The Kinks

Lola Versus Powerman And The Moneygoround, Part One & Percy

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 26.08.2014
Jahr: 2014
Stil: Brit-Rock-Pop, Folk

Links:

The Kinks Homepage

The Kinks @ facebook

The Kinks @ twitter



Redakteur(e):

Epi Schmidt


The Kinks
Lola Versus Powerman And The Moneygoround, Part One & Percy, Sony Music, 2014 (1970 & 1971)
Ray DaviesGuitars & Vocals
Dave DaviesGuitars & Vocals
John DaltonBass
Mick AvoryDrums
John GoslingKeyboards
Produziert von: Ray Davies Länge: 128 Min 17 Sek Medium: CD
CD 1: "Lola Verus Powerman And The Moneygoround, Part One"
01. The Contenders12. Powerman
02. Strangers13. Got To Be Free
03. Denmark StreetBonus Tracks:
04. Get Back In Line14. Anytime
05. Lola15. The Contenders (Instrumental Demo)
06. Top Of The Pops16. The Good Life
07. The Moneygoround17. Lola (Alternate Version)
08. This Time Tomorrow18. Ths Time Tomorrow (Instrumental)
09. A Long Way From Home19. Apeman (Stereo Version)
10. Rats20. Got To Be Free (Alternate Version
11. Apeman
CD 2: "Percy" (Soundtrack From The Film)"
01. God's Children13. God's Children (End)
02. Lola (Instrumental)Bonus Tracks:
03. The Way Love Used To Be14. Dreams (Remix)
04. Completely15. Lola (Mono Single)
05. Running RoundTown16. Apeman (Mono Single)
06. Moments17. Rats (Mono Single)
07. Animals In The Zoo18. Powerman (Mono)
08. Just Friends19. The Moneygoround (Mono Alternate Version)
09. Whip Lady20. Apeman (Alternate Mono Version)
10. Dreams21. God's Children (Mono Film Mix)
11. Helga22. The Way Love Used To Be (Mono Film Mix)
12. Willesden Green23. God's Children (Mono Film Mix)

Als KINKS-Fan ist man schon leidgeprüft und gut zur Kasse gebeten worden, über die Jahre. Ein Schicksal, welches man mit manch anderem Fan einer Kapelle, die in den 60er Jahren ihren Anlauf nahm, teilt. Wer sich einst die Vinyl-Scheiben zulegte, wurde mittlerweile mit zahlreichen Neuauflagen beglückt, welche nicht nur als Tonträger silbern glänzten, sondern auch auf den Bankkonten der Plattenfirmen.
Die bekamen beizeiten ihr Fett ab, denn Ray Davies präsentierte ihnen mit dem Album “Lola Versus Powerman And The Moneygoround“ die Rechnung. Teils satirisch wurden hier einige Machenschaften der Plattenindustrie und deren Umfeldes direkt angesprochen. Vor allem die Tracks Denmark Street und Moneygoround seien hier genannt.
Auf dieser Wiederveröffentlichung hat man dem Album beachtliche sieben Bonus-Tracks spendiert und gleich eine Doppel-CD mit dem chronologisch nachfolgenden Album “Percy“ daraus gemacht.
Wie oft davor und auch danach scherte sich der Kopf der KINKS wenig um kommerziellen Erfolg oder Erwartungen. Und trotzdem findet sich auf dem ersten CD einer der größten Hits der Band, der dem Album auch einen Teil des Titels lieferte. Was soll man sagen? Ein KINKS-Album wie es sich gewaschen hat. Wo die Kollegen sich Richtung Blues orientierten – wir befinden uns Anfang der 1970er Jahre - , blieben die Gebrüder Davies beim Folk und Rock. Letzterer durchaus auch mal heftiger und natürlich kommen die KINKS-typischen Einflüsse und Zutaten, wie Big Band-Sound, Vaudeville und sogar mal Ragtime hinzu.
Fette Riffs gibt’s zum Beispiel in Top Of The Pops und in Rats. Einen weiteren Hit im 60’s-Stil gibt’s mit Apeman; während The Contenders und Got To Be Free das Album einrahmen und schon auf die bald kommenden “Muswell Hillbillies” hinweisen mit Anleihen bei der uramerikanischen Appalachian Musik.

Wer das Album noch nicht kennt, der sollte auch vor dringend Strangers mal anspielen. Eine wundervolle Akustikgitarren- und Pianonummer, die so richtig zum Mitsingen und –schunkeln einlädt. Gut möglich, dass so der Song in einem der Pubs entstanden ist, die die Davies-Brüder bevorzugten.
Die Bonus-Tracks sind fast komplett unveröffentlicht. Anytime lädt zum Schwelgen ein und gehört sicher zu den schönsten Duetten von Ray und Dave. The Good Life ist eine richtig schöne Good-Time-Boogie-Nummer. Lola- in der “Alternate Version“ kommt ohne die einleitenden Akkorde etwas lahm aus den Startlöchern, macht sich dann aber. Got To Be Free klingt zunächst nach Vorweihnachtszeit, geht dann aber mehr Richtung Vaudeville. Wer das Album bereits als CD hat, muss hier nicht in Panik geraten, aber evtl. kann man die Sammlung erweitern oder komplettieren.
Zumal ja mit “Percy“ ein weiteres Album hier enthalten ist. Und da kann man wohl mit Fug und Recht behaupten, dass man hier einen der Fälle hat, in dem der Soundtrack – und um so einen handelt es sich hier – um Längen besser ist, als der Film.
Der Film wartet zwar mit der schwedischen Sex-Göttin Brett Ekland auf, aber die Sexkomödie verschwand fast ebenso schnell wieder aus den Kinos, wie Ray Davies aus dem Saal bei der Premiere.
Getrost darf man also die Musik dem Film vorziehen. Verabschiedet man sich mal von der Soundtrack-Vorstellung, was einem außer bei der Instrumental-Version von Lola leicht gelingt, hat man auch mit “Percy“ ein schönes Album der Band.

Lupenreine Blues-12-Takter, wie Completely, findet man bei den KINKS normal nicht so leicht, aber hier kann man einer Band lauschen, die genauso gut unter ROLLING STONES firmieren könnte. Nur dass Ian Stewart selten Platz für so ein schönes Hammond-Solo bekam.
Running Around Town könnte LED ZEPPELIN inspiriert haben. Auf der anderen Seite könnten Bob Dylan und die BEATLES gleichermaßen Pate für Moments gestanden haben.
Straighter R&B im Stil von Bo Diddley trägt Animals In The Zoo und bei Willesden Green gibt es die Besonderheit, dass mal nicht Ray oder Dave singen, sondern Bassist John Dalton eine überzeugende Vorstellung als Elvis-Impersonator gibt.
Gleich zehn Bonus-Songs gibt es hier. Viele Mono-Aufnahmen, u.a. von Lola und Apeman, teils in den Single-, teils in den Film-Versionen gibt’s hier Lola z.B. mit der “Cherry-Cola“ anstatt der “Coca-Cola“ Zeile. Ja, da wurde damals Schleichwerbung vermutet und deswegen musste da umgedichtet werden
Also auch, oder vielleicht gerade, ohne Film funktioniert auch diese Scheibe und wer dem Brit-Rock KINK’scher Prägung zugetan ist, wird auch hier ganz gut bedient. Trotz der umfangreichen Ausstattung kann man sicher geteilter Meinung sein, ob “Percy“ zwingend notwendig ist, aber in diesem Package – und mit einem informativen und umfangreichen Booklet ausgestattet – nimmt man das doch gerne mit.

Epi Schmidt, 22.08.2014

 

(C) 2008 - 2022 by Hooked on Music