The Peckham Cowboys

Flog It!

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 18.01.2013
Jahr: 2011
Stil: Trash Blues Rock′n′Roll

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


The Peckham Cowboys
Flog It!, Cargo Records, 2011
Marc EdenVocals
Guy BaileyGuitars, Vocals
Dale HodgkinsonGuitars
Produziert von: The Peckham Cowboys Länge: 30 Min 56 Sek Medium: CD
01. South London Thing06. This Is The Sound Of Millwall
02. A Week In Larache07. With The Good Lord's Permission
03. Rock'n'Roll Star08. She Do The Twist And Twirl
04. Ain't That Somethin'09. Painkillers
05. Crackhouse Blues10. Baby Girl

Man darf sich von dem infernalischen Lärm, der zu Beginn des Albums über einen hereinbricht, nicht gleich verschrecken lassen. Die Jungs von THE PECKHAM COWBOYS nennen das Trash Blues Rock'n'Roll und das kommt in etwa hin. Ob da eine Mundharmonika im Hintergrund jault, oder ein Dudelsack oder ob da eine Ziege stranguliert wird, da tut man sich mit der Einschätzung schwer, aber dieser, na ich sag mal "industrial U-Bahn-Blues", hat auf jeden Fall in South London Thing etwas ziemlich Grobes. Auf die Band gestoßen bin ich über Guy Bailey, jenen Zylinder-Träger und Kniehöhen-Gitarrenspieler, der einst bei den QUIREBOYS sich seine Sporen verdiente, und der aber - wie schon bei DOGKENNEL HILL - auch durchaus andere Töne anzuschlagen weiß, als den meist lockeren Pub-Rock'n'Roll seiner Ex-Chorknaben.
Hier geht es jedenfalls deutlich gröber zu Werke und dass es dabei oft nach den Zeitgenossen von den DOGS D'AMOUR klingt, liegt auch und zuerst an der Stimme von Leadsänger Marc Eden. Das kommt in den meist schleppenden Trash Blues Songs so nahe, dass man oft meint himself singen zu hören.

Bei der Band spielte zeitweise auch Darrell Bath und so kann man sich gut vorstellen, wie solche STONES-beeinflusste Nummern wie Rock'n'Roll Star ihren Weg ins Repertoire gefunden haben. Und auch Ain't That Somethin' gehört in diese Ecke - hat gleichzeitig auch etwas von den oben genannten "Chorknaben". Dabei muss man aber immer bedenken, dass hier wahrscheinlich bei den Aufnahmen keiner nüchtern war und die Gitarren auch nicht immer aufs Genaueste gestimmt waren. Mit der Zeit muss ich immer öfter an die REPLACEMENTS denken.
Crackhouse Blues wird voraussichtlich bald seinen Weg auf den Soundtrack zu einem Quentin Tarantino Film finden. Ober der dann, ob der bedrohlichen Art dieses Heavy-Blues, etwas für Zartbesaitete sein wird, sei dahingestellt. Auf jeden Fall ist der Song eine herrliche Street-Persiflage auf Hendrix' Red House Blues..
Erneut QUIRE… denke ich, bzw. deren Lead-Sänger Spike, wenn This Is The Sound Of Millwall läuft. Hat ein bisschen was von King Of New York, nur, wie gehabt, mit deutlich mehr Dreck auf der Straße.

Leicht sphärisch/gespenstisch wird’s in With The Lord's Permission, wo sich Sänger Marc Eden wieder herrlich hindurchröchelt, während She Do The Twist And Twirl nahezu Punk ist.
Auch Painkillers und Baby Girl kommen mit deutlich härterem Sound und auch hier ist schwer zu orten, welches Instrument gerade für Lärm und Quietschen zuständig ist. Also wer eine beschauliche Nachmittags-Hintergrundmusik sucht, der sollte besser weiter suche, denn hier muss man schon gute Nerven haben, gut drauf sein, oder einfach "in Stimmung". Wer eines der drei Zustände - oder alle drei - aufweisen kann, der darf sich an dieser geballten Dosis Blues-Rock-Punk-Dirt'n'Roll erfreuen und am besten ordentlich mitrocken.
Als Anmerkung noch: Mittlerweile zupft Ex-QUIREBOYS Nigel Mogg in der Kapelle den Tieftöner. Mann kann sich also vorstellen, wie es da live abgeht. Spaß garantiert!

Epi Schmidt, 14.01.2013

 

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