Thunder

Dopamine

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 07.06.2022
Jahr: 2022
Stil: Hard Rock
Spiellänge: 70:36
Produzent: Luke Morley

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Plattenfirma: BMG


Redakteur(e):

Epi Schmidt

Titel
Disc One:
01. The Western Sky
02. One Day We'll Be Free Again
03. Even If It Takes A Lifetime
04. Black
05. Unraveling
06. The Dead City
07. Last Orders
08. All The Way
 
Disc Two:
01. Dancing In The Suinshine
02. Big Pink Supermoon
03. Across The Nation
04. Just A Grifter
05. I Don't Believe The World
06. Disconnected
07. Is Anybody Out There?
08. No Smoke Without Fire
Musiker Instrument
Ben Matthews Guitars & Keyboards
Chris Childs Bass
Daniel Bowes Vocals
Harry James Drums & Percussion
Luke Morley Guitars, Percussion & Backing Vocals
THE GUESTS:
Andrew Griffiths Saxophone
Carly Greene Backing Vocals
Julie Backing Vocals
Pat McManus Fiddle
Sam Tanner Keyboards & Backing Vocals

Eigentlich ist das letzte Studioalbum, “All The Right Noises“, noch gar nicht so lange her, aber so eine Pandemie verschafft einem halt viel Zeit. Auch zum Songschreiben. Irgendwie hat man sich auch zwei Jubiläen zusammengeschustert – aber das kennt man ja bei den Briten, STATUS QUO haben mit sowas reichlich Erfahrung. So feiern THUNDER 50 Jahre, seit sich Danny Bowes und Luke Morley erstmals über den Weg gelaufen sind und drei Jahrzehnte, seit sie diese Band gegründet haben. Auch wenn das Debütalbum bereits 1990 erschien. Auf jeden Fall ist ihnen das das erste Studio-Doppelalbum wert, obwohl es bei der Spielzeit auch auf eine einfache CD gepasst hätte. Aber doppelt hält besser und es gibt ja auch noch Vinyl-Ausgaben und diverse Bundles.

 

Tatsache ist, dass man sich – und uns - zum Jubiläum mal wieder ein ansprechenderes Album-Cover gegönnt hat. Das ging ja oft genug mehr in Richtung abstrakte Kunst und man hätte dahinter häufig eher ein PINK FLOYD-Album vermutet, als einen Hard Rock-Longplayer. Es liegt aber dieses Mal auch ein tieferer Sinn hinter Bild und Albumtitel, welche auf die Sucht nach den beliebten Selfies und einer vermeintlichen Selbstbestätigung anspielen. Aber hören wir doch mal, wie die Song-“Glückshormone“ auf uns wirken. Natürlich hat Luke Morley wieder alle Titel im Alleingang verfasst und produziert sowieso. The Western Sky geht mit wuchtigen Akkorden los und liefert eigentlich ein prima Basis auf der Danny Bowes so richtig abheben könnte. Der zieht es dann allerdings vor, bei Kalifornien rechts abzubiegen und eher so mit leicht angezogener Handbremse zu manövrieren. Live wird da sicher noch eine Schippe drauf gelegt, aber die Startlöcher hat man schon besser verlassen.

 

Aber natürlich ist es immer noch klasse, der Stimme von Danny Bowes zuzuhören. One Day We'll Be Free Again ist natürlich direkt Pandemie-adressiert. Hat so ein kleines DEEP PURPLE-Flair, auch durch die Hammond Orgel. Stampft ansonsten ganz gut vor sich hin. Dann gleich eine Akustiknummer hinterher, die wie ein Überbleibsel aus den Robert Johnson-Sessions wirkt. Ja, schöner Refrain, aber mehr Drive liefert der natürlich auch nicht. Hm, dann scheint Black mehr Schmackes im Gepäck zu haben, aber das ersehnte Riff kommt eher verhalten und mit Stimmen verfremdet. Auch Unraveling ist ein schöne Akustik-Ballade, aber zu später Stunde muss man sich da schon wachhalten können. Da sieht kurz darauf, bei Last Orders schon was besser aus. Ebenfalls akustischer Beginn, aber dann kommt doch Schwung rein und die Nummer schaukelt sich zuhörens auf. Kommt schon recht gut, auch wenn noch Luft nach oben bleibt.

 

Die zweite CD beginnt mit Dancing In The Sunshine deutlich hoffnungsvoller, sodass man schnell mit dem Kopf im Takt wippt. Das QUEEN-Tribute-Solo hätt's vielleicht nicht gebraucht, aber ansonsten hat das schon gewohnte Qualität. Es folgt aber kein Kracher, sondern ein – durchaus schön gemacht – Piano-Midtempo-Ballade names Big Pink Supermoon. Da rockt sich das anschließende Across The Nation mir deutlich angenehmer ins Ohr. Der Refrain vielleicht etwas zu gefällig, dich insgesamt ein Rock-Nummer, die Spaß macht. Morley ist halt immer noch – wenn er will – der Meister der Rock-Riffs. Ja, die ständigen Wechsel zwischen Rockern und Balladen nehmen irgendwie den Schwung aus dem Album, auch wenn Just A Grifter, mit seinen leichten Low Life-Reminiszenz für sich genommen kein schlechter Song ist und die Geige ein neues Element beisteuert.

 

Bei Disconnected fröhnt man deutlichst den Mittsechziger-BEATLES ohne so richig den Anschluss zu schaffen. Nein, eine Schlussoffensive gibt es nicht. Da gibt es mit Is Anybody Out There eine weitere Pianoballade, die sehr verhalten bleibt und No Smoke Without Fire brennt jetzt auch nicht unbedingt ein Feuerwerk ab. Auch wenn's da durchaus eine paar äußerst brauchbare Teile drin hat. Ich denke mal, man muss dem Album ein paar Durchläufe gönnen und wird dann noch auf das ein oder andere Highlight stoßen, aber die Jubiläums-Party-Scheibe ist “Dopamine“ nicht. Nun, wir sind ja alle nicht mehr die Jüngsten. Im Konzert werden dann schon die nötigen Reserven mobilisiert.

 

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