Van Morrison

The Authorized Bang Collection

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 26.05.2017
Jahr: 2017
Stil: Singer-Songwriter
Spiellänge: 180:12
Produzent: Bert Berns

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Plattenfirma: Sony Music


Redakteur(e):

Epi Schmidt


Van Morrison
The Authorized Bang Collection, Sony Music, 2017
 
Van Morrison Vocals, Guitar,
Eric Gale, Hugh McCracken, Al Gorgoni, Donald Thomas Guitars
Russ Savakus, Bob Bushnell Bass
Herbie Lovelle, Gary Chester Drums
Artie Butler, Seldon Powell Keyboards
Jeff Barry, Cissy Houston, Dee Dee Warwick, Myrna Smith Backing Vocals
     
Disc One - The Original Masters:  
01. Brown Eyed Girl 10. Send Your Mind
02. He Ain't Give You None 11. The Smile You Smile
03. T.B. Sheets 12. The Back Room
04. Spanish Rose 13. Joe Harper Saturday Morning
05. Goodbye Baby (Baby Goodbye) 14. Beside Me
06. Ro Ro Rosey 15. Madame George
07. Who Drove The Red Sports Car 16. Chich-A-Boom
08. Midnight Special 17. The Smile You Smile
Disc Two - Bang Sessions & Rarities:  
01. Brown Eyed Girl 09. Who Drove The Red Sports Car
02. Ro Ro Rosey 10. Beside You
03. T.B. Sheets 11. Joe Harper Saturday Morning
04. Goodybye Baby (Baby Goodbye) 12. Besdie You
05. Send Your Mind 13. Spanish Rose
06. Midnight Special 14. Brown Eyed Girl (Take 1-6)
07. He Ain't Give You None 15. Brown Eyed Girl (Take 7-22)
08. Ro Ro Rosey  
Disc Three - Contractual Obligation Session:  
01. Twist And Shake 17. You Say France And I Whistle
02. Shake And Roll 18. Blowin' Your Nose
03. Stomp And Scream 19. Nose In Your Blow
04. Scream And Holler 20. La Mambo
05. Jump And Thump 21. Go For Yourself
06. Drivin' Wheel 22. Want A Danish
07. Just Ball 23. Here Comes Dumb George
08. Shake It Mable 24. Chickee Coo
09. Hold On George 25. Do It
10. The Big Royality Check 26. Hang On Groovy
11. Ring Worm 27. Goodybye George
12.Savoy Hollywood 28. Dum Dum George
13. Freaky If You Got This Fear 29. Walk And Talk
14. Up Your Mind 30. The Wobble
15. Thirty Two 31. Wobble And Ball
16. All The Bits  

Wie schnell 50 Jahre vergehen, was? Ich sprech‘ da aus eigener Erfahrung und könnte euch ein paar Lieder davon singen. Aber wahrscheinlich ist es besser, wenn Van Morrison das übernimmt. Ich hab das zwar nach den Anfangserfolgen von THEM nicht so recht verstanden, warum die sich getrennt haben, aber ein Querschädel war der Ire wohl bereits zu diesem Zeitpunkt. Und leicht unzufrieden. Das war nämlich schon etwas anderes, was Bert Berns an Input in so eine Produktion stecken konnte, als die Vorkriegskenntnisse der Weißkittel von DECCA.
So kam es, dass Van, als Bert Berns seine eigene Plattenfirma “Bang“ gründete und THEM auseinanderbrach, 1966 zu Aufnahmen in dessen Studio in Kalifornien antrat.
16 Songs wurden damals eingespielt und letztlich mündeten diese in Vans erstes Soloalbum “Blowin‘ Your Mind“ (1967). In dieser “Authorized Bang Collection“ finden sich all diese Songs in verschiedensten Fassungen. Stereo und Mono Mixe und verschiedene “Takes“.
Muss man nun eine Recording-Session von 16 Songs auf ein 3-CD-Digi-Pack aufblasen? Muss man nicht, aber man kann.

Diese Aufnahmen erschienen zum großen Teil bereit auf den “Bang Masters“ im Jahr 1991 und die Bootlegger-Fraktion hat oder kennt zumindest auch die “Contractual Obligation Session“, mit der Van Morrison seine vertraglichen Verpflichtungen mit “Bang“ auf seine ganz eigene Weise “erfüllte“.
Van sowie Produzent Bert Berns und Techniker Andrew Sandoval äußern sich im Booklet ausführlich sodass wir uns noch einen Blick auf und ein Ohr für die Musik erlauben können. Brown Eyed Girl eröffnet den Reigen und klingt frisch wie eh und je. Manche Songs werden einfach nicht älter und das Good-Time-Feeling, das dieser Song transportiert, spricht einen auch heute noch umgehend an. Nichtsdestotrotz fühlt man sich natürlich gleich wie in den Golden Sixties und vor allem – aber nicht nur – bei He Ain’t Give You None fällt mir wieder einmal auf, wie ähnlich der Gesang von Morrison und Mick Jagger damals war. Das lag natürlich auch an der sehr ähnlichen - R&B- und Soul-beeinflussten – Musikrichtung, die man beschritt, aber irgendwo hatten die beiden Sänger doch eine äußerst ähnliche Herangehensweise, ein ähnliches Feeling. Wenngleich letztlich die Klasse bei Van etwas größer war. Der konnte denn auch eine fast 10-minütige Nummer, wie T.B. Sheets spannend halten. Der amerikanische Einfluss wird bei dieser Aufnahme, gerade was die Orgel angeht, schon sehr deutlich.
Zu den bekanntesten Songs gehört natürlich noch Spanish Rose, aber eigentlich hat jeder Song hier seine Reize und der Klang hier ist hervorragend.

Durchaus interessant, sind die Demos und verschiedenen Aufnahmestadien der Songs, die auf der zweiten CD zu finden sind. Da kann man unter anderem erleben, wie ein Hit wie Brown Eyed Girl sich entwickelt hat. Da kriegt man auch ein bisschen Studio-Talk mit und verschiedene Anläufe, die wieder abgebrochen werden mussten. Trotzdem alles hochkarätig und fern von Bootleg-Aufnahmen vergangener Zeiten.
Die “Vertragserfüllungs-Songs“ auf der dritten CD sind schon allein von ihren Titeln her nicht als vollwertig zu nehmen. Van Morrison reiht hier teils Sätze immer wieder hintereinander oder improvisiert seinen Gesang. Dazu begleitet er sich selbst auf der Akustischen. Und trotzdem sind das durchaus gut zu hörende Songs. Erinnert an die frühen Aufnahmen von Bob Dylan, wenn auch textlich natürlich nicht damit zu messen. Man sieht und hört aber, dass ein Künstler von der Klasse Van Morrisons auch dann noch etwas Ansprechendes abliefert, wenn er das eigentlich gar nicht vorhat.
Wer schon ausreichend mit “Bang“-Material versorgt ist, muss hier nicht gleich mit den Füßen scharren, aber der Rest darf sich hier ruhig mal mit vertraut machen.

Epi Schmidt, 23.05.2017

 

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