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Almost Famous - 2-CD Deluxe Edition

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 29.07.2021
Jahr: 2021
Stil: Rock
Spiellänge: 151:30
Produzent: Cameron Crowe, Jeff Fura, Greg Mariotti and Andy Fischer

Links:

Plattenfirma: Universal Music


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

Nancy Wilson

Peter Frampton

The Who

Mick Abrahams Blodwyn Pig

Jethro Tull

Fleetwood Mac

Deep Purple

Steely Dan

Elton John

Almost Famous

Titel
CD 1:
01. America - SIMON & GARFUNKEL
02. Amazing Journey/Sparks (Almost Famous Version) - THE WHO -
03. It Wouldn't Have Made Any Difference - TODD RUNDGREN
04. I've Seen Good People: a) Your Move, b) All Good People - YES
05. Feel Flows - THE BEACH BOYS
06. Fever Dog - STILLWATER
07. Every Picture Tells A Story - ROD STEWART
08. Mr. Farmer - THE SEEDS
09. One Way Out (Live) - THE ALLMAN BROTHERS BAND
10. Simple Man - LYNYRD SKYNYRD
11. That's The Way - LED ZEPPELIN
12. Tiny Dancer (Almost Famous Version) - ELTON JOHN, STILLWATER & CAST
13. Lucky Trumble - NANCY WILSON
14. I'm Waiting For The Man (Live) - DAVID BOWIE
15. The Wind - CAT STEVENS
16. Slip Away - CLARENCE CARTER
17. Something In The Air - THUNDERCLAP NEWMAN
 
CD 2:
01. The Oogum Boogum Song - BRENTON WOOD
02. Search And Destroy - IGGY & THE STOOGES
03. Teacher (U.S. Version) - JETHRO TULL
04. Roundabout - YES
05. River - JONI MITCHELL
06. Small Time Blues (Acoustic) - THE HYATT SINGERS
07. Go All The Way - THE RASPBERRIES
08. Albert Flasher (Live) - THE GUESS WHO
09. Future Games - FLEETWOOD MAC
10. Everybody Knows This Is Nowhere - NEIL YOUNG & CRAZY HORSE
11. Burn - DEEP PURPLE
12. Dear Jill - BLODWYN PIG
13. Reeling In The Years (Live) - STEELY DAN
14. Looking At You - MC5
15. My Cherie Amour - STEVIE WONDER
16. Love Comes And Goes - STILLWATER
17. Love Thing - STILLWATER
18. Hour Of Need - STILLWATER
Musiker Instrument
STILLWATER:
Jeff Bebe Vocals
Russell Hammond Lead Guitar
Larry Fellows Bass
Ed Vallencourt Drums

Die Musikfilme, die man einfach gesehen haben muss, sind ihrer nicht so zahlreich. In erster Linie sind es Konzertfilme, mit mehr oder weniger Brimborium außen herum. Wer die 50 bereits überschritten hat, denkt unwillkürlich an “Woodstock“, “The Song Remains The Same“, “The Last Waltz“, etc.

Eben alles mehr oder weniger Konzertfilme. Dem gegenüber stehen die Filme mit mehr dokumentarischem Charakter. Wie “The Kids Are Alright“ (THE WHO) und Spielfilme, wie die ersten beiden BEATLES-Filme oder auch, in den 70ern, “Grease“, bzw. “Saturday Night Fever“. Gesehen haben muss man, aus meiner Sicht, auf jeden Fall “Blues Brothers“, “The Commitments“, “This Is Spinal Tap“ und ich würde auch noch “Still Crazy“ sowie – sofern man BEATLES-Fan ist – “All You Need Is Cash“ mit aufnehmen.

Und ultimativ ist natürlich auch "Almost Famous". Im Prinzip auf den Erlebnissen beruhend, die Regisseur Cameron Crowe als junger Journalist beim “Rolling Stone“ machte, begeisterte der Film bei seinem Erscheinen vor 20 Jahren Musikfans ebenso, wie die Fachwelt. Anteil daran hatte natürlich auch die Musik im Film, von der auf dem damaligen Soundtrack-Album nur ein Auszug erschien. Zum Jubiläum jetzt, hat man richtig in die Vollen gelangt und den Film gibt es nun erstmals in 4K Ultra HD-Quality mit Dolby Vision und HDR-10. Ein limitiertes Steelbook ist ebenso erhältlich, wie eine limitiere Blu-ray-Edition.

Uns interessiert, wie gehabt, die Musik und auch da gibt’s Gewaltiges: Gleich 5 CDs birgt die “Super Deluxe Edition“ inklusive etlicher unveröffentlichter Titel und Outtakes. Dazu erscheinen natürlich auf diverse Vinyl-Varianten. Die Doppel-CD, die mir vorliegt, enthält auf der ersten CD den Soundtrack, wie er ursprünglich erschien. Schon das war eine sehr feine Auswahl, die neben Geläufigem, wie America (SIMON & GARFUNKEL), That's The Way (LED ZEPPELIN), Amazing Journey (THE WHO) oder One Way Out (ALLMAN BROTHERS BAND), auch Überraschendes, wie Todd Rundgrenss wundervolle Ballade It Wouldn't Have Made Any Difference, oder der BEACH BOYS ihr psychedelisch-flirrendes Feel Flows. Und Wiederausgegrabenes, wie die einstigen Hits Something In The Air von THUNDERCLAP NEWMAN und Tiny Dancer von Elton John. American Classic Radio in seiner besten Variante.

 

Auf der zweiten CD wird’s noch spezieller, jedoch nicht weniger unterhaltsam. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, dass die Songs alle im Film vorkamen, aber muss wohl so ein. Möglicherweise ein Anlass für den Erwerb der Blu-ray, bzw. der Ausgabe mit der zusätzlichen (ungekürzten) englischen Version des Filmes. Doch weiter im Text: Hier finden sich sogar noch mehr Spezialitäten. So spektakulär ist die U.S.-Version von Jethro Tulls Teacher zwar nicht, aber immerhin spielt Anderson hier Flöte (im Gegensatz zur europäischen Version). Joni Mitchells herrliche Piano-Nummer River ist eine weitere Demonstration ihrer Klasse, wie Future Games an die wenig beachtete Zeit Fleetwood Macs in den frühe Siebzigern erinnert.

Auch hier hat man eine spannende Zusammenstellung geschafft. Zwischen Rockklassikern, wie Everybody Knows This Is Nowhere (Neil Young), Burn (DEEP PURPLE) und Reelin' In The Years (STEELY DAN in ungewohnter Boogie-Laune) und eher selten gehörten Stücken, wie BLODWYN PIGs Psycho-Blues Dear Jill und dem Boogie-Woogie Albert Flasher von THE GUESS WHO.

Insgesamt finden sich vier Titel der “Film-Band“ STILLWATER auf den beiden CDs. Bei diesen Songs sind mit Nancy Wilson, Peter Frampton und Mike McCready gleich drei Hochkaräter mit im Studio gewesen und haben Gitarrenparts beigesteuert und zum Teil auch produziert. Besonders das stampfende Love Thing und das sich dynamische aufbauende, an FREE erinnernde, Love Comes And Goes können hier problemlos das Level halten.

Ich denke, spätestens nachdem man sich den Film erneut angesehen hat, dürfte das Verlangen steigen, sich die Songs (die ja selten komplett zu hören sind) auch zu Hause oder im Auto und sonst wo anzuhören. Das mühselige Zusammentragen, kann man sich mit diesem Album sparen.

Im schön gestalteten Booklet liefert Cameron Crowe noch einiges an Einblicken und interessante Infos. zum Beispiel, warum der Film beinahe "My Opening Farewell" geheißen hätte. Ich weiß jedenfalls, was ich heute Abend schaue und höre.

 

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