UFO

Showtime

( English translation by Google Translation by Google )

DVD-Review

Reviewdatum: 17.11.2005
Jahr: 2005

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


UFO
Showtime, SPV, 2005
Phil Mogg Vocals
Vinnie Moore Guitar
Pete Way Bass
Jason Bonham Drums
Paul Raymond Keyboards
Produziert von: Gunter Puszkar Länge: ca. 200 Min Medium: Do-DVD
1. Intro10. Baby Blue
2. Mother Mary11. Mr. Freeze
3. When Daylight Goes To Town12. Love To Love
4. Let It Roll13. Too Hot Too Handle
5. I'm A Loser14. Lights Out
6. This Kids15. Rock Bottom
7. The Wild One16. Doctor Doctor
8. Fighting Man17. Shoot Shoot
9. Only You Can Rock Me

Die Besprechung der DVD - anstatt der ebenfalls am 11.11.05 erschienenen, gleichnamigen CD - ist eher zufällig: Ich sah UFO, ehrlich gesagt mehr zur Vervollständigung meiner "Konzert-Liste", erstmals im Mai live im Z 7 in Pratteln bei Basel. Und war ob der Spielfreude- und Kunst der älteren, personell durch Vinnie Moore (g) und Jason Bonham (dr) verjüngten Herren schlicht begeistert.
Vorab: Natürlich kommt der Konzert-Mitschnitt nicht an "Strangers in the Night" aus den späten Siebzigern heran. Nicht, weil Herr Schenker fehlt - Vinnie Moore ist ein adäquater Ersatz und der Spass auf der Bühne hat ohne die Eigenwilligkeiten von Herrn Schenker ersichtlich zugenommen. Sondern, weil "Strangers in the Night" einfach eine der wenigen Live-Platten der Rockmusik für die berühmte Insel ist - diesen über 25 Jahre alten Mitschnitt kann und konnte UFO nicht toppen.

Aber zu der DVD selbst: Disc 1 enthält ein am 13.05.2005 in Wilhelmshaven mitgeschnittenes Konzert. Die Titelliste birgt natürlich keine Überraschungen - warum auch? Sie enthält das Best-Of-Programm, welches Konzertgänger gerechterweise von der Band erwarten, also u.a. Mother Mary, Let It Roll, Love To Love, Too Hot Too Handle, Lights Out, Rock Bottom, Doctor Doctor und Shoot Shoot. Daneben einige neuere Titel aus dem aktuellen "You Are Here"-Album, die niemanden stören, aber auch nicht in die Annalen der Rockgeschichte eingehen werden. Wie zu erwarten kann sich die Band nicht durchringen, Material aus der ganz frühen Bandphase zu spielen, Songs wie Boogie, C'mon Everybody oder Prince Kajuku, sind leider nicht zu hören. Sie hätten zwar zu einer Rückschau der Band gehört und diese im besten Sinne des Wortes abgerundet. Aber wahrscheinlich können sie die beiden verbliebenen Gründungsmitglieder Mogg und Way nicht mehr hören - auch verständlich.

Phil Moog ist, obschon wohl nüchtern, richtig gut drauf und bei Stimme, Bassist Pete Way ohnehin jeder Kritik abhold und trotz fortgeschrittenen Alters ein begnadeter Rock-Macho auf der Bühne. Vinnie Moore geriert sich gar nicht erst als Michael Schenker II, sondern bringt seine Leadgitarre sehr gruppendienlich ein. Jason Bonham spielt - schon genetisch bedingt - druckvolle, saubere Drums, man hat den Eindruck, er vitalisiert die alten Mitglieder sogar. Der oft unterbewertete Paul Raymond, gern gesehener Gast in der Band seit 30 Jahren, sorgt im Hintergrund für eine fehlerfreie zweite Leadgitarre, Keyboards, und so sie angebracht sind für die Backingvocals. Ohne grosse Bühnenaufbauten lassen die Herren schlicht die Musik für sich sprechen - mir hat nur die "alte 1979" Version von Let it Roll deutlich besser gefallen, aber das ist sicher Geschmackssache. Das Klima in der Band stimmt einfach , was bekanntermassen nicht immer der Fall war und UFO leider nie ganz in die 1. Liga des Rock vorstossen liess - was auch der relativ intime Rahmen des Konzerts im Pumpwerk Wilhelmshaven bestätigt.

Disc 2 beinhaltet neben interessantem Dokumaterial und Interviews auch eine sechsgängige Studiosession, die im "Hannover-Peppermint-Park"-Studio stattfand. Zum Weiterleben nicht unbedingt nötig, für den UFO-Geneigten aber interessant. Schon, weil man eine Streicherbegleitung zum Beispiel von Love to love wohl noch nie hörte, aber weil man auch sieht, dass alle fünf Jungs technisch Virtuosen sind.

Der Sound des Konzert-Mitschnitts ist sicherlich gut, aber nicht optimal - dafür aber authentisch, so wie es sich beim professionell abgemischten Auftritt einer professionellen Rockkapelle gehört. Allemal besser als eine spätere Perfektionierung im Studio, die glücklicherweise nicht stattfand. Die Bildführung ist gelungen, besonders die verschiedenen Kamerapositionen. Der beengte Rahmen des Konzerts in Wilhelmshaven ist hier eher ein Vorteil.
Schlussendlich: Man kann die DVD alten und neuen UFO-Fans nur empfehlen. Da sie kaum teurer ist als die CD, gibt es keinen Grund, von ihrem Erwerb Abstand zu nehmen.

Format: Dolby, Surround Sound, PAL
Sprachen: Englisch (Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9

Dr. Thomas Schimpff, 17.11.2005

 

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