The Juke Joints

Heart On Fire

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 01.05.2015
Jahr: 2015
Stil: Blues, Blues Rock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


The Juke Joints
Heart On Fire, Continental Record Services, 2015
Peter KempeLead Vocal, Drums
Michel StaatGuitar
Sonnyboy VD BroekHarmonica, Vocal, Saxophone
Derk KorpershoekBass, Vocal
Additional Musicians:
Roland BakkerPiano, Hammond B§ Organ
Rene Van BroekhovenVocal, Additional Drumtracks, Percussion
Ben Van Den DungenSaxophone
Produziert von: Rene Van Broekhoven and The Juke Joints Länge: 45 Min 05 Sek Medium: CD
01. Heart On Fire07.Russian Roulette
02. You Got Me Where You Want Me08. Nataly
03. All Over Again09. Stop Foolin' My Heart
04. One More Time10. Bootsy
05. Hooked11. Funny Little Valentine
06. Cat's Squirrel12. You're Allright

Für ihr neuestes Album haben sich die vier Niederländer von THE JUKE JOINTS das “The” vor dem Namen auf dem Cover eingespart und Songs sind’s auch vier weniger, als noch auf dem 2005er Album ”Let It Roll”. Ja, da gab es zwischendurch schon noch ein Album, aber das ist mir irgendwie durchgerutscht. Das Alter ….
Paar Songs weniger kostet etwas Spielzeit, aber an Spielfreude mangelt es deswegen noch lange nicht. Das wird von Beginn an deutlich, wenn der Titelsong herrlich losrockt. Erinnert mich an eine Mischung aus ROOMFUL OF BLUES und D. C. & THE CRUISERS: Und noch eine ganze Latte anderer Bands, denen es beim Blues hauptsächlich um Party und Spaß geht, ohne oberflächlich zu sein.
Geschickt werden die entscheidenden Textzeilen gedoppelt, und eine der wichtigsten und praktisch das Album-Motto heißt “Satisfaction guaranteed“.Passt!
Mir sind für gewöhnlich zwei Gitarristen in der Band lieber, aber Michel Staat deckt sowohl Rhythmus- als auch Lead-Front hervorragend ab.

Das lässt er auch mal etwas raushängen, wie in dem jumpy You Got Me Where You Want Me-Blues, ohne zu übertreiben. Außerdem hat er einen geilen, direkten Sound und ergänzt sich perfekt mit dem hier mit-dudelnden Saxofon von Derk Korpershoek. Also spätestens ab hier kreisen die Beinchen übers Parkett, oder mindestens um den Barhocker.
Auch in etwas ruhigeren Stücken bleibt die Spannung erhalten. In All Over Again sicher ein Verdienst von Gast Roland Bakker, der sowohl das Piano, als auch die wunderschöne Hammond beisteuert. Dazu geht das gut ins Ohr und lässt einen locker Mitgrooven. Für die Party ist natürlich so ein Boogie wie One More Time förderlicher und auch hier hüpft man bald fröhlich mit und stimmt in den Mitsingrefrain ein. “Zwei Bier noch, bitte!“.
Nicht unerwähnt darf die heiße Blues-Harp von Sonnyboy VD Broek bleiben. Dessen können manövriert die JUKE JOINTS schon sehr nahe an FABULOUS THUNDERBIRDS heran.
Hooked verweist unwissentlich auf unser Magazin und das Instrumental ähnelt dabei passenderweise dem Evergreen Night Time (“Is the right time“). Denn da geht's ja bekanntlich am meisten ab. Was zum Tanzen? Darauf könnt ihr wetten!

Bei Cat’s Squirrel hat man allerdings schon zu tun, dass man nicht außer Puste gerät, so stürmt das Ding voran. Die STONES haben in den 60ern – und später hin und wieder – so geklungen. Keine Sorge, beim Russian Roulette ist mehr als eine Kugel in der Trommel. Jedenfalls feuert Michel Staat hier einige aus seiner 6-saitigen! Geht ebenfalls gut ab und hat was von DR. FEELGOOD zu Wilko Johnson-Zeiten. Nur mit solchen Soli hatte es der nicht so.
Leute wie Gary Moore und Rory Gallagher schon eher. An die beiden muss ich denken, wenn ich mir Nataly anhöre. Egal ob man sich eine Million Meilen entfernt wähnt, oder den Blues noch immer in sich spürt, man hat seine Freude an dieser Blues-Ballade. Absolut!
An Gallagher musste ich auch beim “Let It Roll“-Album öfter denken, was sich schier als Prophezeiung auswuchs, denn der damalige Gast, Marcel Scherpenzeel, ist ja mittlerweile mit Rorys einstigen Mitstreitern Gerry McAvoy und Ted McKenna als eine Art Gallagher-Revival-Band unterwegs.
Zu den Anspieltipps hier, gehört zweifellos Stop Foolin’ My Heart, das mit seiner DR. FEELGOOD-Attitüde ordentlich Power macht, ordentlich pumpt und die Party richtig befeuert. Da sind nicht nur die Herzen “in fire“!
Nochmals funky 60’s-R&B, bei Bootsy, abgehender Rock’n’Roll bei Funny Little Valentine und kerniger Harp-Boogie bei You’re Allright, bei dem man auch wieder herzlichst zum Mitsingen eingeladen ist, runden diese Scheibe ab.
Für mich sind THE JUKE JOINTS eine der empfehlenswertesten Blues’n’Boogie-Bands überhaupt und ich ärger mich echt, dass ich es noch nie zu einem Konzert von denen geschafft habe. Besserung sei hiermit gelobt!
Und ihr Blues-Freaks wisst, welches Album in eurem Einkaufskorb landen sollte!

Epi Schmidt, 26.04.2015

 

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