The Kinks

Word Of Mouth

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 25.10.2010
Jahr: 2010
Stil: Pop Rock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


The Kinks
Word of Mouth, Universal Music, 2010 (1984)
Ray DaviesLead Vocals, Rhythm Guitar, Keyboards, Harmonica
Dave DaviesLead Guitar, Backing Vocals, Lead Vocals on Living On A Thin Line and Guilty
Jim RodfordBass Guitar, Backing Vocals
Ian GibbonsKeyboards, Backing Vocals
Bob HenritDrums & Percussion
Mick AvoryDrums & Percussion on Sold Me Outm Missing Persons and Going Solo
Produziert von: Raymond Douglas Davies Länge: 53 Min 24 Sek Medium: CD
01. Do It Again07. Guilty
02. Word Of Mouth08. Too Hot
03. Good Day09. Missing Persons
04. Living On A Thin Line10. Summer's Gone
05. Sold Me Out11. Going Solo
06. Massive Reductions
Bonus Tracks:
12. Good Day (Extended Edit13. Summer's Gone (Extended Edit)

Wenige Bands, die in den 60ern gestartet waren, konnten in den 80ern noch solche Erfolge verbuchen wie die KINKS. Die STONES vielleicht als Einzige und auch da war längst nicht mehr alles so toll. Klar, THE WHO gab's auch noch, irgendwie, aber Charterfolge? Fehlanzeige.
Die KINKS, und natürlich vor allem Hauptsongschreiber Ray Davies, haben es irgendwie geschafft präsent zu bleiben, bzw. ihre Nische in den ersten Jahren jenes Jahrzehnts zu finden und gleich noch einen Schwung voller Hitsingles zu veröffentlichen. Ihre große Akzeptanz in den Vereinigtes Staaten wird ihnen da geholfen haben, aber auch, dass Ray Davies' schon fast ein Jahrzehnt früher mit der visuellen Umsetzung seiner Songs und der Band beschäftigt hat. Für Ray muss das MTV-Zeitalter ein Segen gewesen sein.
Vielleicht waren die KINKS zu dem Zeitpunkt auch mit das Beste, was man an bodenständigem Rock geboten bekam. Die berüchtigten 80er Jahre Sounds machten vielen Rockbands zu schaffen, aber die KINKS manövrierten sich da prima durch.

Mit einem einzelnen Akkordanschlag - wie weiland A Hard Days Night von den BEATLES - eröffnet Do It Again das Album und die Zeile "back where we started" scheint genau auf den Song zu passen: Das sind die KINKS, wie sie vor zwei Jahrzehnten begannen. Präzise Riffs, die u. a. an Where Have All The Good Times Gone erinnern. Das rockt richtig schön, Dave durfte wieder solieren und eine Ohrwurmmelodie, wie sie nur Ray so schreiben kann. Bringt tatsächlich Vergangenheit und Gegenwart bestens zusammen.
Dahinter wird mit dem Titelsong gleich noch einer eingeschenkt. Das klingt zu Beginn ein bisschen nach Brown Sugar, aber mit zeitgemäßerem Sound und auch wenn es vom Tempo her eher zurückhaltend bleibt, geht’s auch da recht aggressiv zu.
Dann, natürlich, der Hit: Good Day! Unnachahmlich Ray Davies und bester britischer Pop. Ja, auch die Mundharmonika hat Ray selbst gespielt und das Video zu dem Song lief bei MTV rauf und runter. Kann man mögen oder nicht, aber der Song hat das Wort "Hit" eingebrannt.
In und um die Band gab es natürlich die üblichen, fast schon gewohnten, Probleme. Dave war unzufrieden, wie sich die Plattenfirma um seine zuvor veröffentlichte Solo-Scheibe kümmerte, bzw. nicht kümmerte. Klare Sache, dass sich das auch auf die Band übertrug und eine womöglich langjährige Unzufriedenheit mit Ur-Drummer Mick Avory gipfelte in dessen Rauswurf, kurz nach Beginn der Aufnahmen. Dave's Living On A Thin Line könnte eine persönliche Stimmungsbeschreibung sein. Bewegt sich eher im 80er-Midtempo-Pop und ist nicht unbedingt typischer Dave Davies. Dazu ist zu wenig Gitarre in der Nummer.

Das sieht bei Sold Me Out schon anders aus! Da gibt Ray richtig Gas und pusht die Band mit forschem Gesang und Mundharmonika. Hier sitzt Mick Avory noch an den Drums und powert fleißig mit. Typischster KINKS-Rock. Hart, treibend, straight und ungeschönt rockend
Jener Ray hatte zur Stimmung auch sein Bündel beizutragen, war doch die Partnerschaft mit PRETENDERS-Frontfrau Chrissie Hynde am auseinanderbrechen. Könnte mit ein Indikator für die relativ raue Gangart von ihm auf diesem Album sein. Schlägt sich auch in Massive Reductions nieder.
Guilty atmet zwar auch den 80er Sound, aber hier legt Dave Davies einen prima powernden Pop-Rock Song vor und die Gitarre steht hier ganz weit vorne. Besonders im Solo - scheißegal, ob er damals das Solo in You Really Got Me gespielt hat oder nicht! Vergleiche zu den rockigeren Songs von Pete Townshend kommen mir hier in den Sinn.
Too Hot klingt zunächst nach den Rock'n'Roll Songs von Rod Stewart in den 70ern, birgt dann aber auch Elemente von KINKS-Klassikern wie Come Danicng.
Ob das mehr balladeske Missing Persons ("has anyboy seen this little girl of mine") oder die, vermeintlich fröhlich-poppige, Feststellung Summer's Gone sich beide im Prinzip mit Mrs. Hynde beschäftigen weiß ich nicht, aber es trotzdem gut anzuhörende Pop-Rock-Nummern. Besonders Summer's Gone.
Rays Fabile für karibisch angehauchte Sounds schlägt sich Going Solo (wieder ein Hinweis? Ach, lassen wir das ... ) nieder und geleitet einen beschwingt mitschaukelnd aus diesem Album.
Die beiden Bonustracks auf diesem Re-Issue sind nur "Extended Edits" von zwei Albumsongs und nicht von großer Bedeutung. Was dem Album nicht schadet und "Word Of Mouth" zu einem der besten KINKS-Alben der 80er und überhaupt macht.

Epi Schmidt, 22.10.2010

 

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