Tommy Hale

Far From Grace

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 22.11.2003
Jahr: 2003

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Tommy Hale
Far From Grace, Holiday Disaster Records, 2003
Tommy Hale Vocals, Acoustic & Electric Guitar, Harmonica
Robert Kearns Bass, Piano, Candle
Jens Pinkernell Guitar
Pete Coatney & Kevin Gorman Drums
Kinley Wolfe Bass
Nate Fowler Guitar
Produziert von: Tommy Hale Länge: 39 Min 17 Sek Medium: CD
1. Told Me To6. Ringmaster
2. Where Were You Yesterday7. If I Had A Gun
3. Things Are Going My Way8. Havana By Midnight
4. Uncle Jim9. Savior
5. Open Letter

Ein absolut feines Debut-Album, das Tommy Hale hier abgeliefert hat, irgendwo zwischen Roots-Folk-Americana-Rock'n'Roll-Country usw.
Schon einige Jahre in der Szene, ist der Texaner wohl erst wenigen ein Begriff, wie man unlängst auf seiner England-Tour sehen konnte:
www.scuzz.com/tommyhale/hailhale.html.

Bereits der erste Song der CD, Told Me To, zieht einen in seinen Bann. Ein Midtempo-Country-Folk wie er, obwohl er sehr nach Mick Jagger klingt, von den Stones oder auch Tom Petty nicht besser gespielt werden könnte.
Mit Where Were You Yesterday folgt schon gleich ein Highlight des Albums, bei dem man richtig in Fahrt kommt. Ein absolut treibender Up-Beat-Song der sich immer wieder aufschwingt und mit herrlichen akustischen, wie "crunchy", Gitarren glänzt.
Auch Things Are Going My Way kommt mit einem wunderbaren angezerrtem Gitarren-Sound und einem flotten Midtempo, das durch die Trompete von Jim Lehnert die perfekten Akzente gesetzt bekommt.

Die erste richtige Ballade ist dann Uncle Jim im Neil Young-Sound und Stil. Sagen wir, so Richtung On The Beach/Zuma. Klingt jedenfalls fantastisch, und wird hiermit von mir zum Weihnachts-Song des Jahres erklärt: "Santa Claus is drunk again, the kids say he smells like Uncle Jim". Die zugehörige Solo-Orgie fehlt natürlich auch nicht.

Drauf auf's Gaspedal dann für Open-Letter. Spitzen-Rock mit ganz leichten Punk-Anleihen, wie etwa bei den BOTTLE ROCKETS, JASON AND THE SCORCHERS oder auch bei THE REPLACEMENTS. Ich bin echt begeistert von dem tollen Gitarrensound!
Ringmaster ist der nächste Song "im Ring" und schon bevor die Mundharmonika einsetzt, muss ich wieder an Mick Jagger denken, bzw. an dessen wohl beste Solo-Scheibe "Wandering Spirit". Sehr ähnlicher Gesang und ähnlich guter Country-Rock.
Naja, da kann man auch gleich den Schritt zu den Stones und somit If I Had I Gun tun, oder wer für solche Roots-Rocker halt sonst noch in Verdacht kommt. Izzy Stradlin? Dan Baird?
Dann wird die Grenze von Texas nach Mexiko überschritten, bzw. sogar Havana By Midnight besucht (nur so nebenbei bemerkt: Havanna liegt auf Kuba - Red., Abt. Reisetipps). Hier darf die typisch, schmetternde Trompete natürlich nicht fehlen aber Tommy's aggressiver Gesang sorgt schon dafür, das es nicht zu beschaulich zugeht.

Achtung: Diese Scheibe könnte süchtig machen!
Abschließend, und zu meiner besonderen Freude, die einzige Fremdkomposition dieser Scheibe: Savior. Geschrieben von Tyla und mit seinen DOGS D'AMOUR bereits 1989 veröffentlicht (auf "Graveyard Of Empty Bottles"). Von der Interpretation nicht viel anders als bei den Dogs, eben sparsam/akustisch, ist es nach wie vor eine wundervolle Ballade und ein würdiger Beschluss dieses Albums.
Tommy Hale, den sollte man im Auge behalten.

Epi Schmidt, 22.11.2003

 

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