Tyla

The Poet & The Dragon

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 09.02.2004
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Tyla
The Poet & The Dragon - Live Somewhere In This World, GMR Music Group, 2004
Tyla Vocals, Guitar
Dregen Vocals, Guitar
Länge: 73 Min 28 Sek Medium: CD
1. What's Happening Here9. How Come It Never Rains
2. Billy Two Rivers10. Ghetto You
3. Satellite Kid11. Errol Flynn
4. Empty World12. Ballad Of Jack
5. Drunk Like Me13. Princess Valium
6. Highlights14. More Uncharted Heights Of Disgrace
7. Bullet Proof Poet15. Heroine
8. Last Bandit16. Only Girl

"Ihr naht auch wieder, schwankende Gestalten", wird wohl der wahrscheinlichste Ausruf jedes Portiers sein, dessen Hotel Tyla, Mastermind der DOGS D'AMOUR, und Dregen, seines Zeichens Gitarrist und Sänger der BACKYARD BABIES, nach ihrer gemeinsamen Akustik-Tour wieder heimsuchten.

Ende der 90er war es, als der Poet und der Drachen die Idee für dieses Unternehmen gebaren. Die gesamte "World" haben sie zwar dabei nicht besucht, aber Schweden, England und Spanien gestreift und somit die wichtigsten Länder, wenn man an endlosen Partys interessiert ist. Anhand von Begrüßungen und Trinksprüchen lässt sich öfter lokalisieren in welchem Land gerade aufgenommen wurde.
Dass diese Tour im Endeffekt eine ewige Party mit kurzen Unterbrechungen war, lässt sich im Booklet dieser CD nachlesen (Tylas Handschrift ausnahmsweise einigermaßen leserlich...).
Überwiegend werden Songs von Tylas Haus- und Hofkapelle THE DOGS D'AMOUR geboten, was etwas befremdet, da auch zu diesem Zeitpunkt bereits etliche Soloscheiben jenes Herren veröffentlicht waren. Andererseits ist es natürlich so: Die DOGS D'AMOUR sind Kult und das sind durch die Bank die hier versammelten Songs. Von Last Bandit (vom ersten Major-Album "In The Dynamite Jet Saloon") bis What's Happening Here (vom damals letzten DOGS-Album "More Unchartered Heights Of Disgrace) sind praktisch nur Hits vertreten - gute Laune garantiert.
Spaß machen auch die Übergänge, wenn etwa Billy Two Rivers unvermittelt aus dem ersten Song sich heraus schält, oder die Eröffnungs-Akkorde von Last Bandit in das Ende vom Bullet Proof Poet herein scheppern.

Was macht jetzt eigentlich den Sinn dieser CD aus? Auf Singles und Maxi-Singles gab es immer mal akustische Versionen dieser Songs. Allerdings nie, soweit ich weiss, in einer soundmäßig so guten Version wie hier zu hören (und ich besitze sogar das "Empty World" Limited Edition Box Set #01399 - für Dogs-Fans ein absolutes Muss!).
Offensichtlich hatten die beiden, neben den endlosen After-Show-Partys, auch auf der Bühne jede Menge Spaß, auch wenn komischerweise auf Tylas Seite immer die "Trinker" standen, während sich auf Dregens Seite die "verfügbaren" jungen Mädels sammelten (nachzulesen im Booklet oder in Tylas Autobiografie).
Da wird unvermittelt How Come It Never Snows angekündigt, wo es eigentlich um Rain gehend sollte, und manchmal scheint ein Song gerade aus einer momentanen Laune heraus gespielt zu werden, wie etwa Heroine.
Auch Dregen präsentiert mit Highlights und Ghetto You zwei Songs der BACKYARD BABIES. Beide u.a. zu finden auf dem 2001er Album "Independent Days".
Mit den größten Beifall finden natürlich Satellite Kid und Errol Flynn, die klare Publikums-Favoriten sind (und schon immer waren).
Warum Johnny Silvers auf dem Cover nicht erwähnt wird, entzieht sich meiner Kenntnis, kommt aber ebenso überraschend wie erfreulich.
Und: Mit Only Girl findet sich doch noch ein Solo-Titel von Tyla hier, und zwar von seiner 98er CD "Nocturnal Nomad" (übrigens sind auch die "Nocturnal Nomad Demos" sehr empfehlenswert).

Das alles ist natürlich nicht jedermanns Geschmack, aber so ist das halt mit Poeten bzw. Drachen: Entweder man hasst oder man liebt sie (vgl. etwa die Lyrik von Charles Bukowski).
Am besten macht man's wie Tyla und Dregen und schnappt sich eine Bottle roten Wein und beim Refrain ist man immer mit dabei: "How could anyone fall for a drunk like me...".

Epi Schmidt, 09.02.2004

 

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