The O'Jays

Imagination

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 18.02.2005
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


The O'Jays
Imagination, Sanctuary Records, 2004
Eddie Levert, Sr. Lead Vocals
Walter William, Sr. Lead Vocals
Eric Nolan Grant Lead Vocals
Eric Walls Guitar
Troy Taylor Keys, Drum Programming, Bass
Willie Ross Guitar
Edwin "Tony" Nicolas Drums, Percussion, Bass, Sequencing
Niles McKinney Keyboards
Dennis Williams Keyboards
Bobby Ross Avils Drums, Bass, Guitars
Randy Bowland Guitar
Länge: 54 Min 52 Sek Medium: CD
1. Made It Back7. Why You Wanna Settle For Less
2. Repair Man8. Busy Tonight
3. Make Up9. One Good Woman
4. Imagination10. I Would Rather Cry
5. ChauvinisticBonus Track:
6. Separate Ways11. The Christmas Song

Die Besetzungsliste zeigt es schon: Da waren einige Musiker beteiligt und ein paar davon offensichtlich Multiinstrumentalisten. Das ist aber hier auch nicht so wichtig, denn eigentlich müssen die nur den richtigen Grooveteppich ausrollen und den Rest machen die Stimmen dieser mittlerweile einzigartigen Vocalgruppe.
Schon stellt sich die Frage, ob man solche Soul-Schmachter wirklich braucht. Na ja, ein "Nein" ist gleich über die Lippen gepurzelt, aber vielleicht sollte man sich mal in Erinnerung rufen, woher Leute wie Otis Redding und Marvin Gaye kommen. Deren Stellenwert ist ja wohl unbestritten. Mehr? Bitteschön: Bon Scott, z.B., war ein großer Fan dieser Soulsänger aus den 60ern und einen Geradeausrocker wie Dan Baird habe ich selbst beim Konzert seiner YAYHOOS Love Train von den O'JAYS spielen hören.
Tja und diese Herren von den O'JAYS sind eine Institution, auch wenn sich die Besetzung seit den Anfängen in den 60ern hier und da mal leicht geändert hat.

Ihre große Zeit war Anfang der 70er mit den Alben "Back Stabbers" (1972) und "Ship Ahoy" (1973) und den Hits Back Stabbers, Love Train, For The Love Of Money, Put Your Hands Together u.v.a.
Der ein oder andere erinnert sich vielleicht auch noch an die großartige Version von Bob Dylans Emotionally Yours bei dessen "30th Anniversary Concert" anno 1992.

Auf "Imagination" braucht es nicht viel Vorstellungskraft, um sich einen Raum voller cool abgroovender Leiber (vornehmlich dunkelhäutig) vorzustellen. Vom ersten Moment an ist ein Feeling und ein Rhythmus da, der einen unwillkürlich in Schwingung versetzt. Und darüber thronen die Stimmen der O'JAYS in himmlischer Harmonie. Das mag oft genug in die Michael Jackson Ecke zielen, aber Repair Man könnte, rein vom musikalischen, auch auf einem späteren Rod Stewart Album zu finden sein.
Im Allgemeinen wird aber mit ein paar Stilmitteln eine Soul/R&B-Atmosphäre gezaubert, die einfach Stil und Klasse hat und den größten Teil von dem MTV-Kram problemlos in die Tasche steckt. Weil es nämlich ohne Bilder funktioniert!
Bei Make Up sieht man sich doch förmlich nächtens durch eine Stadt streifen, noch naß vom Regen, und seinen Gedanken nachhängen. Oder auf der Suche nach der Verflossenen.

Man kann das hier alles als seicht und langweilig abtun, aber wer jemals den Dancefloorfegern der 70er, sagen wir Rock Me, Baby, nachgegeben hat, hat auch bei "Imagination" wenig Chance auf Zurückhaltung. Ein paar Rap-Anklänge hier und da, bringt die Zeit mit sich, ansonsten dominiert die Soulmusik und der immer noch hervorragende Gesang dieses Trios. Wer sich also noch die Zeit nehmen kann, mal zuzuhören und sich gefangen nehmen lassen will von diesem Sound, der findet in "Imagination" den Stoff um Träumen nachzuhängen oder sich von diesem Groove einfach treiben zu lassen.
Mal "flotter" wie bei Busy Tonight, mal mehr Disco-Style wie Kind Of Woman oder cool-down wie in I Would Rather Cry - und wer fürs nächste Weihnachten mal einen Ersatz für "Winterwonderland" braucht, bekommt mit The Christmas Song einen jazzig angehauchten, adäquaten Ersatz.

Wie gesagt, man kann das mögen oder nicht, aber wie jemand so, quasi auf Knopfdruck, eine Stimmung/Atmosphäre erzeugen kann, ist schon beeindruckend.

Epi Schmidt, 18.02.2005

 

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