The Kinks

Phobia

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 11.01.2015
Jahr: 2015
Stil: Brit-Rock-Pop, Hard Rock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


The Kinks
Phobia, Sony Music, 2015 (1993)
Ray DaviesLead and Background Vocals, Keyboards, Rhythm Guitar
Dave DaviesLead Vocals, Lead Guitar, Background Vocals
Jim RodfordBass, Background Vocals
Bob HenrittDrums
Produziert von: R. Douglas Davies Länge: 76 Min 17 Sek Medium: CD
01. Opening10. Surviving
02. Wall Of Fire11. It's Alright (Don't Think About It)
03. Drift Away12. The Informer
04. Still Searching13. Hatred (A Duet)
05. Phobia14. Somebody Stole My Car
06. Only A Dream15. Close To The Wire
07. Don't16. Scattered
08. Babies17. Did Ya (Bonus Track)
09. Over The Edge

Es sind tatsächlich schon über 20 Jahre ins Land gegangen, seit das letzte Album der KINKS erschienen ist. Eigentlich schwer zu verstehen, denn von den großen Vier, die England in den 60ern hervorgebracht hat (neben den KINKS noch THE WHO, THE BEATLES und THE ROLLING STONES) wären sie wahrscheinlich die, die noch am ehesten an ehemalige Großtaten anknüpfen könnte und denen man ein spannendes neues Album zutrauen könnte. Was natürlich auch daran liegt, dass die Band von jeher ihr musikalisches Spektrum breiter angelegt hat.
Tatsächlich waren die Soloalben der Gebrüder Davies in der Zwischenzeit keine großen Erfolge, aber außerhalb vom Bandgefüge werden die wenigsten Musiker zu Stars. Selbst ein Mick Jagger bekam das einst zu spüren. Bemerkenswerterweise sind THE KINKS immer noch und immer wieder angesagt und dass obwohl auch das letzte Konzert schon fast zwei Jahrzehnte zurückliegt. Der Verehrung der Brit-Pop Bands sei gedankt. Gerade eben erschien erst mit “The Anthology 1964-1971“ eine viel gepriesene 5-CD-Box und nun erscheint mit “Phobia“ eine Neuauflage jenes letzten Studioalbums. Vergleichsweise wenig aufgerüstet – es gibt einen Bonus-Track – macht es doch irgendwie Sinn, dieses Album nicht so in Vergessenheit geraten zu lassen.

Zum damaligen Termin, 1993, war vielleicht auch nicht die günstigste Zeit, für die Veröffentlichung. Dabei ist das ein richtig gutes Album, welches ich durchaus zu den besten im Katalog der Band zählen würde. Auch in meinem Fokus war damals nur die Single Hatred hängen geblieben. Diesem country-inspirierten Up-Beat-Song war wohl auch nur wegen dem lebenslangen Zwist der Davies-Brüder Aufmerksamkeit zuteilgeworden, dabei hat die Nummer Schwung, Drive und Humor und ist auch noch gut produziert.
Wie der Rest des Albums, das mit Opening ein paar derb-bluesige Licks hinwirft (und damit in der Grunge-Zeit schon gleich dem Untergang geweiht war) und mit Wall Of Fire einen ersten Ohrwurm und rauen Midtempo-Rocker folgen lässt. Klar, hat “Phobia“ hier und da noch ein paar Keyboard-Sound-Reste aus den 80ern, doch kommen diese im Kontext eher bereichernd und behindern den überwiegend aggressiven Charakter des Albums nicht.
Zumindest zum Zeitpunkt der damaligen Erscheinung hatte Ray Davies immer noch die Fähigkeit, großartige Popsongs, Rockhymnen und Hits zu schreiben. Ein “Storyteller“ von höchsten Gnaden, dem man bei locker dahinplätschernden 60’s Songs, wie Still Searching ebenso gern zuhört, wie bei Riff-Rockern, wie dem Titelsong.
Die Ergänzung der Stimmen von Ray und Dave Davies passt immer noch und die “Reibung“ der Brüder aneinander lässt praktisch jeden Songs spannend werden. Immer muss man gewärtig sein, dass Dave ein grobes Riff zwischen Rays Melodie schmeißt, während man nie sicher sein kann, dass Ray nicht plötzlich und aggressiv die Songrichtung ändert.

Natürlich gibt’s auch den “Don’t Forget To Dance‘ Flair, in Nummern wie Only A Dream oder Don’t - was KINKS-Fans der 80er zu schätzen wissen werden - , wie auch die typischen, gitarrenbetonten, Dave Davies-Rocker, wie It’s Alright (Don’t Think About It) und Close To The Wire, und mit The Informer einen der schönsten verträumten Ray-Songs der letzten KINKS-Jahre, gesungen von einer der prägnantesten Stimmen der Rockmusik.
Ich war etwas skeptisch, ob diese Neuauflage sein muss, aber ich muss sagen, das Album macht ungeheuer Spaß und die Dreingabe von Did Ya - ein weiterer typischer, 60’s basierender, Popsong – ist schon fast nicht mehr nötig. Also, keine Phobie haben und als Fan genannter Bands sich “Phobia“ angeln.

Epi Schmidt, 09.01.2015

 

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