There Will Be Blood

Without

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 11.01.2014
Jahr: 2013
Stil: Southern Heavy Blues-Rock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


There Will Be Blood
Without, Ghost Records, 2013
Mattia CastiglioniDrums, Percussion and Spoons
Riccardo CiacominLead Guitar and Harp
Davide PacciorettiVocals and Rhythm Guitar
Special Guests:
Mr. HenryBackup Singer in Last March
Andrea RavasioBackup Singer in Last March
Produziert von: Andrea Cajelli Länge: 53 Min 15 Sek Medium: CD
01. Ain't No Places, No Matter08. Snout
02. Twister09. Son Of The Lightning
03. Kneel To Your Slave10. Swamp
04. My Face Carved In Stone11. Deepest Well
05. Souls Cart12. Moonshine
06. Voodoo13. Back No More
07. Truck14. Last March

Wenn man in Europa "down under" will oder den "way down south" einschlägt, landet man fast unweigerlich in Italien. Jedenfalls, wenn man in Deutschland startet und wenn man das im musikalischen Sinne betrachtet. Das scheint sich nur auf den ersten Blick zu widersprechen, aber tatsächlich gibt es jenseits weit mehr "ausgeflippte" Musikhörer, die sich viel näher am Prog-Rock als an lockerer Beach-Music orientieren und zudem, gerade was den Southern Rock - und das angrenzende Umfeld - angeht, einige Bands, die man eher in Südstaaten der Vereinigten Staaten, als in Südeuropa vermuten würde.
So bin ich unlängst über dieses Trio hier gestolpert: THERE WILL BE BLOOD.
Auf ihrem Album "Without" klingt das zunächst recht heavy, teils vom Jam Rock beeinflusst, auch viel Southern dabei und, bei aller Tradition, trotzdem recht modern. Das liegt zum großen Teil am oft verfremdeten Gesang (ihr wisst schon, dieser Megafon-Effekt) und auch am teils Industrial-Gitarren-Sound. Klingt aber gelesen schlimmer, als es sich anhört und man sollte sich von den ersten Songs nicht abschrecken lassen, wenn die einen etwas in den Sessel drücken.

Tatsächlich sind Ain't No Places, No Matter und Twister spätestens beim dritten Durchlauf schon kleine Ohrwürmer und verlocken zum fast schon hemmungslosen Abtanzen. Dabei passt das vom lockeren Hüftschwung bis zum Pogo recht viel drauf und der kernige ZZ TOP-Sound wird gleichzeitig von einem modern-stampfenden Groove überlagert. Bei Kneel To Your Slave geht’s schon fast in den Hip Hop Bereich, bleibt aber gleichzeitig total verführerisch. My Face Carved In Stone kommt als moderner Blues mit derben Riffs und Vocals, während es bei Souls Cart in einen flotten Rockabilly übergeht, der aber auch wieder durch den THERE WILL BE BLOOD-Wolf gedreht wurde und entsprechend ruppig klingt. Irgendwie erinnert mich hier etliches an SIMEON SOUL CHARGER, die ähnlich traditionell und gleichzeitig experimentell zu Werke gehen.
Wieder ein Texas-Riffs in Voodoo verbindet sich mit einem schweren Groove, zu dem man rhythmisch mitstampft. In Truck fühle ich mich an einen progressiven Alice Cooper ebenso erinnert wie an D-A-D.

Dann wird's wieder mal bluesig, mit leichten Country-Einflüssen, wodurch sich Son Of The Lightning anhört, wie der STONES Shake Your Hips (vom "Exile On Mainstreet" Album) anno 2013. Danach gibt's einen Boogie in bester ZZ…, na ja, hatten wir ja schon, und natürlich auch das im ganz eigenen Stil der Italiener.
Dieser wird bei Deepest Well fast zeitlupenhaft, dagegen bei den folgenden Stücken direkt punkig oder zumindest an flotten Rockabilly und Ska angelehnt.
So wechseln und vereinen sich die Stile zum ganz eigenen Gebräu von THERE WILL BE BLOOD. Der Last March geleitet den Hörer denn nahezu hypnotisiert aus diesem Album hinaus. Die Wahrscheinlichkeit, dass man bald wieder reinhört und so langsam süchtig wird, ist nicht so gering. Wie bei allen Drogen, kostet der Einstieg etwas Überwindung, aber dann kann's gefährlich werden. Also vorsichtig, sonst geht’s vielleicht bald ohne "Without" nicht mehr.

Epi Schmidt, 07.01.2014

 

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