Tyla

Passion, Loyalty And Betrayal

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 09.07.2003
Jahr: 2003

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Tyla
Passion, Loyalty And Betrayal, Eigenvertrieb, 2003
Produziert von: Tyla Länge: 62 Min 14 Sek Medium: CD
1. Passion, Loyalty And Betrayal9. Where Did It All Go Wrong
2. Girl On Fire10. Fakin' Kant
3. St. Valentines Day Mascara11. The Nowhere (Acoustic)
4. Charlatans12. Death Of A Comedian Blues
5. Precious Things13. Man Of Contradictions
6. Talkin' 'Bout Keef (Coolest Guy Alive)14. The Nowhere (Electric)
7. The Wish15. Bolero De Lepanto
8. Posh Junky

Schon seit den Anfängen seiner Band THE DOGS D'AMOUR wird Tyla als "Bourbon wrecked throat, six string cigarette burnt Gretsch, tattoed heart that has withstood the test" beschrieben, und daran hat sich über die Jahre praktisch nichts geändert. Die Stimme noch etwas ruinierter, ein paar mehr Brandlöcher in seiner Gretsch und ein paar Narben an seinem Körper mehr...
Ebenso sind Musik und, natürlich, die Texte immer noch Beweis dafür, dass der "Bullet Proof Poet" die akustische Version von Charles Bukowski ist. Ebenso natürlich verzichtet Tyla auch auf seiner aktuellen CD nicht darauf, das Cover selbst zu gestalten. Eine lieb gewordene Eigenart, die allerdings die "Info-Suche" immer etwas erschwert.

Offenbar hat Tyla alles in Eigenregie eingespielt. Nachteil daran ist die etwas nervige Drum-Machine. Überhaupt haben die Aufnahmen häufig einen gewissen Demo-Charme. Bei den ersten Songs sind recht heftig verzerrte Gitarren am Werk, die sich beim zweiten noch verschärfen und auch der Gesang kommt dermaßen "verfremdet", dass vom Text kaum was zu erahnen ist. Aber dafür gibt's ja die Lyrics im Booklet.
Balladesker wird's dann bei St. Valentines Day Mascara, obwohl auch hier im Hintergrund eine verzerrte Gitarre agiert. Auch bei Charlatans lärmt es recht modern im Background, aber die Ähnlichkeit zu den DOGS-Songs wird langsam deutlicher.
Um wen es bei Talkin' 'Bout Keef geht, braucht wohl keine Erläuterung. Ein Hinweis auf den Typ, der wohl mitverantwortlich für Bands wie, na ja - eben die DOGS D'AMOUR ist. Entsprechend fliegen auch ein paar Berry-Licks durch den Song.
Eine der großen Stärken von Tyla sind zweifellos seine Balladen. Er schafft es einfach immer wieder, einen mit seiner Stimme in seinen Bann zu ziehen - etwa bei The Wish, oder auch beim countryhaften Where Did It All Go Wrong. Dass es bei einem Song wie Fakin' Kant trotzdem nicht um Vernunft geht war wohl zu erwarten - einigermaßen "obskur".
Ich bin ja nicht so der aufgeschlossenste Typ Neuem gegenüber und so gefällt mir The Nowhere, ob seiner Ähnlichkeit zu früheren Tyla-Solowerken, mit am besten (akustisch stimmt nicht ganz: eine E-Gitarre ist mit am Start).
Einen heftigen Death Of A Comedian Blues gibt's auch noch. Traditionell gehalten, mit reichlich Effekten im Sound.
Wie schon angemerkt, ist die Rhythmus-Maschine etwas nervig und mit einer richtigen Band würden die Songs hier einiges besser kommen. Darunter muss auch Man Of Cantradictions etwas leiden.
Die elektrische Version von The Nowhere macht noch deutlicher als die akustische, dass dieser Song sehr gut ins Repertoire der DOGS D'AMOUR passen würde.
Mit dem letzten Song weißt Tyla anscheinend drauf hin, dass er viel Zeit in Spanien verbringt. Kein Flamenco, nein, bei diesem Instrumental kann man sich eher Clint Eastwood und Lee Van Cleef auf dem Weg zum Duell vorstellen.

Gut, wie zu erwarten hat Tyla mit dieser Scheibe keinen Verrat (Betrayal) an sich begangen. Etwas "strange" mutet es doch ab und zu an. Seine beste Solo-Scheibe ist es wohl auch nicht (da würde ich z.B. "Libertine" vorziehen) und trotzdem wird keiner, der seinen früheren Werke (oder die der DOGS) liebt, dieses neue Werk missen wollen.
Ist eben eine Frage von Loyalty.

Epi Schmidt, 09.07.2003

 

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