiefdarmzupfers frei war. Ich sprech' da aus Erfahrung, denn sogar mein leidlich talentierter Freund Dirk L. - Gott hab ihn selig - hat es geschafft, den Bass zu Tom Pettys Breakdown zu meistern.
Zweitens: Die Casanovas, die ob ihrer vermeintlichen oder tatsächlichen Teilzeitbeschäftigung auf der Bühne die Zeit nutzen und schon mal vielsagenden Blickkontakt zu den weiblichen Besuchern des Konzertes, Gigs oder der Show aufnehmen, damit die Finger wenigstens am Rest vom Abend beschäftigt sind. Da sprech' ich jetzt nur bedingt aus Erfahrung, aber - Holla! - fragen sie mal Bill Wyman!

Oft genug vermischen sich die beiden Charaktere natürlich auch, was nichts daran ändert, dass man Bassisten oft nur wenig oder gar nicht würdigt. Damit das den Leser unseres Magazins nicht passiert, stellen wir für die entsprechend Interessierten das Heft "Bass Along" vor. Allein das Cover sollte schon ein Ausrufezeichen im Kopf platzieren und damit klar machen, dass man auch als Basser zu Amt und Würden kommen kann. Abgebildetes Rickenbacker-Modell (oder ein ähnliches) haben sich Leute wie Paul McCartney oder Lemmy oft und gerne um den Hals gehängt.
Die beiden Rockstars sind hier nicht vertreten, aber 10 Rock Songs, die einem das Üben mit dem 4-Saiter schmackhafter machen. Ehrlich gesagt, hätte ich auf SILBERMOND verzichten können, aber man schuldet dem Zeitgeist ja einiges und der Rest ist durchaus gängig und vor allem in überzeugendem Format. Je Song stehen zwei Doppelsaiten zur Verfügung - einmal notiert, einmal als Tabulatur -, die immer den gesamten Song präsentieren. Das oftmals leidige Umblättern entfällt. Außerdem sind die verschiedenen Songteile deutlich gekennzeichnet, wodurch man bestimmte Parts leicht auffindet.

Die beigelegte CD enthält jeden Song in zwei (MP3-) Versionen. Als "Vollversion" und einer "Playback"-Fassung, sodass man selbst seine Band zu Hause hat, und den fehlenden Bass persönlich dazu spielt. Da kommt schon Freude und Übungs-Spaß auf!
Und daran Anteil haben auch die Songs. Nothing Else Matters hat man schon zum Gähnen oft genug gehört, aber wenn man selbst involviert ist, ist es doch was anderes. Ähnliches gilt für Jimi Hendrix' All Along The Watchtower - selbst ist der Mann (Frau).
Bei punkigen Stücken, wie GREEN DAYs When I Come Around geht’s natürlich etwas flotter zu, dafür wird mit Noten gespart, andererseits offenbart manch Klassiker, wie STEPPENWOLFs Born To Be Wild vielleicht mehr Töne, als mancher sich vorgestellt hätte.
Wer bei IRON MAIDEN und Holy Smoke angelangt ist, der darf sich schonmal auf die Schulter klopfen und die Kollegen beim nächsten Probetermin mal testen, wie es bei ihnen denn mit den Fähigkeiten aussieht.

Die Songs:

Nothing Else Matters - METALLICA
Just Like A Pill - Pink
Rusted From The Rain - Billy Talent
When I Come Around - GREEN DAY
All Along The Watchtower - Jimi Hendrix
Nichts Passiert - SILBERMOND
Smells Like Teen Spirit - NIRVANA
Testify - RAGE AGAINST THE MACHINE
Born To Be Wild - STEPPENWOLF
Holy Smoke - IRON MAIDEN

Epi Schmidt, 19.06.2012

 

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