Univerve Rotating Wheels, Fuego, 2011 |
Nora Saadhoff | Vocals | |||
Frank Wölfer | Guitar | |||
Martin Herbst | Keyboards | |||
Udo Tanger | Bass | |||
Fabian Koke | Drums | |||
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01. Masks On Our Faces | 06. Stranger In A Strange World | |||
02. New Life | 07. Blood In Your Eyes | |||
03. Hybrid Mob | 08. Keep The Fire Burning | |||
04. Rotating Wheel | 09. So Many People | |||
05. Inside | 10. Late December | |||
Immer noch unter dem selbst gewählten Begriff “NPG – New Progressive Groove“ läuft die Musik von UNIVERVE, die nunmehr ihr zweites Album vorgelegt haben. Mittlerweile hat man sich auch an die etwas kantige, jedenfalls aber markante Stimme von Nora Saadhoff gewöhnt, die durch die Songs führt, die irgendwo im Graubereich zwischen Alternative, Art und Progressive Rock liegen. Gerne werden immer wieder ein paar funky Rhythmen eingestreut und insbesondere Keyboarder Martin Herbst hat einige tolle neue Sounds mit im Gepäck.
Hier darf man das Wort “Crossover“ noch Ernst nehmen, denn Schubladenfanatiker werden sich hier schwer tun. Mal flirtet man mit Pop, dann wird es progressiv rockiger (vor allem wenn es Soloausflüge gibt), in anderen Momenten gibt man sich dezent soulig. Dabei geht man insgesamt schon selbstbewusster und noch stimmiger als beim Debüt vor, ohne die Grundausrichtung verändert zu haben. Aber man merkt, dass die Band noch stärker zusammengewachsen ist.
Einizger Schwachpunkt ist für mich der balladeske Ausklang Late December, der doch etwas unnötig abflacht. Ansonsten gibt es hier immer wieder hübsche Details zu entdecken und die Spielfreude und Experimentierlust der Musiker vermittelt sich dem Hörer auf erfreulich unverkrampfte Weise. Hier wird nicht mit zweifellos vorhandener Virtuosität geprotzt, sondern diese wird spielerisch in locker-leichte Songs mit Groove (öfters mehr) und Biss (eher ein bisschen weniger) umgesetzt. Für den Hörer, der “open minded“ ist und sich nicht auf ein Genre versteift, ist auch das neue Album von UNIVERVE ein angenehmes akustisches Wohlfühl-Erlebnis.