The Inmates

Meet The Beatles

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 17.08.2003
Jahr: 2002

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


The Inmates
Meet The Beatles, Riverside Records, 2002 (1987)
Bill Hurley Lead Vocals
Tony Oliver Rhythm Guitar, Backing Vocals
Ben Donnelly Bass
Eddie Drums
Peter Gunn Lead Guitar, Backing Vocals
Produziert von: Vic Maile Länge: 51 Min 45 Sek Medium: CD
1. Little Child10. Birthday
2. I'll Get You11. I Saw Her Standing There
3. She's A Woman12. Get Back
4. You Can't Do That13. I'm Down
5. Day Tripper14. Hey Jude
6. Back In The USSREncore:
7. We Can Work It Out15. Dirty Water
8. I Wanna Be Your Man16. Jeannie, Jeannie, Jeannie
9. Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band17. Tell Me What's Wrong

Wenn man sich die INMATES auf Bildern ansieht, kommen einem immer Assoziationen zu Bands wie den PRETTY THINGS, den ANIMALS, den frühen ROLLING STONES und natürlich DR. FEELGOOD oder auch NINE BELOW ZERO in den Sinn. Wenn man sich die Band anhört, sieht's natürlich auch nicht anders aus.
1977 in London gegründet, haben sie die Pub-Rock-Bewegung eigentlich fast verpasst und trotzdem konnte sich ihr harter R&B, Rock'n'Roll behaupten.
Als 1987 die französische Zeitung Liberation ein Konzert in Paris anlässlich des zwanzigsten Jubiläums der "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band"-LP der BEATLES ("it was twenty years ago today..." Remember?) plante, viel die Wahl auf die Pub-Rocker von den INMATES um ein ganzes Konzert mit BEATLES-Songs zu bestreiten. Die hatten ja noch nie Schwierigkeiten, Songs anderer Interpreten klingen zu lassen, als wären es ihre eigenen und erwiesen sich als die richtige Wahl.

So geht's denn auch sofort treibend los mit Little Child vom zweiten BEATLES-Album, erinnert aber mehr an ihre Hamburger Star-Club Zeiten, als alles noch viel roher, nicht so glattgebügelt wie später war. Gleich wird eine B-Seite hinterhergeschoben: I'll Get You, ein typischer Lennon-Song, der von Sänger Bill Hurley herrlich druckvoll mit gepresster Stimme interpretiert wird.
Wenn man die BEATLES zu genau kennt, braucht man vielleicht etwas, bis man sich um-/eingestellt hat, aber dann muss man zugeben dass es einfach ein Klasse-Konzert war welches die INMATES da gespielt haben. Klar klingt Bill Hurley, etwa bei She's A Woman, nicht wie Paul McCartney, aber der Druck, mit dem der Song vor allem gegen Ende gespielt wird, ist einfach super!
Es rockt halt einfach in bester "Feelgood"-Manier von vorn bis hinten. Die Rhythmus-Sektion ist absolut tight und schiebt gnadenlos. Hört euch nur mal Back In The USSR an - Hölle!
(Wo ist meine Gibson Gitarre? Da muss man einfach mitrocken)
Oder wie die INMATES We Can Work It Out einen nicht für möglich gehaltenen Drive verpassen und, ja, einen Rock-Song daraus machen.
Anfangs gibt's ja auch noch kurze Pausen zwischen den Songs aber spätestens ab I Wanna Be Your Man geht's fast lückenlos nur noch von einem "gerockten" Klassiker zum nächsten. Letzteres natürlich sehr an die STONES-Version angelehnt.
Ich halte die Scheibe schon jetzt für eine der besten Pub-Rock-Rock'n'Roll-Alben. Zusammen mit, sagen wir: "Live In London" von DR. FEELGOOD und "Live at the Marquee" von NINE BELOW ZERO.

Ein Vorteil der INMATES ist zweifellos, dass sie mit zwei Gitarristen gesegnet sind (und zwei guten obendrein!), was ja sonst nicht so häufig in dieser Szene vorkommt. So klingt's halt einfach noch fetter. Oh Mann, und dann spielen sie auch noch Sgt. Pepper! Und wie hervorragend gerockt - so müde kann man gar nicht sein um sich davon nicht mitreißen zu lassen.
Schlag auf Schlag folgt Birthday, I Saw Her Standing There, Get Back (Absolut Spitze! Die beste Version die ich kenne) und I'm Down. Also wenn's bei dem Konzert nicht ein paar Ohnmächtige gegeben hat, könnt Ihr künftig Paul, oder was Ihr wollt, zu mir sagen.
Auch I'm Down gefällt mir weit besser als etwa die AEROSMITH-Version - was für eine Power die Jungs in diesen Song mit jedem verdammten Chuck Berry-Riff noch reinlegen können - phänomenal.
Bei Hey Jude zuckt man kurz zusammen, die Stimme liegt doch einige Töne unter der gewohnten Originalaufnahme. Aber im Prinzip hat sie halt einfach mehr Ähnlichkeit mit der Version die Wilson Pickett damals mit Duane Allman aufgenommen hat.

Dass sie bei der Zugabe dann auf ihre eigene Hit-Single Dirty Water zurückgreifen, haben sich die INMATES mehr als verdient! Ein kurzes Drumsolo und die Vorstellung der Band leitet einen Pub-Rocker erster Güte ein. Die Umwandlung der letzten Zeile in "Paris, you're my home", dürfte sich das Publikum auch verdient haben, so wie die Begeisterung rüber kommt.
Keine Zeit für Pausen oder Balladen: Mit Jeannie, Jeannie, Jeannie wird Eddie Cochran Tribut gezollt. Dagegen klingt das Original allerdings dann doch wie 'ne Country-Ballade.
Und gleich der nächste Knaller hinterher. Kommen die nie aus der Puste? Im Höllentempo rocken sie Tell Me What's Wrong, von ihrem 1980er Album "Shot In The Dark". Irgendwie denkt man immer, der Drummer müsste doch irgendwann kollabieren. Oder?

Wie auch immer: Ich finde es eine klasse Live-CD, die bei keinem Fan der schon oben erwähnten Bands im Schrank fehlen sollte.
Die letzten sechs Lieder sind übrigens Bonus Tracks zum 15-jährigen Jubiläum dieser CD, die also den damaligen Käufern (unverständlicherweise, da die CD ja selbst mit diesen Tracks nicht mal 'ne Stunde Spielzeit hat) vorenthalten wurden. Digital remastert wurde sie auch noch, also wäre selbst ein "Zweitkauf" gerechtfertigt.
Yeah, Yeah, Yeah!

Epi Schmidt, 17.08.2003

 

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