The Kinks

Everybody's In Showbiz, Everybody's A Star

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 05.09.2010
Jahr: 2010
Stil: Rock Pop

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


The Kinks
Everybody's In Showbiz, Everybody's A Star, Universal Music, 2010 (1972)
Ray DaviesGuitar, Vocals
Dave DaviesLead Guitar, Vocals
Mick AvoryDrums
John DaltonBass Guitar
John GoslingKeyboards
Mike CottonTrumpet
John BeechamTrombone, Tuba
Dave RowberryOrgan on Celluloid Heroes
Alan HolmesBaritone Sax, Clarinet (studio recordings only)
Davy JonesBaritone Sax, Clarinet (live recordings only)
Produziert von: Raymond Douglas Davies Länge: 74 Min 30 Sek Medium: CD
01. Here Comes Yet Another Day13. Mr. Wonderful
02. Maximum Consumption14. Acute Schizophrenia Paranoia Blues
03. Unreal Reality15. Holiday
04. Hot Potatoes16. Muswell Hillbilly
05. Sitting In My Hotel17. Alcohol
06. Motorway18. Banana Boat Song (trad.)
07. You Don't Know My Name19. Skin & Bone
08. Supersonic Rocket Ship20. Baby Face
09. Look A Little On The Sunnyside21. Lola
10. Celluloid HeroesBonus Tracks:
11. Top Of The Pops22. Till The End Of The Day
12. Brainwashed23. She's Bought A Hat Like Princess Marina

Das Konzept eines Doppelalbums war Anfang der 1970er schon nicht mehr neu. Auch nicht mit einer Live- und einer Studio-LP darin. Das hatten CREAM bereits Ende des vorherigen Jahrzehnts mit "Wheels Of Fire" vorgemacht. Aber nicht nur für KINKS-Boss Ray Davies war so ein "Doppelalbum" halt immer noch ein Traum und mit "Everybody's In Showbiz, Everybody's A Star" konnte er sich und seiner Band diesen Traum erfüllen. Allerdings war dann doch nicht so erfolgreich, wie man sich das - nicht nur vonseiten der Plattenfirma - gewünscht hätte. Der alte Querkopf Ray lieferte zwar mit der Studioplatte ein respektables Werk ab, auf dem mit Supersonic Rocket Ship ein wundervoller Ohrwurm und mit Celluloid Heroes gar ein Highlight im KINKS-Repertoire und in der Popmusik überhaupt.
Immer noch war, die zum Album "Muswell Hillbillies eingeführte Bläsersektion, maßgeblich am Sound der Band beteiligt. Da rockt Here Comes Yet Another Day im Prinzip schon recht gut und auch KINKS-typisch, aber wird sowohl von der Blechblasabteilung etwas aufgeweicht als auch etwas plötzlich "abgebrochen". Ist aber ein guter Opener. Das folgende Maximum Consumption verfällt dann schon wieder eher in den jazzigen Dance-Hall Charakter, den Ray Davies damals so bevorzugte. Weil er aber immer noch tolle Songs schrieb, kommt man auch damit noch gut klar. Ebenso wie mit dem Dixieland-beeinflussten Unreal Reality. Im Prinzip drehte es sich auf diesem Album ja um das "Leben on the road" und es gab auch hochambitionierte Pläne, einen Film dazu zu drehen, um das Album zu promoten. Im Prinzip nahm Ray damit schon die Idee der "Videoclips" vorweg, die erst gut ein Jahrzehnt später so richtig zur Musikvermarktung eingesetzt wurden. Tatsächlich wurde jener "on the road" Film auch gedreht, aber bei der Plattenfirma bestand kein Interesse, den Film zu veröffentlichen und so verschwand er ungesendet in den Archiven.

Deutliche "Vergangenheitsverweise" sind in Hot Potatoes zu hören. Das klingt schon stark, wie ein Potpourri aus den schmissig-schunkelnden Midtempo-Balladen, die kaum einer so großartig spielen konnte wie die KINKS in den 60er Jahren.
Und das beweisen sie mit Sitting In My Hotel gleich nochmal, auch wenn da deutliche BEATLES-Zitate vorzukommen sein. Nicht zuletzt durch die Bach-ähnliche Trompete.
Motorway übernimmt den Country-Rock-Stil der auf "Muswell Hillbillies" großen Anteil hatte und hoppelt munter dahin. Klingt fast ein bisschen nach den BYRDS.
Wieder sehr Rod Stewart und FACES orientiert gibt sich You Don't Know My Name. Macht richtig Laune. Was auf das calypsoartige Supersonic Rocket Ship natürlich noch mehr zutrifft. Sicher nichts um Konzertsäle zu rocken, aber für die gute Laune zu Hause oder im Auto einfach genial.
Zurück in die Dancehall- und Dixieland-Abteilung mit Look A Little On The Sunnyside und dann eröffnen die legendären Worte "Everybody's a dreamer, everybody's a star" das wunderschöne Celluloid Heroes. Eine Rückkehr und Einladung zu "Top Of The Pops" war damit gewährleistet.
... und schon ertönt die Ansage des Moderators und wir sind in der "Live-Abteilung". Damals eine "neue Scheibe" geht das auf der CD etwas überraschend ineinander über.
Etwas holprig klingt Top Of The Pops, zeigt aber, dass die Band live durchaus noch gut und derb rocken konnte.
Tja, dann geht Ray kurz zum Mr. Wonderful Showmaster über, aber - auch wenn dann die "New Orleans Fraktion" einsteigt - mit Acute Schizophrenia Paranoia Blues kommt doch wieder etwas bodenständiger Rock und Groove hinzu.

In mehr "trunkener" Stimmung geht es durch die Songs von "Muswell Hillbillies", Holiday, Muswell Hillbilly und Alcohol. Letzteres damals ein absoluter Fanfavorit und wenig konnten das glaubhafter interpretieren als Ray Davies.
Banana Boat Song wurde ja noch über Jahre immer wieder - und gern als Überleitung zu Lola - verwendet. Skin & Bones bringt, bläserunterstützt, nochmal etwas Schwung und rockige Töne in den Set und mach sich auch als Ohrwurm richtig gut. Da passen die Bläser echt gut dazu.
Vaudeville-mäßig leitet Baby Face dann das Ende ein und die Hoffnung, mit Lola belohnt zu werden, wird nur durch die Fangesänge und etwas Mitgejamme der Band erfüllt. Hätten sie sich da auch wieder sparen können.
Zwei Bonus-Tracks sind noch enthalten.. Davon hetzt Till The End Of The Day etwas übertreiben dahin. In einem "normalen" Konzert würde da bestimmt gut passen, aber hier etwas deplatziert. Der letzte Song pendelt nochmal zwischen Dance-Hall-Ballade und New Orleans-Party-Swing.
Tja, das Album hinterließ nicht nur damals zwiespältige Meinungen - inner- wie außerhalb der Band - und auch heute noch wird einem kaum das komplette Album gefallen. Besonders in der Studioabteilung sind aber einige mehr als hörenswerte Songs untergebracht. Bessere KINKS-Alben gibt’s allemal.

Epi Schmidt, 31.08.2010

 

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