Stone The Crows

Ode To John Law

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 27.06.2021
Jahr: 2021
Stil: Blues Rock
Spiellänge: 46:03
Produzent: Mark London

Links:

Stone The Crows Homepage


Plattenfirma: Repertoire Records


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

Dave Kelly

Titel
01. Sad Mary
02. Friend
03. Love 74
04. Mad Dogs & Englishmen
05. Things Are Getting Better
 
06. Ode To John Law
07. Danger Zone
Bonus Track:
08. Things Are Getting Better (Single Version)
Musiker Instrument
Maggie Bell Vocals
Les Harvey Guitar
John McGinnis Keyboards
Jimmy Dewar Bass, Vocals
Collin Allen Drums

Obwohl das Debütalbum durchaus Beachtung fand, verkaufte es sich doch eher schlecht. Bereits im selben Jahr (1970) folgte das zweite Album, welches ebenfalls nun von Repertoire Records wiederveröffentlicht wird. Das Remastering übernahm Eroc in gewohnter Qualität und hier ist sogar ein Bonus Track enthalten.

 

“Ode To John Law“ wird mit Sad Mary eröffnet, welches zunächst von schweren Hammond-Akkorden – die nicht wenig an Jon Lord erinnern – und progressiv angehauchten Riffs von Gitarrist Les Harvey antrieben wird. Alsbald dominiert aber die Stimme von Maggie Bell, die bereits hier alle Register zieht. Irgendwo zwischen Janis Joplin und Christine Perfect liegt ihre Stimme hier, aber durchaus mit eigenem Stil. Nach Les Harveys Wah-Wah Soli herrscht komplette Stille, bevor die Orgel nochmal ins Geschehen eingreift. Fast erlösend geht es danach mehr folkig zu, mit Psychedelic-Elementen und betörenden, zweistimmigen Gitarrenlinien. Ein hypnotisierendes Gebräu, was STONE THE CROWS hier servieren.

 

Love 74 schlägt im Prinzip in die gleiche Kerbe, bekommt seinen Reiz jedoch durch John McGinnis' elektrisches Piano, das einen funky Drive reinbringt.

Als Vorband von Joe Cocker hatte man die USA bereist und die Eindrücke verarbeiteten Harvey und Allen in dem schwungvollen Mad Dogs & Englishmen, welches wundervoll groovt und neben Maggie's wieder sehr Joplin-haftem Gesang, von dem klimernden Piano und Harveys einfallsreichem Solo- und Rhythmusgitarrenspiel lebt.

 

Things Are Getting Better wurde als Single ausgekoppelt. Womöglich versprach man sich von der positiven Message und dem, von Bell und Dewar zusammen gesungenen, eingängigen Refrain einen Erfolg. Zweifellos eine gute Nummer, aber mit seinem eher schwerfälligen Charakter letztlich nicht mitreißend genug. Den unspektakulären Mittelteil ersparte man sich auf der Single-Version zurecht, wie man am Ende dieser Neuauflage hören kann. “John Law“ ist ein Synonym für Polizist, der Titelsong war allerdings eine Reaktion von Colin Allen auf die Schüsse der amerikanischen Nationalgarde auf Studenten an der Kent State University, welche bereits Crosby, Stills, Nash & Young zum Song Ohio veranlassten. Die vertrackte Nummer verliert sich allerdings etwas aufgetürmten Klangwelten, aus denen der Gesang kaum zu verstehen ist.

 

Das Album endet mit dem melancholischen Danger Zone. Erneut eine hervorragende gesangliche Leistung von Maggie Bell, die den Song noch heute gern als Duo mit dem BLUES BAND-Gitarristen Dave Kelly singt. Trotzdem ziehen sich die Songs hier zum Teil und ein richtiger Bringer ist nicht dabei. Es fehlte wohl einfach der herausragende Hit, der die Band gepusht hätte für neuen Drive gesorgt hätte. So bleibt alles guter Stoff, aber doch etwas zu ziellos. Aber weiterhin ein Tipp für Blues Rock-Freunde und Fans der genannten Bands.

 

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