Taj Mahal

Maestro

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 23.10.2008
Jahr: 2008

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Maestro, Kan-du Records, 2008
Taj MahalVocals, Ukelele, Guitar, Harmonica, Banjo,
The Phantom Blues Band:
Larry FulcherBass
Tony BraunagelDrums
Johnny Lee SchellGuitar
Mike FinniganKeyboards
Joe SublettTenor Saxophone
Darrell LeonardTrumpet
Los Lobos:
David HidalgoGuitar
Cesar RosasGuitar
Louie PerezJarana
Conrad LozanoBass
Steve BerlinOrgan
Cougar EstradaDrums
Angela WellmanTrombone
Ben Harper's Band:
Jason YatesKeyboards
Michael JeromeDrums & Percussion
Jason MozerskyGuitar
Jesse IngallsBass
C.C. White, Pebbles PhillipsBackground Vocals
New Orleans Social Club.
Ivan NevillB3 Organ
George PorterBass
Leo NocentelliGuitar
Henry ButlerPiano
Raymond WeberDrums
-
Bill RichBass
Kester SmithDrums & Percussion
Bassekou KouyateNgoni
Debra DobkinPercussion
Mick WeaverB3 Organ
Billy BranchHarmonica
Deva MahalBackground Vocals
Ben HarperVocals on Dust Me Down
Angelique KidjoVocals
Tourmani DiabateKora
Produziert von: Taj Mahal, The Phantom Blues Band, Ben Harper, Warren Haynes Länge: 57 Min 37 Sek Medium: CD
01. Scratch My Back07. TV Mama
02. Never Let You Go08. I Can Make You Happy
03. Dust Me Down09. Slow Drag
04. Further In Down The Road10. Hello Josephine
05. Black Man, Brown Man11. Strong Man Holler
06. Zanzibar12. Diddy Wah Diddy

40 Jahre Taj Mahal werden gefeiert. Natürlich nicht Lebensjahre, sondern es geht um die Zeit, in der Taj Musik veröffentlicht. 40 Jahre sind vergangen, seit seinem selbstbetitelten Debütalbum, welches immer noch sehr zu empfehlen ist. Tatsächlich existierten aber schon Aufnahmen aus den Jahren 1965 und '66, die Taj Mahal mit den RISING SONS machte, zu denen bereits Ry Cooder gehörte (später auch auf dem Debüt mit dabei). Glücklicherweise ist "Rising Sons feat. Taj Mahal and Ry Cooder" seit 1992 doch noch erhältlich.
In meinem Konzertbericht bin ich ja schon etwas genauer auf die Geschichte von Taj eingegangen und so sei nur noch seine Autobiografie (erschienen im Hannibal Verlag) erwähnt und gelobt.
Die ROLLING STONES wussten bereits 1968, was für ein Juwel der Mann ist und luden ihn in ihren "Rock'n'Roll Circus". Es wäre für Taj sicher nicht allzu schwer gewesen, Jagger und/oder Richards sowie weitere Allgegenwärtige wie Eric Clapton für sein Jubiläumsalbum zu gewinnen und ein paar alte Klassiker neu einzuspielen. Hat ja Jerry Lee Lewis unlängst nicht viel anders gemacht.
Aber Taj geht wie eh und je seinen eigenen Weg und lädt sich lieber ein paar Freunde ein, die mehr auf seiner musikalischen Wellenlänge liegen und sich mit ihm ergänzen.

Die PHANTOM BLUES BAND gehört ja schon seit Jahrzehnten zu seinen ständigen Gästen und mit ihr zelebriert er das funkige, R&B-lastige, Scratch My Back. Mit einer erstaunlich jungen Stimme "rappt" Taj den Text stellenweise ähnlich, wie John Hiatt das auch manchmal macht. Groovt schon mal gut ein.
Bei der Zusammenarbeit mit LOS LOBOS kommt nicht der erwartete Tex-Mex-Polka-Mix, sondern mit Never Let You Go begibt man sich schnurstracks in karibische Gefilde und bringt das entsprechende Feeling bestens rüber. Cool und entspannt bringt Taj den Gesang, unterstützt von seiner - inzwischen selbst sehr erfolgreichen - Tochter Deva Mahal, während "die Wölfe" klingen, als wäre sie allesamt in Jamaika geboren.
Etwas rauer, schärfer, nicht weniger groovig, kommt Dust Me Down bei dem Ben Harper den Gaststar gibt. Sehr soulig-funky und äußerst tanzbar. Kein Problem für Taj Mahal, hier ein Harp-Solo einzustreuen.
In Further On Down The Road - das wunderbar locker dahinschaukelt - setzt wieder Tajs Mundharmonika die Akzente und sein Banjo bestimmt den Takt.
Die Stimme von Herrn Mahal ist immer noch sehr kraftvoll und ungeheuer faszinierend. Ihr die Aufmerksamkeit zu entziehen ist schier unmöglich. Wenn sie sich mit der von Bob Marleys Sohn Ziggy zusammentut, ergänzen sich die beiden zu einem typischen Marley-Reggae, der sofort in Ohr und Bein geht.
Der logische Folgeschritt, den Taj schon so oft getan hat, ist der an die Westküste Afrikas, für Zanzibar, sodass wir mit dem Sänger die Reise zu den Wurzeln seiner und nahezu aller populärer Musik machen.

Als LOS LOBOS wieder am Werk sind, zeigen sie ihre Vielfältigkeit in dem sie einen knochentrockenen Slide-Boogie im Stile von Robert Johnsons Sweet Home Chicago spielen, der sich hier TV Mama nennt. Kommt natürlich richtig gut!
Und schon wird die Richtung wieder gewechselt und mit Ivan Neville und seinem NEW ORLEANS SOCIAL CLUB Blues mit New Orleans Style und afrikanischen Elementen vermengt. Ähnliches haben LOS LOBOS auch auf ihren späteren Alben gern gespielt.
Mit am Besten gefällt mir Taj Mahal aber, wenn er, wie in Slow Rag sich ganz einfach dem ländlichen Blues widmet. Ich bin überzeugt, dass dies faszinierender kein anderer Künstler, auch keiner aus dem Bluesbereich, drauf hat. Der Mann ist einfach klasse.
Nochmals kehrt der NEW ORLEANS SOCIAL CLUB, diesmal mehr dem R&B zugewandt und groovt absolut genial. Produziert hat die beiden Stücke, an der die Band beteiligt ist, Mr. Warren Haynes. Ja, auch der ist ein Fan von Taj Mahal.
Mit seinen Uralt-Freunden Bill Rich am Bass und Kester Smith am Schlagzeug spielt der den Strong Man Holler, ein langsamer, unterschwellig vibrierender Voodoo-Song, wie ihn auch ein Mick Jagger liebt.
Willie Dixons Diddy Wah Diddy beendet diese Scheibe würdig. Mehr als eine Zwischenstation kann dieses 40. Jubiläum aber nicht sein, denn so vital wie Taj Mahal hier klingt, dürfte bei ihm noch Energie und Ideen für etliche Jahre vorhanden sein.
Weiter so, Maestro!

Epi Schmidt, 23.10.2008

 

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