Texas Tornados

Live From Austin TX

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 24.04.2006
Jahr: 2005

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Texas Tornados Homepage



Redakteur(e):

Epi Schmidt


Austin City Limits
Live From Austin TX, New West Records/Blue Rose Records, 2005
Augie Meyers Organ, Piano, Accordion, Vocals, Guitar
Freddy Fender Guitar, Vocals
Doug Sahm Guitar, Piano, Vocals
Flaco Jimenez Accordion, Vocals
Louis Ortega Lead Guitar, Acoustic Guitar, Vocals
Speedy Sparks Bass
Ernie Durawa Drums
Oscar Tellez Bajo Sexto
Derek O'Brien Guitar
Produziert von: Cameron Strang, Jay Woods & Gary Briggs Länge: 74 Min 06 Sek Medium: CD
1. Soy De San Luis11. Only One
2. A Man Can Cry12. Mendocino
3. (Hey Baby) Que Paso13. Wasted Days & Wasted Nights
4. Laredo Rose14. Baby What You Want Me To Do
5. Ay Te Dejo En San Antonio15. If That's What You're Thinking
6. Cancion Mixteca16. Who Were You Thinkin' Of
7. Dinero17. Before The Next Teardrop Falls
8. Mathilda18. She's About A Mover
9. Adios Mexico19. 96 Tears
10. She Never Spoke Spanish To Me

Unzweifelhaft eine Tex-Mex Supergroup, die sich da 1989 zusammenfand: Doug Sahm, Flaco Jimenez, Freddy Fender und Augie Meyers.
Jeder für sich schon eine Legende, nicht nur im Grenzgebiet von Texas und Mexiko, war das damals schon eine Sensation und der Stoff für ausgelassene Partys war gesichert.
So prägend wie die Vier für die Musik jener Gegend waren, so sehr wurden sie natürlich auch von ihr geprägt. Doug Sahm war schon seit den 60ern ein Star, der zahlreiche Hits wie She's About A Mover und Mendocino verbuchen konnte und dem die BOTTLE ROCKETS mit "Songs Of Sahm" sogar ein komplettes Album gewidmet haben. Flaco Jimenez ist die Tex-Mex Akkordeon Koryphäe schlechthin und von den ROLLING STONES über John Hiatt und Ry Cooder könnte man eine schier endlose Liste der Künstler erstellen, die sich ihre Platten von Flaco bereichern ließen.
Augie Meyers spielte mit Doug Sahm schon beim SIR DOUGLAS QUINTETT und ist, wenn es um Projekte in diesem Musik-Stil geht, eigentlich immer irgendwie dabei. So z.B. auch bei den LOS SUPER 7.
Freddy Fender ist ebenfalls ein Country- und Tex-Mex-Superstar, der in den 70ern Megahits wie Wasted Days And Wasted Nights hatte.

Diese Band tat sich also zusammen und hatte nix als gut Laune im Kopf. Vieles erinnert und klingt natürlich wie die LOS LOBOS. Das geht schon mit Soy De San Luis los und Jimmy Sturr wäre nicht der einzige, den diese Polka-Nummer gleich in Stimmung brächte. Für diesen Song konnten die TEXAS TORNADOS sogar einen Grammy kassieren.
Spanisch kommt einem vieles vor und wer diese Sprache spricht, hat sicher gleich noch eine Ecke mehr Spaß. Natürlich gehören da auch Balladen dazu, denn zu großen Gefühlen gehören nun mal auch ein paar Tränen. Da darf man gerne ein paar Schluchzer bei Cancion Mixteca oder bei She Never Spoke Spanish To Me loswerden, wenn einen die Schwermut packt.
Wo ich vorhin LOS LOBOS sagte: Ay Te Dejo En San Antonio findet sich auch auf deren Album "And A Time To Dance" und ich möchte mich nicht zwischen den beiden Versionen entscheiden müssen.
Gern streut man, zu aller Folklore, auch ein bisschen Rock'n'Roll/Boogie, wie bei Adios Mexico, aber natürlich immer mit dem gewissen Schuss Border-Feeling.

Mendocino ist selbstverständlich auch dabei. Die Nummer war ja nicht nur für Michael Holm ein Hit. Hmmm..., irgendwie hab ich den gegenüber den anderen Schlagerfuzzis immer mehr gemocht. Der war für mich so 'ne Art Hansjörg Felmy der Hitparade. Na ja, was red ich. Sagt euch eh nix mehr.
[Doch, mein Herr! Hansjörg Felmy spielte von 1974 bis 79 in 20 WDR-Tatort-Produktionen und assistiert von Willy Semmelrogge als Kommissar Kreutzer den Kommissar Haferkamp, wurde dann von zwei erfolglosen Kommissaren abgelöst und ab 1981 von Götz George als Schimanski spektakulär gefolgt. Red., Abt. Verbrechensbekämpfung; Quelle: "Das große Tatort Buch"]
Hören wir lieber hier weiter zu und langsam komm ich immer mehr in Feierlaune. Zeit den Grill zu entstauben und ein kleines Barbecue anzuleiern. Das einzige was mir nicht so leicht runtergeht, ist der Gesang von Freddy Fender. Gitarre spielt er ja echt gut, aber diese Stimme ist so butterweich und aalglatt, dass ein Crooner wie Tony Benett dagegen eine Rock-Röhre hat. Aber Songs hat er grandiose geschrieben, die sogar von Bands wie den CRYBABYS gecovert wurden: Who Were You Thinkin' Of You (Album "What Kind Of Rock'n'Roll").
Spätestens wenn Doug Sahm seinen Klassiker She's About A Mover - mit dem die BOTTLE ROCKETS auch bei ihrem Konzert in Heilbronn mächtig abräumten - spielt, ist wieder für Stimmung gesorgt. Flaco Jimenez glänzt hier mit einem weiteren seiner unvergleichlichen Soli und auch Freddy Fender legt noch eine Solo-Visitenkarte dazu. Beim Schlusssong 96 Tears darf man dann noch mal bestens gelaunt Augie Meyers 60's Orgelsound lauschen, der eine Prise Psychedelic einbringt.

Das alles zusammen macht den einzigartigen Sound dieser Truppe aus, die keinen besseren Namen hätte finden können: TEXAS TORNADOS!

Epi Schmidt, 24.04.2006

 

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