Tir

Metal Shock


CD-Review

Reviewdatum: 06.07.2019
Jahr: 2019
Stil: Metal
Spiellänge: 44:52
Produzent: Andrea Mattei

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Plattenfirma: Gates Of Hell Records/Soulfood

Promotion: Sure Shot Worx


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Iron Maiden

Judas Priest

Saxon

Titel
01. Città In Fiamme
02. La Sfida
03. Banche Armate
04. La Luna Nel Cerchio
05. Crazy Mama
06. Dentro Il Vuoto
 
07. Lasciateci Fare
08. Metal Shock
09. Beat 150
10. Mitra
11. Memoria (Faber)
Musiker Instrument
Sergio Bonelli Gitarre
Danilo Antonini Gitarre
Dino Gubinelli Bass
Piero Arioni Schlagzeug
Giuseppe Cialone Gesang

Bei der Band TIR handelt es sich um Veteranen der italienischen Metal-Szene. Gegründet wurde die Gruppe bereits Anfang der 1980er Jahre, ist sie seit Ende der 80er kontinuierlich aktiv, auch wenn dabei bislang nicht allzu viel Zählbares – in Form von Platten oder CDs – herausgekommen ist. Erst 2011 erschien mit “Heavy Metal“ das Debüt des Quintetts, dem nun mit acht Jahren Verzögerung der Nachfolger “Metal Shock“ zur Seite gestellt wird. Eine lange Zeit für wahr.

( Foto zur Verfügung gestellt von Sure Shot Worx)

Die Verbindung zu den „guten, alten Zeiten“ zu Beginn der 80er Jahre hört man der Band denn auch sofort an. Der Sound von TIR ist tief verwurzelt in den Ursprüngen der New Wave of British Heavy Metal, was direkt mal der Opener Città In Fiamme deutlich macht. Und dabei wird auch gleich eine weitere Besonderheit der Band deutlich, denn seitdem TIR eigene Songs schreiben, werden die Texte auf Italienisch gesungen. Eine Entscheidung, die sicherlich nicht unbedingt dazu beiträgt, den internationalen Durchbruch zu schaffen. Aber auf der anderen Seite eben auch ein Alleinstellungsmerkmal. Und was bei den Opern von Puccini, Verdi etc. so hervorragend funktioniert hatte, das klappt doch wohl auch im Metal.

Zumal Frontmann Giuseppe Cialone keine „klassisch ausgebildete“ (im Sinn der Musik) Stimme hat, sondern ein Metal-Sänger mit unbestreitbaren Talenten ist. Seine Vocals kommen sehr rau und aggressiv aber dennoch mit einer ganzen menge Feeling, so dass es relativ schnell auch gar nichts mehr ausmacht, dass man die Texte nicht verstehen kann. Sie passt perfekt zu der Musik, die we eine Mischung aus den ganz frühen Göttern des Metal: IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST und SAXON klingt. Nun mag das nicht gerade ein Zeichen der allergrößten Individualität sein, aber diesen Mangel machen TIR hier mit einer Menge Spielfreude und Leidenschaft wieder wett.

So knallen Nummern wie der oben genannte Opener, das eher elegische La Sfida, das groovende Bache Armate, das fast punkige (man denke an MAIDEN zu “Killers“-Zeiten) Crazy Mama oder Dentro Il Vuoto schon recht packend aus den Boxen und machen auch nach zahlreichen Durchgängen immer noch richtig gute Laune. Die Band versteht es allemal hier auch wirklich eine große Bandbreite zu bieten. Zudem hat sich kein Stinker unter die elf Kompositionen geschmuggelt. Hier kann man als Fan des etwas rohen Metal getrost mal zugreifen.

 

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