Vangough

Manikin Parade

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 15.06.2009
Jahr: 2008
Stil: Progressive Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Vangough
Manikin Parade, Eigenproduktion, 2008
Clay WithrowGesang & Gitarre
Abe HartleyKeyboard
LopezSchlagzeug
CarltonBass, Cello, Violine
Produziert von: Clay Withrow Länge: 72 Min 33 Sek Medium: CD
01. Estranger08. Gabrielle (The Twilight Part II: Love)
02. Manikin Parade09. Dance Of The Summer Mind
03. Christmas Scars10. One Dark Birthday
04. Handful Of Dreams11. Etude Of Sorrow (The Twilight Part III: Oblivion)
05. Disorder Quotient12. Halcyon Days
06. Bricolage Theater13. The Cosmic Bus Stop
07. Paradise For The Lost (The Twilight Part I: Deception)

Endlich einmal eine Prog-Metal-Band (eine amerikanische noch dazu), die sich nicht die viel zu oft kopierten (und so gut wie nie erreichten) DREAM THEATER zum musikalischen Vorbild erkoren hat, VANGOUGH klingen vielmehr wie entfernte Verwandte der Schweden von PAIN OF SALVATION. Das liegt zum einen an den vergleichbaren Stimmen von Clay Withrow und Daniel Gildenlöw, aber auch daran, dass die Musik nicht auf Grund der gespielten Noten pro Minute als progressiv gelten muss, sondern weil sie durch ihre Komplexität, ihren Ideenreichtum und die Verspieltheit beeindruckt. Am ehesten könnte man “Manikin Parade“ mit “Be“ von PAIN OF SALVATION vergleichen (man lausche nur einmal dem Titeltrack) – beide sind hochkomplex, nicht leicht zu durchdringen, aber voller faszinierender Schönheit. Hier prallt die kreative Power des modernen Progressive Metal auf die Sounds und den Ideenreichtum der klassischen Prog-Rock-Musik.

Eine weitere Komponente bei VANGOUGH ist Frank Zappa. Gemäß der Zappa’schen Philosophie „Passt nicht, gibt’s nicht“ experimentieren die Amerikaner wild mit verschiedensten Elementen und Sequenzen, die manchmal auch nur wenige Sekunden lang durchgehalten werden. Und dennoch ergibt alles einen Sinn, nichts wirkt forciert oder überfrachtet. Der Song bleibt klar nachvollziehbar. Immer wieder garniert die Band ihre Musik aber auch mit modernsten Einflüssen, etwa aus Videospielen. Da werden dann kurze Melodien daraus kurzerhand in die Musik integriert und wirken dabei nicht fehl am Platze. Inspiration aus ungewöhnlichen Quellen, das lob ich mir. So macht das Entdecken neuer Bands wirklich großen Spaß.

Geradezu sensationell ist zudem der Sound dieser Eigenproduktion zu nennen. Um dieses Resultat zu erreichen müssen sich arrivierte Bands teilweise Monate für teures Geld in einem Studio verschanzen. Hinzu kommt ein hochwertiges Digipack-Artwork, das den absolut positiven Eindruck der Band noch weiter unterstreicht. Hier wurde wirklich an nichts gespart, so dass die Band später auch dann stolz auf das Erreichte sein darf, selbst wenn “Manikin Parade“ das einzige Album der Band bleiben sollte (was ich nicht hoffen will). Es bleibt also zu hoffen, dass es tatsächlich mal einer solchen Band gelingt, international zumindest so bekannt zu werden, dass sie weiter Musik machen kann. Denn VANGOUGH liefern wirklich beeindruckende Musik, die komplex aber eingängig, melodisch und vertrackt ist. Im Prinzip kann man es fast mit zwei Worten zusammenfassen: einfach spannend.

Marc Langels, 14.06.2009

 

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