The Who

Live At Hull 1970

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 14.12.2012
Jahr: 2012
Stil: Hard Rock, R&B

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


The Who
Live At Hull 1970, Universal Music, 2012
Roger DaltreyVocals, Tambourine
John EntwistleBass, Vocals
Keith MoonDrums, Vocals
Pete TownshendGuitar, Vocals
Produziert von: Bob Pridden Länge: 111 Min 51 Sek Medium: CD
Disc 1:
01. Heaven And Hell07. Happy Jack
02. I Can't Explain08. I'm A Boy
03. Fortune Teller09. A Quick One, While He's Away
04. Tattoo10. Summertime Blues
05. Young Man Blues11. Shakin' All Over
06. Substitute12. My Generation
Disc 2:
01. Overture11. Fiddle About
02. It's A Boy12. Tommy Can You Hear Me?
03. 192113. There's A Doctor
04. Amazing Journey14. Go To The Mirror!
05. Sparks15. Smash The Mirror
06. Eyesight To The Blind (The Hawker)16. Miracle Cure
07. Christmas17. Sally Simpson
08. The Acid Queen18. I'm Free
09. Pinball Wizard19. Tommy's Holiday Camp
10. Do You Think It's Alright?20. We're Not Gonna Take It

Ja, so mit der Zeit kommen doch manch alte Schätze ans Tageslicht. Erst kürzlich das Konzert von THE WHO "Live In Texas 1975" und nun der Auftritt der Band im schottischen (die Banderole will es uns anzeigen) Hull, welches gerade einen Tag nach dem legendären "Live At Leeds" Konzert stattfand. Jenes "Live At Leeds" Album gehört ohne Zweifel du den besten Live-Alben, welche jemals im Rockbereich aufgenommen und veröffentlicht wurden.
Dass die Band in bestechender Form war, zeigte sich auf dieser begeisternden Scheibe und einen Tag später, sah das kaum anders aus. Erst mit den modernen Techniken wurde diese Veröffentlichung nun möglich, da teilweise die Bass-Spuren von John Entwistle nicht aufgenommen waren und für sechs Songs vom "Live At Leeds" Album "geborgt" werden mussten. Da wollen wir mal Fünfe gerade sein lassen.
Auch hinsichtlich dessen, dass es das Konzert 2010 schon in der "Super Deluxe Collectors" Ausgabe von "Live At Leeds" bereits gegeben hat. So können nun auch die zuschlagen, die "Leeds" bereits in mehreren Versionen besitzen.
Ich finde es immer wieder beachtlich, wie THE WHO über ihre gesamte Karriere hinweg immer noch Songs aus ihren Anfangstagen im Programm hatten und diese von den Fans auch gefordert und gefeiert wurden. Ähnliches kann man z. B. über die STONES eher nicht sagen Ich denke, ein Grund dafür ist, dass sie diese ihrem jeweils aktuellen Sound und Stil angepasst haben. Jedenfalls kommen hier Songs wie I Can't Explain oder Substitute mit einer ungeheuren Frische und der Klang der Aufnahmen ist schlichtweg perfekt.

Man kann sich allein am Sound von Pete Townshends Gitarre vorstellen, welch Lautstärke da auf der Bühne geherrscht haben muss. Aber anders war diese Power wohl damals nicht zu erreichen.
Toll, wie in Fortune Teller plötzlich auf die Überholspur gewechselt und ordentlich aufs Gaspedal getreten wird, um gleich darauf die Ausfahrt in das beschaulich beginnende Tattoo zu nehmen. Dafür, dass es nicht so "beschaulich" bleibt, sorgt allein schon der Berserker hinter dem Drum-Kit namens Keith Moon.
Young Man Blues pendelt zwischen Heavy-Metal-Vorstufe und organisiertem Chaos - Adrenalin fast zum Greifen!
Zu meinen Favoriten gehört - wie immer - die grandiose Mini-Oper A Quick One, While He's Away. Der drahtige Bass, die Background-Vocals, die Vehemenz, mit der es zeitweise zur Sache geht, die verschiedenen Stile, Townshends Single-Note-Variationen und seine hart geschlagenen Akkorde, und - nicht zuletzt - Daltreys druckvoller Gesang: Die Essenz von THE WHO liegt in dieser Nummer. Der Summertime Blues hat vielleicht nicht ganz die Power wie beim Konzert in Leeds, aber erstens kommt an diese Version nichts und niemand heran und zweitens wird das locker durch das folgende Shakin' All Over wett gemacht. Da spielt und jammed sich die Band wirklich in einen Rausch!
In der göttlichen "extended" (über 15 Minuten) My Generation Version wird See Me, Feel Me schon mal eingebracht - und von einem göttlichen Schluss-Lärm gekrönt -, aber das komplette TOMMY-Programm kommt dann auf der zweiten CD.

Ich finde es nach wie vor beeindruckend, wie diese Kerle die ganze TOMMY-Oper zu viert und nur mit Gesang, Gitarre, Bass und Schlagzeug im Konzert gespielt haben. Da kann man über THE WHO sagen und denken, was man will, aber das ist eine großartige Leistung. So weit ich mich entsinne, regulär bisher auch nicht auf Tonträger zu finden, kann man hier diesen Rock-Meilenstein in seiner Band-Bühnenfassung hören und sich an diesen Songs berauschen, welche auch in der etwas reduziert-rauen Fassung nichts von ihrer Faszination verlieren. Ja, vielleicht kommt manches sogar noch dynamischer. Das trifft besonders auf die Instrumentalpassage zu, bei denen sich besonders Moon und Townshend gegenseitig pushen.
Auch was die Stimmen angeht, ist die Band absolut top und wie Townshend gegen Ende die ursprüngliche Orgel in Tommy's Holiday Camp mit seiner Gitarre ersetzt/imitiert, ist richtig klasse und der Gipfel wird - natürlich - beim abschließenden We're Not Gonna Take It erreicht. Voller Dynamik und Esprit lieferten THE WHO hier ein tolles Konzert, das in die gut sortierte WHO-Sammlung auf jeden Fall gehört.

Epi Schmidt, 09.12.2012

 

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