The Inmates

Fast Forward

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 02.12.2005
Jahr: 2002

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


The Inmates
Fast Forward, Riverside Records (Sonet Records), 2002 (1989)
Bill HurleyVocals
Peter GunnGuitar
Tony OliverGuitar
Ben DonellyBass
Eddie EdwardsDrums
Produziert von: Vic Maile Länge: 54 Min 43 Sek Medium: CD
01. Move On08. Caroline
02. Next To You09. Bad Influence
03. Turn Back The Hands Of Time10. You're Too Much
04. Dangerous Love11. Goodbye So Long
05. Footdown12. (I Thought I Heard A) Heartbeat (Live)
06. Sweet Nuthin's13. I Wanna Be Your Man (Live)
07. Everything's Alrigth14. If Time Could Turn Backwards (Live)

Diese Band ist einfach unfähig ein schlechtes Album zu machen. Nix, was ich von den INMATES bisher gehört hab, hat mich auch nur annährend enttäuscht.
Und so ist es auch mit dem Album "Fast Forward". Im gleichen Jahr wie ihr sensationelles Live-Album "Meet The Beatles" entstanden, strotz auch diese Scheibe vor nach Bier und Schweiß riechendem britischen Pub-Rock.
Diese Re-Issue wurde von dem englischen Label 'Riverside Records' 2002 herausgebracht, remastert und mit drei Live-Bonus Tracks versehen.
Und, erwartungsgemäß, es knallt von Beginn an. Ein paar raue Akkorde, 'WHO-Style', scheppern und der charismatische Sänger Bill Hurley übernimmt das Kommando. Dem waren alle Studiogepflogenheiten wurst und er machte es wie auf der Bühne: Sure SM58 Mikro in der Hand, ohne Kopfhörer, und so etwas wie einen 'Plopp-Schutz' verwendete er natürlich auch nicht. Und so klingt es eben auch wie live!

Man muss diese Art von High-Energy R&B natürlich lieben, aber das geht einem mit der Musik von, sagen wir George Thorogood nicht anders. Zu dem würde eine Nummer wie Next To You übrigens auch gut passen, auch wenn die INMATES hier eher Richtung FLAMIN' GROOVIES tendieren wollten.
Natürlich haben die Jungs ihre Wurzeln auch in Motown und Soul, wie man bei Turn Back The Hands Of Time prima hören kann. Das weckt auch Vergleiche zu Southside Johnny.
Ein knallig-knurriger Bass treibt das rockige Dangerous Love und bringt richtig Schwung in die Bude - Volume up!
Die Upbeat-Nummer Footdown beschleunigt das Ganze noch weiter. Die Band wähnt sich hier im Chuck Berry Fahrwasser, aber ein großer Schuss Rockabilly STRAY CATS-Style ist hier auch drinne.

So, und mit Sweet Nuthin's geht das Kopfgewippe erst so richtig los. Die Füße stampfen dazu und doch sind es weder STATUS QUO noch die GEORGIA SATELLITES, die hier, oder auch beim folgenden Everything's Alright am rocken sind.
Nein, dieses Caroline ist nicht von den eben genannten Boogie-Königen, sondern ein Eigengewächs der INMATES. Außerdem bewegt es sich eher in einem Swamp-Groove a la OMAR AND THE HOWLERS und kommt richtig gut!
Bei Bad Influence widerum, handelt es sich um die Robert Cray-Nummer und entsprechend fliest auch mehr Soul mit ein. An der Gitarre ist hier übrigens der zwischenzeitliche DR. FEELGOOD-Gitarrist Gypie Mayo zu hören, der einen sehr guten Beitrag leistet und dazu meint: "Didn't need to spend too much time on it... it turned out well pretty fast". Na, immerhin hatte er den Song mit Bill Hurley live schon einige Male gespielt.
Da passt You're Too Much bestens dahinter, denn das ist genau die Art von raubeinigem R&B/Rock'n'Roll wie ihn Lee Brilleaux mit seinen Mannen bevorzugte. Einen leichten Elvis-Touch gibt's quasi kostenlos dazu. Klasse!
Man kann ja über Ike Turner viel sagen, aber Songs konnte er schreiben und das wird hier wieder an dem High-Speed Rock'n'Roll von Goodbye So Long gezeigt. Härter, schneller, lauter!!!
Ach ja, dann gibt's ja auch noch drei Livenummern und hier kommt die Band natürlich am besten durch. Die beiden Gitarristen, Peter Gunn und Tony Oliver, neigen nie zum Übertreiben, aber bringen genau den Drive, der Nummern wie (I Thought I Heard A) Heartbeat so abgehen lässt. Ben Donnelly bekommt hier Raum für ein Basssolo und dem schließt sich Drummer Eddie Edwards gleich an. Keine Sorge: Die Bass-Drum "läuft" durch. Mit Gitarrensoli kommt man so fast auf zehn Minuten - ohne zu gähnen.
Wie erwähnt, hat man 1987 ein Livealbum mit (fast) ausschließlich BEATLES-Songs veröffentlicht und da bietet es sich diese, mehr an die STONES-Version angelehnte Liveaufnahme natürlich an. Party pur!
Zum Schluss präsentiert sich Sänger Bill Hurley nochmal eindrucksvoll bei dem bluesig-souligen If Time Could Turn Backwards.

Ich befürchte, ich kriege die INMATES nie live zu sehen, aber ihre Scheiben werden bei mir immer für Feierlaune sorgen!

Epi Schmidt, 02.12.2005

 

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