UFO

Mechanix (Remastered Edition)

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 26.02.2009
Jahr: 2009
Stil: Hard Rock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


UFO
Mechanix (Remastered Edititon), Chrysalis, 2009 (1982)
Phil MoggVocals
Paul ChapmanGuitar
Neil CarterKeyboards, Guitars & Vocals
Pete WayBass
Andy ParkerDrums
Produziert von: Gary Lyons Länge: 57 Min 59 Sek Medium: CD
01. The Writer09. Feel It
02. Somethin' Else10. Dreaming
03. Back Into My LifeBonus Tracks:
04. You'll Get Love11. Heel Of A Stranger (B-Side of Let It Rain
05. Doing It All For You12. We Belong To The Night (Live, Oxford, 1983)
06. We Belong To The Night13. Let It Rain (Live, Oxford, 1983)
07. Let It Rain14. Doing It All For You (Soundcheck, Birmingham, 1983)
08. Terri

Die Achtziger bescherten uns nicht nur ein paar der überflüssigsten Sounds, zumeist aus Tasteninstrumenten hervor gequollen, sondern auch einige der furchtbarsten Albumcover. Ich will da jetzt gar nicht ins Detail gehen, aber UFOs "Mechanix" Album, gehört bestimmt zu den Hässlichsten aus jenen Tagen.
Immerhin hielt es die Band nun schon das zweite Album in derselben Besetzung aus, was es ja fürderhin nur noch selten geben sollte. Paul Chapman hatte sich gut eingelebt und brachte mit seinen satten Riffs und kernigem Sound eine gute Schippe Dreck im UFO-Sound unter. Davon kann man sich gleich in The Writer überzeugen, aber wenn sich gerade schön im harten Rock wälzen möchte, ja, genau, da passiert es und Neil Carter kippt einen Putzeimer voll jener grauenhaften Keyboardtöne, von denen ich vorhin sprach, dazwischen. Brrrr. Dazu noch eine kleines Wechselspiel zwischen Saxofon und Gitarre beim Solo. Wäre mehr drin gewesen.
Eddie Cochran gehört zu meinen absoluten Favoriten und bin natürlich erfreut, sein Somethin' Else hier zu finden. Rockt nicht so geil ab, wie Mystery Train auf "No Place To Run", aber macht trotzdem Spaß. Nur Carters Keyboard verwässert das wieder etwas, aber sein Saxofon macht hier mehr Sinn
Bei Back Into My Life, mit Akustikgitarre, schlendert man dann wieder etwas in die SMOKIE - Ecke, nur deren Harmoniegesang kriegt man nicht hin. Vielleicht auch gut so. Hübsche Nummer mit einem zuckersüßen Gitarrensolo, wenngleich nicht UFO-gerecht.
Das Pseudo-Heavy-Riff von You'll Get Love hab auch irgendwo schon mal gehört. Groovt sich aber eigentlich ganz gut ein und lediglich das Solo hätte ich mir mehr im Vordergrund gewünscht. Nach sehr schleppendem Beginn wird aus Doing It All For You doch noch eine ganz flotte Nummer, die aber leider im Refrain weich gespült wird. Schade, Phil Mogg bringt das Teil ansonsten stimmlich gut auf Kurs. Aber der Refrain .... ts ts ts ...

Seite 2, wenn man so will, wurde mit We Belong To The Night - mit interessanten Temposchwankungen - gut rockig eröffnet. Ich muss da irgendwie an Turbolover von JUDAS PRIEST denken. Kein Übersong, aber ganz gut abgehend.
Was man auch über Let It Rain sagen könnte, dessen galoppierenden Rhythmus in der Bridge, man auch schon anderweitig gehört hat. Wieder nehmen die Keyboards von der Härte raus, wodurch der Song sogar fast radiotauglich wird. Chapman bewahrt ihn davor.
Richtig gut gefällt mir die Power-Ballade Terri. Oder, vielmehr, würde mir gefallen, wenn nicht da auch wieder diese gestrichenen Orgelteppiche rumfliegen würden. Schade, der Song hat Potenzial, aber mit diesem Sound kann ich mich nicht anfreunden.
Andy Parker steuert für Feel it wieder eines seiner unnachahmlichen Schlagzeug-hinein-polter Intros bei und mittels der Riffs von Chapman rockt der Song auch ganz gut im Midtempo, wird aber wieder durch den Refrain gehemmt. Na, ja, wenn man sich etwas vom Hard Rock Gedanken löst, klingt das eigentlich ganz passabel.
Ausgerechnet Keyboarder Neil Carter zeichnet mitverantwortlich für das forsch rockende Dreaming, das schön treibt und weder im Refrain und schon gar nicht im Gitarrensolo klein beigibt. Ein recht versöhnlicher Abschluss der Originalscheibe.
Mit der B-Seite der Let It Rain-Single, Heel Of A Stranger, gehen wir in die Verlängerung. Schöne Poprock-Nummer, zurecht auf einer B-Seite, mit Mitsing-Refrain und gutem Gitarrensolo.
We Belong To The Night kommt in seiner Live-Fassung druckvoll und erinnert micht sogar etwas an THIN LIZZY. Hier und da übertreibt Chapman mit dem Gitarren-Gefrickel, der zweistimmige Gesang macht dafür Laune. Aber warum wird der Song ausgeblendet?
Let It Rain gefällt mir Live deutlich besser. Ein Pop-Song bleibt es doch. Und, das bei einem Soundcheck aufgenommene, Doing It All For You rockt auf der Bühne weit mehr als im Studio. Umso mehr stört mich der lahme Refrain.
Tja, ein Album mit Licht und Schatten, mit dem man sich besser schon in früheren Zeiten angefreundet hat.

Epi Schmidt, 25.02.2009

 

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