The Spacebrains

Love & Rockets

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 03.02.2005
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


The Spacebrains
Love & Rockets, Eigenvertrieb, 2004
Philipp Drums, Percussion
Andi Bass
Jörg Vocals, Guitar
Sven Vocals, Guitar
Produziert von: Siggi Bemm Länge: 18 Min 44 Sek Medium: EP
1. Get Ready8. Rock'n'Roll Satellite
2. Cherry Bomb9. Bail Me Out
3. Satisfied?

Teile dieser Band sind mir in anderen Gruppierungen im Frankfurter Raum immer mal wieder aufgefallen, vornehmlich im Vorprogramm eines gewissen Dan Baird. Dessen Band konnte da auch schon mal YAYHOOS heißen und die entsprechende Vorgruppe LOCAL HEROES.
Beim Konzert von den "Heart of the Georgia Satellites" im letzten Jahr standen jedenfalls THE SPACEBRAINS als Anheizer parat und diesen Job haben sie bei Publikum wie Hauptact bestens erledigt.

Mit "Love & Rockets" präsentieren THE SPACEBRAINS sich auf Tonträger. Ermöglicht wurde dies durch die Unterstützung von Die4MA und Beyerdynamic. Ein löbliches Unterfangen, welches einen hoffnungsvollen Gegenpart zu dem ganzen DSDS-Mist, mit unqualifizierten Teilnehmern (von Musikern kann man da ja gar nicht sprechen) liefert.
Also macht Euch bereit!

Get Ready knallt mit heftigen Riffs und einer punkigen Attitüde los wie eine ganze Riege amerikanischer Westküstenbands in den späten 80ern. Da klingen GUNS N' ROSES, FASTER PUSSYCAT, MÖTLEY CRUE, HANOI ROCKS und Konsorten an allen Ecken durch. Der Gitarrensound schneidet sich kraftvoll und durchsetzungsfähig durch die Speaker und auch der Gesang legt mehr Wert auf Power denn auf unnötige Verzierungen. Guter Start!
Mit etwas mehr Pathos folgt Cherry Bomb, aber auch hier ist reichlich Dreck drin. Klingt etwas mehr nach Stadion-Rock mit seinem eingängigen Chorus (wenn man Rockmusikhörer ist) und ich denke viel fehlt nicht, um da einen Hit draus zu machen. Selbst in Zeiten wie diesen.
Satisfied? ist man natürlich noch nicht, denn der Hunger auf mehr ist geweckt und mit diesem Song wird weiterer Headbanging-Stoff geliefert. Es bleibt aggressiv und treibend: Raue Stimmen und Power-Gitarren, die die nötigen Fills spielen ohne sich filigran zu verzetteln. Daß der Sound bei so einer Produktion noch kleine Verbesserungen vertragen könnte ist klar. Hier und da erscheint mir der Bass etwas mehr Präsenz vertragen zu können.
Aber was soll's: Die SPACEBRAINS gehen rau und straight zur Sache und haben ein Händchen für einfache und trotzdem anmachende Songs.
Ach ja, noch was: Booklet und CD-Rückseite sind sich nicht ganz einig über die Reihenfolge der Songs (passiert auch internationalen Bands mal). An vierter Stelle kommt der Hit dieser Scheibe Rock'n'Roll Satellite. Diese Mischung aus Punkrock und Surf-Beach Boys-Backing-Vocals ist natürlich nicht sonderlich innovativ und vielleicht gerade deswegen der geeignete Soundtrack für eine Saturday Night-Rock'n'Roll-Party. Der Song wird noch in so manchem Konzert die Stimmung zum Siedepunkt bringen!
Gedacht, jetzt folgt die obligatorische Ballade? Pech gehabt, die Chuck Berry-Licks geben das Tempo vor und wieder heißt es Pedal-to-the-metal und ab geht's. Diese "rücksichtslose" Einstellung der Band macht mir immer mehr Spaß. So rauscht auch Bail Me Out wie ein Schnellzug ohne größeren Stop vorbei und läßt so nebenbei einen weiteren Refrain der sich im Ohr festsetzt von der Ladefläche fallen. Lange Soli oder progressive Songverquerungen braucht hier keiner zu suchen. Hier geht's im Stil der oben genannten Bands zur Sache und zwar so gut, daß manche von deren Outputs Schwierigkeiten hätten mitzuhalten.

Hoffentlich bleiben Band, Management und Sponsoren mit genügend Ausdauer "bei der Stange", dann könnte man wirklich wieder mal den alten Spruch raushole': "Die Hesse' komme'!"

Epi Schmidt, 03.02.2005

 

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