The Riffing Cowboys

Hank'n'Roll - A Rock'n'Roll Tribute To Hank Williams

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 04.10.2011
Jahr: 2011
Stil: Rock′n′Roll, Country

Links:

The Riffing Cowboys Homepage



Redakteur(e):

Epi Schmidt


The Riffing Cowboys
Hank'n'Roll - A Rock'n'Roll Tribute To Hank Williams, Eigenvertrieb, 2011
Dan BairdVocals, Guitar
Jason RingenbergVocals
Warner HodgesGuitars
Graham YoungGuitar
Anders DrerupVocals
Philip Shaw BovaDrums
Phillip Victor BovaBass
Joe BlantonBass, Vocals
Bernie "Buzz" HaughianAcoustic Guitar
Eric "Roscoe" AmbelGuitar
Brian CampeauGuitar
Keith DyckBackground Vocals
Produziert von: Robert Libbey Länge: 38 Min 40 Sek Medium: CD
01. Honky Tonk Blues08. I Just Don't Like This Kind Of Livin'
02. The Blues Come Around09. My Sweet Love Ain't Around
03. Weary Blues From Waitin'10. Lonesome Whistle
04. I'd Still Want You11. Moanin' The Blues
05. I Can't Get You Off My Mind12. You Win Again
06. I'm A Long Gone Daddy13. Hey Good Lookin'
07. Cold, Cold Heart

Die Tage hab ich mir erst bei Dan Baird & Homemade Sin die Ohren wieder mal richtig durchpusten lassen und natürlich hinterher die neue Doppel-Live-CD/DVD mitgenommen. Die rockt natürlich geil, wie immer, birgt naturgemäß aber nur wenig Neues. Die letzte Studio-Scheibe ist schon wieder ein paar Jahre her, doch zwischenzeitlich gab es ja Nachschub von Stacie Collins und JASON AND THE SCORCHERS. Wer auf diese Art von Musik steht - countryfizierter Rock'n'Roll, rock'n'rolliger Country, oder wie auch immer - der macht jetzt mal die Ohren weit auf, für THE RIFFING COWBOYS!
Hier versammeln sich, unter der Regie des Gitarristen und Hank Williams-Fans Graham Young, nämlich genau die üblichen Verdächtigen um dem Country Godfather Hank Williams Tribute zu zollen und gleichzeitig dessen Country-Vorlagen nochmals ordentlich in den Arsch zu treten. So wie das Hank vielleicht selbst getan hätte, wäre er nicht zum Jahreswechsel 1952/53 verstorben. In seinem Wagen auf dem Weg zu einem Auftritt. So wie sein Tod, war das ganze, kurze, Leben, des 1923 in Alabama geborenen, Hank Williams mehr Rock'n'Roll als das Meiste, was nach ihm kam. Entsprechend war es Zeit für dieses Album.

Diese Besprechung könnte ich mir eigentlich sparen, denn auf der Homepage der RIFFING COWBOYS erfährt jeder Song die passende Beschreibung. Ein paar Worte trotzdem von meiner Seite:
Ich hätte geschworen, die Gitarre wird von Dan Baird gespielt, aber es sind Graham Young und Warner E. Hodges, die den Honky Tonk Blues in einen stampfenden, leicht schleppenden Rock'n'Roll verwandeln. Der Gesang kommt natürlich unzweideutig von Mr. Dan Baird. "Zwei Bier, bitte!"
Die Eröffnungsnummer kennen Eingeweihte natürlich in der Version von JASON AND THE SCORCHERS - mit deutlich mehr Umdrehungen - und deren Sänger, Jason Ringenberg, steht als Nächster hier in der Reihe. Eine kleine Reunion sozusagen. So wie einst der Drugstore Truck-Drivin' Man (auf "Clear Impetuous Morning"), wird hier The Blues Comes Around in einer High-Speed Cow-Punk-Version dargeboten. Warner dreht in seiner typischen Art ordentlich auf und ab und der Rest knüppelt dahinter was Zeug hält. Jason? Genial, wie in alten Zeiten!
Der Country-Anteil wird erhöht - inkl. des herrlich jodelnden Gesanges - als Anders Drerup das Mikro übernimmt. Der hat schon in dem Musical "Grievous Angel" den Part von Gram Parsons übernommen und macht auch in Weary Blues From Waitin' eine gute Figur. Der Drive und der Druck bleiben erhalten, nicht zuletzt durch Warners Solo.
Ein weiterer alter Bekannter gesellt sich für I'd Still Want You hinzu: Eric Ambel, der mit Dan Baird bereits bei den YAYHOOS zusammengespielt hat. Eric spielt die raue Slide-Gitarre in diesem gepflegten Boogie und auch im folgenden I Can't Get You Off My Mind ist er mitfederführend. Dan Baird übernimmt wieder am Mikro und ich bin, glaub' ich, beim dritten Bier.

Mir ist es einfach am liebsten, wenn Mr. Baird singt und das passt auch in dem rockenden I'm A Long Gone Daddy so richtig gut. Wie sonst bei den Scorchers, folgt auf Warners Lead-Feuerwerk alsbald kleiner Mundharmonika-Sturm. Hier gespielt von Bernie Haughian.
Kurz und gut sind die Songs von Hank Williams und natürlich bergen sie auch öfters einen großen Schuss Herzschmerz. Cold, Cold Heart gehört zu den beliebesten Country-Balladen überhaupt und kommt auch hier gut. Erneut ist es Anders Drerup, der dem Song die richtige Stimme verleiht und er erinnert mich hier ein bisschen an Dwight Yoakam.
Abstürze gibt’s hier keine, es sei denn, man hat zu großen Durst. Gut gefällt es mir wieder, wenn Eric "Roscoe" Ambel die Lead Gitarre übernimmt und Jason den Gesang, denn dann geht es einfach schnurgerade drauf los, ohne Pausen, unnötige Breaks und das Pedal bis zum Boden durchgetreten.
Den Schlussspurt übernimmt Dan Baird und singt die letzten drei Nummern. Darunter das famose You Win Again, welches ja auch zu Keith Richards' Lieblingssongs gehört. Zu meinen Lieblingssongs dieses Genres gehört Hey Good Lookin' und das beschließt dieses Album denn auch gebührend in allerfeinstem Rock'n'Roll-Country-Style. Da bekommt die Party nochmals Schwung und gleich darauf wird die Starttaste erneut gedrückt und diese Party nochmals abgefeiert. Mit wem könnte es mehr Spaß machen, als mit dieser Truppe und Hank Williams re-loaded!

Epi Schmidt, 02.10.2011

 

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