Various Artists

20 Years To Soon

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 01.01.2000
Jahr: 2003

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


20 Years Too Soon - A Tribute To The Nomads, Wild Kingdom Records/Zomba, 2003
Länge: 49 Min 42 Sek Medium: CD
1. 16 Forever - The Dictators9. The Fast Can't Lose - Sons Of Cyrus
2. Can't Keep A Bad Man Down - Electric Frankenstein10. Real Gone Lover - The Dontcares with Blag Dahlia
3. Pack Of Lies - The Hellacopters11. My Deadly Game - Super Cricket
4. The Good Stuff - Maryslim12. Knowledge Comes With Death's Release - The Robots
5. Top Alcohol - Nitwitz13. Don't Pull My Strings - X-Rays
6. Where The Wolf Bane Blooms - The Sewergroves14. Surfin' In The Bars - Yucca Spiders
7. Wasn't Born To Work - Sickidz15. The Way (You Touch My Head) - Voladoras
8. Rollercoaster - Silvermachine16. Min lön kommer fem ar forsent - Bob Hund

Wer kennt denn noch die NOMADS? Hände hoch! Wahrscheinlich nicht allzuviele aufgrund des doch eher mäßigen Erfolges außerhalb Schwedens. Dort sind sie aber seit über zwanzig Jahren aktiv, gemeinsam mit UNION CARBIDE PRODUCTIONS und SOUNDTRACK OF OUR LIFES so etwas wie die Wegbereiter des Garagenrock und damit die Vorläufer der BACKYARD BABIES, HELLACOPTERS, HIVES und wie die unzähligen PunknRoll und Trash-Bands im Knäckebrotland noch alle heißen.
Entsprechend haben sich hier einige Bands versammelt, die sich zu einem Tribute-Album zu Ehren der NOMADS berufen fühlten, um deren vorwiegend aus den frühen Achtzigern stammende Stücke zu interpretieren. Da allerdings eher die zweite bis dritte Liga der schwedischen Rotzrocker am Start war (sind man mal von den HELLACOPTERS, den YUCCA SPIDERS und den aufsteigenden MARYSLIM ab), ist die dargebotene Qualität doch recht unterschiedlich.

1.) THE DICTATORS: 16 forever
Ziemlich schlapper Beginn; lahmer Poppunk, mitsingkompatibel aber zahnlos. Dagegen sind THE OFFSPRING räudige Punker.
2.) ELECTRIC FRANKENSTEIN: Can't keep a bad man down
Das klingt doch schon deutlich besser. Galoppiert los wie ein nervöses Vollblut, TrashRocknRoll der rotzigsten Art.
3.) THE HELLACOPTERS: Pack of lies
Schön bei den Jungs ist immer die extra hochgezogene Gitarre, ansonsten ist das aber eine recht mäßige Sache, der das rechte Feuer fehlt und die im Werk der HELLACOPTERS wohl keinen besonderen Rang einnehmen wird.
4.) MARYSLIM: The good stuff
Schön schrammelig-stampfender Sleazerrock. Die Stockholmer Jungspunde haben's schon ganz ordentlich drauf.
5.) NITWITZ: Top alcohol
Stacheliger PunknRoll mit schön krächzigen Vocals. Die Alkoholpreise in Skandinavien haben schon zu einem weitverbreiteten Trauma geführt, wenn man sieht, wie viele Rocksongs sich mit dem Thema Hochprozentiges beschäftigen.
6.) THE SEWERGROVES: Where the wolf bane blooms
Sehr interessante sleazy Rockabilly-Nummer mit Surf-Gitarren. Der düstere Groover ist ein Highlight der Kompilation.
7.) SICKIDZ: Wasn't born to work
Das mag man glauben, wenn man das hört (wer würde von diesen Gestalten einen Gebrauchtwagen kaufen wollen?). Die sehr garagenmäßigen Gitarren wirken allerdings ein wenig zickig.
8.) SILVERMACHINE: Rollercoaster
Mit dem den NOMADS anhängenden Sixties-Appeal, aber irgendwie etwas lendenlahm.
9.) SONS OF CYRUS: The fast can't lose
Recht überzeugender kleiner, dreckiger RocknRoller.Ein echter Schwedenhappen aus Stockholm.
10.) THE DONTCARES with BLAG DAHLIA: Real gone lover
Speediger Ultra-Trash, ruckzuck vorbeigerauscht.
11.) SUPER CRICKET: My deadly game
Im Vergleich zu den übrigen Beiträgen geradezu mit Hochglanzsound versehen. Ultracoole Vocals, fette Gitarren, quasi die Glamrocker in der Garage. Kommt wirklich gut.
12.) THE ROBOTS: Knowledge comes with death's release
Mit mächtig Punk-Attitüde versehen wird die anfänglich schöne Schräglage doch bald recht öde.
13.) X-RAYS: Don't pull my string
Ohje, wenn man dazu Demo-Qualität sagt, wäre das schon reichlich beschönigend. Ene mene miste, es rappelt in der Kiste...
14.) YUCCA SPIDERS: Surfin' in the bars
Klingt ein bißchen nach einer Parodie auf Surf Rock.
15.) VOLADORAS: The way (you touch my head)
Die Mädels bezeichnen ihre Musik als high heeled garage punk. Hier bringen sie Rock'n'Roll im Sixties-Sound. Irgendwie ganz charmant.
16.) BOB HUND: Min lön kommer fem ar forsent
Ziemlich schräg und noisy, fast schon Avantgarde-Rock'n'Roll, mit zum Ende hin ansteigendem Nerv-Faktor.

Tja, was soll man sagen? Ein paar ganz hübsche Sachen, aber nichts was einen richtig aus den Schuhen hebt.
Ein weiteres Tribute-Album, das die Welt nicht wirklich braucht.

Ralf Stierlen, 09.03.2004

 

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